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Ausschreibung Aufzugstechnik Leistungen

Facility Management: Aufzugsmanagement » Ausschreibung

Ausschreibung für Aufzugsanlage und technische Leistungsbeschreibung

Ausschreibung: Technische Betriebsführung und Instandhaltung in Aufzugsanlagen

Aufzugsanlagen sind Teil der kritischen Infrastruktur der Gebäude- und Produktionslogistik in Industrie- und Großunternehmen. Sie sorgen für den Personenfluss, die Erreichbarkeit, den Materialtransport und die Serviceprozesse über alle Standorte hinweg. Jede ungeplante Störung hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit, die Verfügbarkeit von Geräten und Räumen, die Produktivität der Mitarbeiter sowie die Kosten- und Rechtslage des Unternehmens. Mit immer heterogeneren Beständen – Baujahre über mehrere Jahrzehnte, unterschiedliche Hersteller, Antriebskonzepte (MR/MRL, Hydraulik), unterschiedliche Leitsysteme, digitale Notrufsysteme und die Anbindung an BMA/BMS – steigen die Komplexität und der Abstimmungsaufwand. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Compliance, Cyber Resilience, Transparenz und Energieeffizienz. Vor diesem Hintergrund rückt eine professionelle, systematische technische Betriebsführung in Verbindung mit einer normgerechten, datenbasierten Wartung in den Fokus eines gesetzeskonformen und wirtschaftlichen Aufzugsbetriebs.

Die technische Betriebsführung ist das organisatorische Bündel, das die Betreiberpflichten, das Termin- und Störungsmanagement, die ZÜS-Koordination, die Notruf- und Freigabeprozesse, die Dokumentationspflichten (u.a. digitales Aufzugsbuch) und die Verzahnung mit Instandhaltung, Modernisierung und Energieeffizienz bündelt. Instandhaltung – präventiv, vorausschauend und korrigierend – ist nicht nur ein Kostentreiber, sondern auch ein Steuerungsinstrument für Verfügbarkeit, Sicherheit und Lebenszykluseffizienz. Sie wirkt sich über standardisierte Wartungspläne, qualifizierungsbasiertes Design und verlässliche Prüfnachweise direkt auf die Risikosituation und die Total Cost of Ownership aus.

Ziel dieser Ausschreibung ist es, einen qualifizierten Partner zu beauftragen, der den Aufzugsbetrieb über den gesamten Lebenszyklus sicher, transparent, wirtschaftlich und gesetzeskonform organisiert. Der Leitgedanke lautet "Aufzugsanlagen sicher betreiben – hochverfügbar, robust, energieeffizient und sicher, mit Anforderungen an die Nutzung".

Ausschreibung Technischer Betrieb und Instandhaltung von Aufzügen

Zielbild und -umfang

Das Technical Operations Management bündelt alle organisatorischen, technischen und dokumentationstechnischen Aufgaben, die einen sicheren, gesetzeskonformen und hochverfügbaren Betrieb des gesamten Aufzugsportfolios gewährleisten. Es umfasst das Aufgabenmanagement, die Termin- und Dokumentationskontrolle, die Abstimmung mit der ZÜS sowie die Planung und Durchführung regelmäßiger Inspektionen inklusive qualifizierter Prüfprotokolle nach TRBS 1201/1203. Der Auftragnehmer agiert als zentraler Orchestrator, betreibt das digitale Aufzugsbuch als Single Source of Truth und sorgt für ein KPI-gestütztes, revisionsbereites Management.

Verwaltung von Pflichten

  • Aufbau und Führung eines Eintragungsregisters mit Bezug auf BetrSichV, TRBS, EN 81 Reihe, DGUV V3, ASR A1.7 sowie interne Weisungen.

  • Abbildung in einem kontrollierten Dokumenten- und Aktionsworkflow (Versionierung, Freigaben, Audit-Trail).

  • Risikobewertung und BetriebsanweisungenErstellung/Aktualisierung von anlagenspezifischen Risikobewertungen, einschließlich Abweichungen von EN 81-80; Ableitung und Verfolgung von Maßnahmen (P1–P3).

  • Entwicklung, Veröffentlichung und periodische Überprüfung von Betriebsanweisungen, Notfall- und Ausnahmeverfahren.

  • Qualifizierung und UnterweisungSicherstellung der Kompetenz nach TRBS 1203 für Prüf- und Instandhaltungsaufgaben (Nachweisinstandhaltung).

  • Organisation von jährlichen Schulungen nach TRBS 3121/2181 für Einsatzkräfte und Rettungskräfte; Dokumentation im Aufzugsbuch.

Hinweis:

Arbeitssicherheit und KontraktorenmanagementArbeitserlaubnis, Lockout/Tagout, Absturzsicherung; Baustellen-/Zutrittsregeln für MR/MRL-Systeme; PSA-Kontrollen und -Freigaben.

Termin- und Dokumentationsmanagement

  • Systemische Planung aller Termine: ZÜS-Haupt-/Zwischenprüfungen, DGUV V3, Wartungsintervalle (EN 13015), Notrufprüfungen (EN 81-28), Anweisungen, Handlungsfristen aus Prüfungen und Mängelmeldungen.

  • Automatisierte Erinnerungen, Eskalationen (Ampellogik), Managementberichte; Vermeidung von Terminüberschreitungen als SLA-Kriterium.

  • DokumentationsmanagementBetrieb des digitalen Aufzugsbuchs nach EN 13015/VDI 3810-6 als zentrale, revisionssichere Datenbank.

  • Pflichtfeldprüfungen, Plausibilitätsregeln, Foto-/Dateiablage, digitale Signaturen; Schnittstellen zu CAFM/CMMS über REST/JSON API (OAuth2, TLS ≥ 1.2) und CSV-Fallback.

  • Qualitätsziel für die Vollständigkeit der Daten: ≥ 98 % der erforderlichen Felder pro Anhang; KPI-Monitoring "Datenvollständigkeit" und "Datenaktualität".

ZÜS-Koordination und Meldungen

  • Planung und Umsetzung der ZÜSJahres-/Mehrjahresplanung; Bündelung nach Standort; Rechtzeitige Bereitstellung relevanter Dokumente (Compliance, Risikobewertung, Prüf-/Wartungsprotokolle).

  • Vorab-Checks kritischer Funktionen vor ZÜS-Terminen (Notruf, Türen, Catch/OSG, UCM-Schutz, Brandschutz), um unmittelbare Reklamationen zu reduzieren.

  • Begleitung der Inspektionen, Sicherstellung des Zugangs/der Schranken; digitale Übertragung von ZÜS-Meldungen; Klassifizierung von Mängeln und Übertragung von Fristen in das Maßnahmenregister.

  • Meldungen und behördliche MitteilungenGefährliche Ereignisse/Unfälle: interne Eskalation, Meldung an zuständige Behörden (z.B. Arbeitsschutzbehörden/UVT) gemäß den geltenden Vorgaben.

  • Störungen des Notrufs: sofortige Eskalation, ggf. Sperrung des Systems bis zur Wiederherstellung; Nachweis über dokumentierte Testanrufe (EN 81-28).

  • IT-Sicherheitsvorfälle (mit Bezug zu kritischen Infrastrukturen): Meldung nach IT-SiG 2.0/BSIG; Datenschutzverletzungen: Meldung gemäß Art. 33 DSGVO.

  • Protokollierung aller Nachrichten, Aktionen und Antworten im Aufzugsbuch.

Betriebssteuerung und Schnittstellen

  • Incident und Incident Management24/7 Abnahme, Priorisierung nach Impact/Safety, Ferndiagnose, Dispatching; Ziel: kurze MTTR und hohe First-Time-Fix-Rate.

  • Anbindung an Telemetrie/Überwachung (Fehlercodes, Türzyklen) zur Vorabkontrolle; Automatische Ticketerstellung über Webhooks.

  • Änderungs- und KonfigurationsmanagementDokumentierte Änderungen an Hardware/Software (Controller, Firmware, Notrufgeräte); Aktualisierung der Risikobewertung; ggf. veranstaltungsbezogene Untersuchung.

  • Ersatzteil- und WerkzeugmanagementBevorratung kritischer Komponenten, kalibrierte Mess-/Prüfgeräte; Nachweis der Kalibrierkette in den Prüfunterlagen.

  • IT/OT-IntegrationSichere Verbindung zu IWMS/CMMS; RBAC, Protokollierung, Sicherung/Wiederherstellung; regelmäßige Updates/Patches (konform mit ISO 27001/IEC 62443).

Reporting, KPI-Management und Qualitätssicherung

  • Monatlich: KPI-Report (Verfügbarkeit, MTTR, MTBF, First-Time-Fix, Türfehlerquote, Termintreue, Vollständigkeit der Daten, Zeit der Notrufannahme), Defektstatus, ZÜS-Anforderungen, Ursachenanalysen, Fortschritt von Maßnahmen.

  • Vierteljährlich: Überprüfung des Managements, Trendanalysen, gewonnene Erkenntnisse, Anpassungen der Wartungs-/Inspektionspläne.

  • Audits und WirksamkeitskontrolleStichprobenartige Kontrollen von Dokumenten/Protokollen, Nach- und Nachkontrollen; Second-Party-Audits beim Dienstleister; Abweichungen mit dem CAPA-Prozess.

  • Performance Adjustment (PDCA)Kontinuierliche Optimierung von Plänen, Intervallen, Ersatzteilbevorratung und Ferndiagnose auf Basis von Daten und Ereignissen.

Lieferbestandteile (Ergebnisartefakte)

  • Vollständiges, aktuelles digitales Aufzugsbuch (≥ 98% Pflichtfelder erfüllt).

  • Jährlicher Prüfplan (ZÜS/DGUV V3/Wartung/Notrufprüfungen) mit Ressourcen- und Zutrittsplanung.

  • Prüfberichte nach TRBS 1201/1203 und DGUV V3 mit digitaler Signatur und Mängel-/Terminübertragung.

  • Aufgabenverzeichnis, Betriebsanleitung, Unterweisungsnachweis.

  • Monatliche KPI- und Compliance-Berichte einschließlich Eskalations- und Maßnahmenlisten.

  • Melden von Protokollen für Notfall-/Sicherheits- und Datenschutzvorfälle mit Nachweisen für die ergriffenen Maßnahmen.

Hinweis:

Mit diesem Leistungsprofil stellt die technische Betriebsführung sicher, dass gesetzliche Verpflichtungen eingehalten, Risiken aktiv gemanagt und die Verfügbarkeit messbar gesteuert werden – transparent, datenbasiert und revisionssicher.

Zielimage und Strategie

Wartung und Instandhaltung sichern die technische Wirksamkeit der Betriebsführung: Sie halten den Soll-Zustand aufrecht, erkennen Abweichungen frühzeitig und stellen Funktionen nach Störungen schnell wieder her. Grundlage ist die EN 13015 und TRBS 1201/1203 in Verbindung mit herstellerspezifischen Wartungshinweisen. Der Auftragnehmer implementiert eine risikobasierte, nutzungs- und zustandsbasierte Strategie, die Inspektions- und Wartungsumfänge mit datenbasierter Diagnose verknüpft und eine First-Time-Fix-Rate (FTFR) von mindestens 85 % anstrebt.

Planmäßige Inspektionen und Tests

  • Befähigte Personen (TRBS 1203) führen planmäßige Inspektionen und sicherheitstechnische Prüfungen durch; Mess- und Prüfmittel werden kalibriert (Rückführbarkeit).

  • Prüfpunkte enthalten Normreferenzen (EN 81-20/50/80, EN 13015, DGUV V3); Die Ergebnisse werden mit Grenz- oder Referenzwerten dokumentiert: Türschließkraft, Nivelliergenauigkeit, Verzögerungs-/Bremsweg, Isolationswiderstände, Stromaufnahme, Temperaturprofile, Schwingung/Vibration, Seildurchmesser/Litzenbruch.

Korrigierende Reparatur (Fehlerbehebung)

  • Fehlerannahme und -diagnose24/7 Rezeption; Qualifizierte Erstdiagnose per Remote (Fehlercodes, Telemetrie, Logfiles), Klassifizierung nach Kritikalität (Personen-/Unternehmensrelevanz).

  • Disposition von Teilen/Werkzeugen auf der Grundlage von Diagnosen zur Maximierung der FTFR.

  • Servicetechniker vor Ort mit sicherem Zugang (Permit-to-Work, LOTO, PSA); Standardisierte Anleitungen zur Fehlerbehebung.

  • Ziele: hohe First-Time-Recovery-Rate, niedrige MTTR; Sicherheitsmaßnahmen im Gefahrenfall (Schließung, Schranke, Notrufkontrolle vor Wiederanfahren).

  • Abnahme/WiederinbetriebnahmeFunktions- und Sicherheitsprüfung des betroffenen Systems; Dokumentation der Beseitigung der Ursache; Freigabe durch eine qualifizierte Person.

  • Anlassbezogene Aktualisierung der Risikobeurteilung und des Wartungsplans, ggf. Terminplanung einer Nachprüfung.

Ersatzteil- und Obsoleszenzmanagement

  • Klassifizierung und BevorratungKritische Teile (A): Lagerort/regional; mittlere Kritikalität (B): definierte Lieferzeitfenster; Niedrige Kritikalität (C): Beschaffung nach Bedarf.

  • Mindestbestände, Wiederbeschaffungszeiten und Eskalationswege sind SLA-relevant.

  • Qualität und HerkunftVerwendung von herstellerkonformen oder gleichwertigen Teilen; Nachweis der Herstellerunabhängigkeit (Zugriff auf Service-Tools/-Parameter).

  • Dokumentieren Sie Materialzertifikate, Chargen-/Seriennummern, Firmware-Status.

  • Obsoleszenzüberwachung von abgekündigten Komponenten; Migrations-/Retrofit-Pläne (z.B. Steuerungen, Frequenzumrichter, Notrufgeräte).

  • Logistik und RückführungRMA-Prozesse, Reparatur-/Ersatzpools; Umweltfreundliche Entsorgung (Öle, Filter, Elektronik) gemäß den geltenden Vorschriften.

    Kennzahlensteuerung und Zielwerte

    • First-Time-Fix-Rate (FTFR)Definition: FTFR = Anzahl der Anrufe mit vollständiger Behebung während des ersten Vor-Ort-Besuchs / Gesamtzahl der Reparatureinsätze.

    • Ziel: ≥ 85% pro Monat/Quartal portfolioweit; Bewertung nach Anlagentyp, Standort, Fehlerklasse; Maßnahmen bei Unterschreitung (Teiledisposition, Schulung, Vorabprüfung aus der Ferne).

    • Weitere KPIs (Vergleich mit dem SLA-Katalog)MTTR (≤ 4 h je nach Kritikalität), Türfehlerrate (pro 1.000 Zyklen), Wiederholungsfehlerrate, Einhaltung des Wartungsplans (100 %), Vollständigkeit der Daten (≥ 98 %).

    • Ursachenanalyse (RCA) für Top-Fehlermuster; Umsetzung von Präventionsmaßnahmen (z.B. Türmodernisierung, Sensor-Upgrade).

    Empowerment, Sicherheit und Kapazitätsaufbau

    • Qualifikation des PersonalsTechniker als befähigte Personen nach TRBS 1203; Regelmäßige Schulungen zu den Themen Anlagenbau, Sicherheitstechnik, Störungsbehebung, IT/OT-Sicherheit.

    • Arbeitsfreigaben Einheitliche Genehmigungsprozesse (Permit-to-Work, LOTO), MR/MRL-Zutrittsregeln, Rettungsräume; Abstimmung mit dem Brandschutz/der Haustechnik.

    • Wissensmanagement-Fehlerbibliothek, Checklisten-Aktualisierungen, Lessons Learned; Verwendung von Telemetrie/Analytik zur Anpassung von Wartungsplänen.

    Lieferumfang

    • Anlagenspezifische Wartungspläne und Inspektionschecklisten (konform nach EN 13015).

    • Vollständige digitale Wartungs-/Reparaturberichte mit Messwerten, Fotos, Freigaben.

    • Ersatzteilkatalog mit Kritikalitätsklassen, Mindestbeständen und Lieferzeiten.

    • Monatliche KPI-Berichte (FTFR, MTTR, Planerfüllung, wiederholte Störungen) inkl. Maßnahmenplänen.

    • Nachweis der Qualifikation, Kalibrierung der Prüfmittel, EHS-Konformität.

    Hinweis:

    Dieser Leistungsumfang optimiert messbar Sicherheit, Verfügbarkeit und Lebenszykluskosten. Die Kombination aus präventiver Kompetenz, datenbasierter Diagnose und konsistenter Dokumentation sorgt für eine hohe Erstsanierungsquote und eine revisionssichere Compliance.

    Empfehlungen für die Durchführung von Ausschreibungen

    • Spezifizieren Sie die Liste der DienstleistungenGeben Sie das Schuldregister, die Prozesslandkarte und die Schnittstellen (REST/JSON, Webhooks, CSV-Fallback) in den Auftragsunterlagen an; Richten Sie das Datenmodell an der EN 13015/VDI 3810-6 aus.

    • Definition eines SLA/KPI-Katalogs mit Formeln, Messregeln und Eskalationslogik als Teil des Vertrags; Definieren Sie Bonus/Malus klar.

    • Eignungs- und Bewertungslogik konsequent anwendenKO-Kriterien: BetrSichV/TRBS-Konformität, EN 50518 (für externe Leitstelle), ISO 27001 Geltungsbereich, Open Data Access/Anti-Lock-in.

    • Verwenden Sie die Auswertungsmatrix, planen Sie Anhörungen/POCs (API-/Webhook-Demo, Notruf-Failover, Telemetrie-Pilot).

    • Vertrags- und Compliance-SicherheitVerabschiedung von Musterklauseln (Datenhoheit, IT-Sicherheit, ZÜS-Koordination, Prüfungsrechte, Ausstiegsplan).

    • Verantwortlichkeiten und Vertretung (24/7) sowie Sperr-/Freigaberechte bei P1-Mängeln verbindlich regeln.

    Implementierung und Governance

    • Phase OnboardingPhase 1: Bestandsaufnahme, ZÜS-Status, Gefährdungsbeurteilung inkl. EN 81-80; Ziel für die Datenqualität ≥ 98 %.

    • Phase 2: Stabilisierung (Wartungspläne, Notfall-SOPs, Termin-/Defekt-Workflow), KPI-Baseline, Quick Wins (Türsysteme).

    • Phase 3: Überwachung/Remote, Modernisierungs-Roadmap (Sicherheit/Energie), SLA-Performance-Optimierung.

    • RollendefinitionAufzugsbeauftragter als operativer zentraler Ansprechpartner; VEFK für DGUV V3; Klare Eskalationsmatrix und Vertretungsregel 24/7.

    Hinweis:

    KontrolleMonatliche KPI-Berichterstattung mit RCA, vierteljährliche Managementüberprüfung; CAPA-Tracking und PDCA-Zyklus obligatorisch.

    Bedeutung von Dokumentation und Qualitätssicherung

    • Digitales Aufzugsbuch als Single Source of TruthRevisionssichere, zeitnahe Dokumentation aller Wartungen/Inspektionen/Störungen/Notrufe; API-gestützte Übergaben; Prüfpfad/WORM.

    • Sicherstellung der Qualität von Prüf- und MessgerätenKalibrierkette; Blockieren ungültiger Geräte; Verankern Sie DGUV V3-Zertifikate in Prüfdateien.

    • Test- und AbnahmekulturFAT/SAT für Notruf, Telemetrie, Schnittstellen; regelmäßige Notruftests (wöchentlich/monatlich 100%) und jährliche Evakuierungsübungen; Wenden Sie Zulassungskriterien konsequent an ("P1 = 0 offen").

    Kontinuierliche Verbesserung und Innovation

    • Datengesteuerte OptimierungNutzen Sie Telemetrie-/KPI-Trends, um die Wartungshäufigkeit basierend auf dem Risiko anzupassen, Wiederholungsfehler zu vermeiden und die FTFR (Teileprädisposition, Ferndiagnose) zu erhöhen.

    • Priorisierung der ModernisierungP1/P2-Abweichungen (EN 81-80) zuerst; dann Energie- und Komforthebel (VVVF, Rekuperation, LED/Standby, Barrierefreiheit); Ziel: mindestens Klasse B (VDI 4707), A mit vollständiger Modernisierung.

    • Geordnete Pilotierung von ZukunftstechnologienKI-Anomalieerkennung, AR-Assistenz, Testen von Selbstheilungsfunktionen bei kontrollierten Piloten mit klaren Erfolgskriterien (Verfügbarkeit, MTTR, Energie); Übersetzen Sie Ergebnisse in Standards.

    Risiken und Erfolgsfaktoren

    • Kritische Risiken: unvollständige Datenbank, unklare Verantwortlichkeiten, proprietäre Schnittstellen (Lock-in), unzureichende Ausfallsicherheit von Notrufen, mangelnde IT-Sicherheit/Patch-Disziplin.

    • Erfolgsfaktoren: starke Governance (RACI), offene IT-Architektur, belastbare Ersatzteil-/Ressourcenplanung, Schulung/Unterweisung (TRBS 3121/1203), konsequente RCA-Kultur.

    SLA/KPI-Checkliste (schneller Überblick)

    • VerfügbarkeitFormel: 100 × (Betriebszeit – ungeplante Ausfallzeiten) / Betriebszeit

    • Ziel: ≥ 99,5%/Quartal

    • Quelle: Telemetrie/Status, Freigabeprotokolle

    MTTR-Formular: Gesamtwiederherstellungszeiten / Anzahl der Reparaturen

    • Ende: ≤ 4 h (kritisch), ≤ 6 h (andere)

    • Quelle: Tickets, Release-Zeiten

    MTBF-Werkzeug: Betriebszeit / Anzahl relevanter Ausfälle (> 5 min)

    • Ziel: Trend ↑ (jährlich +10 % gegenüber dem Ausgangswert)

    • Quelle: Telemetrie, Ticketklassifizierung

    First-Time-Fix-Rate (FTFR)Formel: Vorgänge mit Erstreparatur / Totalreparatur

    • Ziel: ≥ 85 % (kombiniert ≥ 90 %)

    • Quelle: Anwendungsberichte, Teileprotokolle

    TürausfallrateFormel: 1.000 × Türfehler / Türzyklen

    • Ziel: 0,8 ≤ (kritischer ≤ 0,5)

    • Quelle: Steuerungs-/Telemetriedaten

    KPIs für NotrufeAkzeptanz ≤ 60 s (95 %); Disposition ≤ 5 min; Ankunft ≤ 30/45 min (90%); Befreiung ≤ 60 min (95%); Testrate: 100% / Monat

    • Quelle: Control Center Protocols

    Einhaltung des Wartungsplans: 100 % (Toleranz ± 7 Tage, kritischer ± 3)

    • ZÜS/DGUV V3 Fristen: 100 %

    • Quelle: Bestell-/Terminkalender

    Qualität der DokumentationVollständigkeitder Daten: ≥ 98% Pflichtfelder/Anhang; Frische: ≥ 95 % ≤ 48 h

    • Quelle: Elevator Book Validations

    • Hinweise zur Messung: Zeitbasis UTC, geplante Stillstände aus Verfügbarkeitsmetriken ausschließen, höhere Gewalt separat markieren.

    Compliance-Matrix (Struktur)

    • Spaltenvorschlag:Anfrage (Kurzbeschreibung)

    • Verweis auf das Gesetz/die Norm (z.B. BetrSichV §..., TRBS ..., EN ...)

    • Nachweis der Implementierung (Prozess, Technologie, Schulung)

    • Nachweise (Dok.-ID, Link, Datum)

    • Verantwortlicher (Rolle)

    • Frist/Status (offen/teilweise/erfüllt)

    Pflegehinweis

    Vierteljährliche Aktualisierung, Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb von 60 Tagen einarbeiten, Audit-Trail aktiv.

    Evaluationsformular (Struktur)

    • Bieter-/Losdaten: Bietername, Los, Datum, Bewerter

    • KO-Test: Rechtskonformität, EN 50518 (falls extern), ISO 27001, digitales Fahrtenbuch mit API/Export, Anti-Lock-in

    • Punktekriterien (0–10, mit Gewichtung): Legal Compliance, SLA-Performance, Notruf/Befreiung, Monitoring/IoT, Schnittstellen/Logbuch, IT/Cyber, Wartungsprozess, ZÜS/Compliance, ESG/Energie/Barrierefreiheit, Herstellerunabhängigkeit, Referenzen

    • Preisbewertung: TCO, Annahmen

    • POC/Hearing: API/Webhook-Test, Failover für Notrufe, Telemetrie-Demo

    • Ergebnis: Technischer Score, Preis-Score, Gesamt-Score, Risikohinweise, Empfehlung

    FAT-Vorlage (Werksabnahme)

    • Meta: Projekt/Anlage, Hersteller/Version, Datum, Inspektor, Kalibrator-ID

    • Prüfliste: Notfallgerät/Controller: Firmware, Audio, Asset-ID, Heartbeat

    • Sicherheit: TLS, Zertifikate, OAuth2/OIDC, Rollen/Bereiche

    • API: Endpunkte, SemVer, Fehlercodes, Ratenbegrenzungen, Idempotenz

    • Telemetrie: MQTT/HTTPS, Themen, QoS, Store-and-Forward

    Ergebnis:

    Pass/Fail pro Testfall, Abweichungsbericht (P1–P3), CAPA, Wiederholungstesttermine

    Freigabe:

    Unterschrift, Liste der Bedingungen

    SAT-Vorlage (Vor-Ort-Abnahme)

    • Meta: Standort, Asset ID, Datum, Teilnehmer (AG/AN/ZÜS/VEFK)

    • Prüfungen: Notruf E2E (EN 81-28): Auslöse-→Annahmezeit, Dispatching, Failover IP→GSM, Audio-/Display-Prüfung

    • Telemetrie: Ereignislatenz ≤ 60 s, Datenvollständigkeit 24 Stunden, Stromausfall-/Wiederherstellungstest

    • Schnittstellen: Webhook-Ticket, Dokumenten-Upload mit Hash→, RBAC

    • BMA/BMS: Brandlogik im Brandfall, keine Schreibvorgänge im Brandmodus

    • DGUV V3: Isolations-/Schutzleitermessung (Werte), Sicht-/Funktionsprüfung

    • ZÜS (falls erforderlich): Befunde, Klassifizierung von Mängeln

    • Kriterien: P1 = 0 offen, P2 mit Termin-/Zwischenschutz, SLA-Leistung erreicht

    • Ergebnis: Protokoll, Freigabe-/Sperrvermerk der Anlage, Maßnahmenkatalog

    Prüfbericht (laufende Inspektionen/Wartungen)

    • Informationen: System, Datum/Uhrzeit, Personal/Qualifikation, Messgeräte (Kalibrierr.)

    • Prüfpunkte: Türen (Kräfte/Zeiten), Antrieb/Bremse/OSG, UCM, Notruf, Notbeleuchtung, Steuerung (Sicherheitskreise), Kabine/Schacht/MR/MRL, Brandfunktion

    • Messergebnisse (Soll/Ist), Fotos, Befunde, Mängel P1–P3, Termine, Freigabe/Unterschrift

    • Übergabe: API-Upload, Audit-Trail-ID