Planungsbegleitendes FM im Aufzugswesen Planungsbegleitendes Facility Management im Aufzugswesen integriert betriebliche Anforderungen bereits in der Planungsphase von Neubau- oder Modernisierungsprojekten. Betreiber, Planer und FM-Verantwortliche berücksichtigen Wartungszugänglichkeit, Betriebssicherheit, Energieeffizienz und langfristige Instandhaltungsstrategien. Diese frühzeitige Einbindung unterstützt eine wirtschaftliche Anlagenplanung, reduziert spätere Betriebsrisiken und erleichtert Wartung sowie technische Betreuung der Aufzugsanlagen im Gebäudebetrieb.
Zielsetzung für effektives Incident Management im Facility Management Zielsetzung des bFM bei Aufzugsanlagen Sicherstellung der technisch und organisatorisch betreibbaren Aufzugsanlage
Integration der Aufzugsanlage in Wartung, Prüfung, Instandhaltung und Betreiberpflichten
Berücksichtigung von Zugang, Wartungsräumen, Notrufsystemen und Reinigbarkeit
Schnittstellenklärung zwischen GU-Ausbau, TGA-Planung, Betreiber und Wartungsdienstleister
Optimierung der Lebenszykluskosten durch gute Zugänglichkeit, Dokumentation und Prüfbarkeit
Projektphasen mit FM-relevanten Aufgaben Bedarfsklärung, Förderhöhe, Nutzung, Sicherheitskonzept
Prüfung auf Wartbarkeit, Zugänglichkeit, Erschließung
Begleitung der Planung von Schacht, Technikraum, Notruf
Bewertung technischer Leistungsbeschreibung auf FM-Tauglichkeit
Kontrolle auf Einhaltung von Wartungsschnittstellen, Platzbedarf
Integration in Betreiberverantwortung, CAFM, Schulung, Notrufaufschaltung
Zugang und Wartungsfreundlichkeit freie Zugänglichkeit des Maschinenraums (nicht über Zwischendecken oder fremde Technikräume)
sichere Zugänge zu Schachtkopf und Schachtgrube
Wartungszonen freihalten (mind. 1 m² Arbeitsfläche vor Schaltkasten etc.)
keine Fremdnutzung von Technikflächen durch Dritte
Schacht, Maschinenraum und Sicherheitstechnik ausreichende Beleuchtung nach ASR A3.4
rutschhemmender Bodenbelag (R 9)
Notrufsystem mit Verbindung zu besetzter Stelle (nach EN 81-28)
Platz für Rückmeldung / Steuerung (z. B. für Feuerwehr oder GLT)
Integration von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen bei Außenaufzügen
Notruf, Interventionsorganisation und Betreiberpflicht Notruf muss an ständig besetzte Stelle aufgeschaltet sein
Organisation der Personenbefreiung (Interventionszeit ≤ 30 min)
Dokumentation der Notrufprüfung (monatlich) und Notrufvertrag
Aufzugsbuch mit Prüf-, Wartungs- und Mängelhistorie bereitstellen
Schnittstellenklärung im Projektverlauf Zugang zur Steuerungseinheit, Trassierung Strom/Notstrom
Türgrößen, Schachtabmessung, Maschinenraumlage
Meldungen, Prüfzyklen, Anlagennummer, Überwachung
Übernahme technischer Schnittstellen, Kontrolle auf Wartbarkeit
Abstimmung zu Wartungskonzept, Inbetriebnahme, Abnahme
Integration in CAFM und Betreiberverantwortung Aufnahme aller relevanten Stammdaten (Typ, Seriennummer, Baujahr, Förderhöhe, Haltestellen)
Definition der Wartungs-, Prüf- und Dokumentationszyklen
Zuweisung der Betreiberpflichten gemäß VDI 3810 Blatt 6
Dokumentation von Prüfberichten, Mängeln, Nachweisen im digitalen Aufzugsbuch
Zuordnung zu FM-Dienstleister, Wartungsunternehmen, Notrufaufschaltung
Begleitung der Inbetriebnahme und Übergabe Prüfung der Übergabedokumente (EN 81-20, -50, Konformitätserklärung, Prüfbericht ZÜS)
Organisation der Schulung / Einweisung des Facility Managements
Aufschaltung Notrufsystem und Testlauf vor Übergabe
Dokumentation der Schnittstellen (z. B. Rauchmelder, Strom, GLT-Konnektivität)
Protokollierung aller Übergabepunkte und Verantwortlichkeiten
Erfolgsfaktoren für das bFM bei Aufzugsanlagen Vermeidung von späteren Umplanungen oder Betriebsrisiken
Kein unbefugter Zutritt zu Technikräumen
Einhaltung Prüfzyklen, geringere Folgekosten
VDI 3810-6, DIN EN 13015-konform dokumentieren
Datenstrukturen gleich mit aufbauen