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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Sicheren Zugang und Arbeitsschutz

Facility Management: Aufzugsmanagement » Start-up Management » Betreiberorganisation » Sicheren Zugang und Arbeitsschutz

Zugänge für alle erforderlichen Tätigkeiten planen

Aufzugsanlagen müssen für berechtigte Fachpersonen sicher erreichbar sein. Das betrifft Wartung, Prüfung, Störungsbeseitigung und Personenbefreiung ebenso wie behördliche Tätigkeiten. Die Bestandsaufnahme verfolgt den Weg vom Grundstückszugang bis zu den benötigten Bedien- und Technikbereichen. Dabei werden Öffnungszeiten, Zutrittsmedien, Begleitung und besondere Hindernisse erfasst. Ein erreichbarer Haupteingang allein genügt nicht, wenn anschließend eine abgeschlossene Innentür den Einsatz verhindert. Im Neubau werden endgültige Zugangswege vor dem Nutzungsbeginn hergestellt. Im Bestand werden veränderte Schließanlagen und Sicherheitszonen berücksichtigt. Zugänge bleiben auf berechtigte Personen begrenzt. Die benötigte Verfügbarkeit wird mit dem Schutz vor unbefugtem Betreten so verbunden, dass Hilfeleistungen und Facharbeiten praktisch möglich bleiben.

Zugangsmanagement und Arbeitsschutz im Aufzugsbetrieb

Standortgefahren vor Arbeitsbeginn mitteilen

Der Auftraggeber stellt die für den Einsatz relevanten Informationen über örtliche Gefährdungen bereit. Dazu können Lieferverkehr, explosionsgefährdete Bereiche, besondere Hygieneanforderungen, Gefahrstofftransporte oder Arbeiten anderer Unternehmen gehören. Das ausführende Unternehmen organisiert die sichere Durchführung seiner eigenen Tätigkeiten mit geeignetem Personal und Arbeitsmitteln. Die Koordination regelt Arbeitsfreigaben, Absperrungen, Schnittstellen und erforderliche Kommunikation. Arbeiten an Aufzugsanlagen werden nicht durch allgemein eingewiesenes Hauspersonal improvisiert. Für Tätigkeiten im Schacht, auf dem Fahrkorb oder an anderen gefährlichen Bereichen gelten besondere Anforderungen, die durch Fachkundige festgelegt und umgesetzt werden. Das Playbook ersetzt keine technische Arbeits- oder Befreiungsanweisung. Seine Aufgabe ist, geeignete Organisation und Voraussetzungen vor Beginn der jeweiligen Tätigkeit sicherzustellen.

Zugangskette und Arbeitskoordination nachweisen

Die Übergabe umfasst Schlüssel, Berechtigungen und sichere Zugangsverfahren. Berechtigungsinhaber, Geltungsumfang und Rückgabe werden dokumentiert. Allgemein verteilte Zugangscodes oder unkontrollierte Schlüsselkopien sind keine belastbare Lösung. Ein praktischer Test zu einem ungünstigen Betriebszeitpunkt zeigt, ob die vorgesehenen Verfahren funktionieren. Für besonders geschützte Standorte wird die zulässige Begleitung so organisiert, dass benötigte Einsätze nicht unangemessen verzögert werden.

Prüffeld

Praktisch zu überprüfende Voraussetzung

Verantwortlich festzuhaltendes Ergebnis

Grundstück und Gebäude

Zufahrt und Eintritt auch außerhalb der Kernzeiten

Erprobter Weg mit erreichbarer Zugangsstelle

Technikbereiche

Passende Berechtigung und sicherer Verkehrsweg

Vollständige Zuordnung der benötigten Zutrittsmittel

Gleichzeitige Arbeiten

Bekannte Gefahren und abgestimmte Arbeitsbereiche

Benannter Koordinator mit verbindlichen Absprachen

Reinigung im Anlagenumfeld

Zulässige Bereiche und Grenzen der Tätigkeit

Unterwiesenes Personal und geeignete Arbeitsverfahren

Rückgabe bei Vertragsende

Entzug nicht mehr benötigter Rechte

Bestätigte Rückgabe und bereinigte Berechtigungsliste

Reinigung und fremde Gewerke einbeziehen

Reinigungskräfte erhalten klare Vorgaben für Kabine, Haltestellen und zugängliche Oberflächen. Arbeiten, die einen Zugang zum Schacht oder andere besondere Eingriffe erfordern, werden gesondert mit dem Aufzugsfachunternehmen geplant. Eine allgemeine Reinigungsbeauftragung umfasst solche Tätigkeiten nicht automatisch. Wasser, Reinigungsmittel und Arbeitsgeräte dürfen keine ungeprüften Auswirkungen auf Türen, elektrische Einrichtungen oder Bodenbeläge verursachen. Andere Gewerke stimmen Arbeiten an Stromversorgung, Brandschutz oder Datenleitungen rechtzeitig ab. Temporäre Absperrungen berücksichtigen den Personenverkehr und die weiterhin benötigten Fluchtwege. Nach Abschluss wird der sichere Zustand der betroffenen Bereiche bestätigt. Fremdfirmen erhalten keine Berechtigung, Schutzfunktionen selbstständig zu überbrücken oder eine gestörte Anlage eigenmächtig wieder freizugeben. Auffälligkeiten werden über die vereinbarten Meldewege bearbeitet.

Änderungen an Zugang und Nutzung kontrollieren

Ein neues Zutrittssystem, eine geänderte Pförtnerbesetzung oder eine verlegte Baustellenzufahrt kann eine bisher funktionierende Zugangskette unterbrechen. Solche Änderungen werden vor ihrer Umsetzung auf Auswirkungen für den Aufzugsbetrieb geprüft. Die verantwortliche Stelle aktualisiert Notfallinformationen und informiert berechtigte Unternehmen. Bei Dienstleisterwechsel erfolgt die Freischaltung neuer Rechte vor dem Einsatz; überholte Rechte werden zum vereinbarten Zeitpunkt entzogen. Für verlorene Zutrittsmittel gibt es ein erreichbares Meldeverfahren und eine geeignete Ersatzlösung. Die Anlaufprüfung verfolgt einen Einsatz vom ersten Anruf bis zum tatsächlichen Erreichen der Anlage. Erst wenn dieser Weg ohne ungeklärte Hindernisse funktioniert und die beteiligten Personen ihre Sicherheitsgrenzen kennen, ist der Zugang organisatorisch abgesichert.