Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Hebebühnen für Personen (mit Sturzgefahr > 3 m)

Facility Management: Aufzugsmanagement » Strategie » Dokumente » Hebebühnen für Personen (mit Sturzgefahr > 3 m)

Hebebühnen für Personen mit Sturzgefahr im Aufzugsmanagement dargestellt

Hebebühnen für Personen (mit Sturzgefahr > 3 m)

Personen-Hebeplattformen mit Absturzhöhen von mehr als 3 Metern sind in Deutschland als überwachungsbedürftige, besonders sicherheitskritische technische Anlagen eingestuft. Das Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG) verpflichtet Betreiber, solche Anlagen so zu errichten und zu betreiben, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet sind und Gefährdungen erkannt und vermieden werden. Für Personen-Hebeplattformen müssen im gesamten Lebenszyklus wiederkehrende Prüfungen durchgeführt und etwaige Mängel unverzüglich behoben werden. Zudem führen die Länder ein Anlagenkataster, in das Betreiber und Überwachungsstellen alle relevanten Anlagendaten und den Prüfstatus eintragen.

Neben diesen gesetzlichen Vorgaben gelten Vorgaben aus dem Bau-, Arbeits-, Maschinen- und Anlagenrecht (z. B. Betriebssicherheitsverordnung und Maschinenrichtlinie) sowie Normen wie HOAI und VDI 6026 für die Dokumentation und Errichtung technischer Anlagen. Eine vollständige, phasenbezogene und revisionssichere Dokumentation ist Voraussetzung für Genehmigung, Abnahme, sicheren Betrieb und den Nachweis der Betreiberpflichten. Das Facility Management muss die Unterlagen im Sinne einer Betreiberdokumentation ständig pflegen, um Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS), Haftungsfragen und Versicherungsangelegenheiten rechtssicher zu erfüllen.

Hebebühnen für Personen über drei Meter

Abnahmeprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Abnahmeprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Formeller Nachweis der vertrags- und normgerechten Errichtung der Hebeplattform; legt den Zeitpunkt der Abnahme und damit den Beginn der Gewährleistungsfristen fest .

Relevante Regelwerke

Bürgerliches Gesetzbuch (§ 640 BGB), HOAI (§ 15 – Schlussrechnung), VOB/A 2019.

Wesentliche Inhalte

Abnahmedatum und Teilnehmer
Umfang der Prüfung
festgestellte Mängel oder Vorbehalte
Freigabe zum Betrieb.

Verantwortlich

Auftraggeber (Betreiber) und Auftragnehmer (Hersteller/Errichter); der Objektbetreuer kann das Protokoll führen.

Praxisbezug FM

Start der Gewährleistungsphase und Grundlage für das Gewährleistungs- und Vertragsmanagement; Versicherungsnachweis und Voraussetzung für die Betriebsgenehmigung.

Erläuterung

Das Abnahmeprotokoll dokumentiert den rechtsverbindlichen Übergang der Hebeplattform vom Lieferanten in den Betreiberzustand. Erst mit Abnahme wird der Werklohn fällig, die Gewährleistungsfristen beginnen und der Betreiber übernimmt die Verantwortung. Im Facility Management dient das Protokoll als Nachweis, dass die Anlage ordnungsgemäß gebaut und übergeben wurde, und ermöglicht die klare Abgrenzung von Haftungsrisiken. Es enthält das Abnahmedatum, den Prüfumfang, Mängel und Vorbehalte sowie die Freigabe zum Betrieb. Die Aufnahme der Beteiligten (Auftraggeber, Auftragnehmer und ggf. Sachverständige) ist wichtig, um Zuständigkeiten zu dokumentieren.

Angebot – Bauleistungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebotsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Grundlage für die wirtschaftliche und technische Bewertung der Bauleistungen; bildet die Basis der Vergabeentscheidung.

Relevante Regelwerke

VOB/A 2019 (§ 7 Leistungsbeschreibung, § 8 Vergabeunterlagen), Vergabeverordnung (VgV).

Wesentliche Inhalte

Preise und Leistungsverzeichnisse
technischer Leistungsumfang
Nebenangebote und Alternativen
Angaben zu Subunternehmern.

Verantwortlich

Bieter (Hersteller/Errichter); Auftraggeber sorgt für transparente Vergabeunterlagen.

Praxisbezug FM

Dient dem Facility Management zur Kostenkontrolle und Nachvollziehbarkeit der beauftragten Leistungen; bildet die Referenz für Vertrags- und Nachtragsprüfungen.

Erläuterung

Die VOB/A fordert eine eindeutige Leistungsbeschreibung und legt fest, dass die Vergabeunterlagen alle Informationen enthalten müssen, damit Bieter gleichwertige Angebote abgeben können. Die Angebotsunterlagen umfassen Preise, Leistungsumfang, technische Spezifikationen und etwaige Nebenangebote. Für das Facility Management sind diese Unterlagen wichtig, um später Mehr- oder Minderleistungen nachzuvollziehen, Kostenvergleiche anzustellen und Nachträge zu prüfen. Die Dokumentation ermöglicht eine transparente Vergabe und dient als Grundlage für den Abnahme- und Gewährleistungsprozess.

Anlagenbeschreibung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Verständliche Darstellung von Aufbau, Funktion und Sicherheitskonzept der Hebeplattform; dient als technische Grundinformation für Betrieb und Wartung.

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphasen 2–4), VDI 6026 (Dokumentation in der technischen Gebäudeausrüstung).

Wesentliche Inhalte

Tragfähigkeit und zulässige Nennlast
Hubbereich (maximale Hubhöhe, Geschwindigkeiten)
Beschreibung der Sicherheits- und Notfunktionen (Notsteuerung, Notabsenkung, Überlastschutz)
verwendete Energieversorgung und Antriebstechnik.

Verantwortlich

Fachplaner der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) bzw. Hersteller; in Abstimmung mit dem Betreiber.

Praxisbezug FM

Dient als zentrale Betriebsreferenz; Grundlage für Betriebseinweisung, Gefährdungsbeurteilung und Störungsanalyse.

Erläuterung

Die Anlagenbeschreibung fasst die wesentlichen technischen Daten der Hebeplattform zusammen und erläutert deren Funktionsweise. Nach VDI 6026 müssen Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen den Aufbau der Anlage verständlich darstellen, damit eine wirksame Inbetriebnahme und ein sicherer Betrieb möglich sind. Dazu gehört die Angabe der Tragfähigkeit und des Hubbereichs, der Antriebstechnik sowie der Sicherheits- und Notfunktionen. Die Beschreibung ermöglicht dem Facility Management, das Personal zu unterweisen und im Störungsfall rasch die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Anlagenbuch / Asset Book

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen-/Assetbuch

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Lebenszyklus-Dokumentation der Hebeplattform; erfasst technische Daten, Wartungshistorie und Kosten und dient als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern.

Relevante Regelwerke

DIN 32835-1, VDI-MT 3810-1, VDI 6070-1 (Anlagenbetrieb), VDI 3810 (Betreiberpflichten).

Wesentliche Inhalte

Identdaten (Hersteller, Typ, Seriennummer, Standort)
Inbetriebnahmedatum, Betriebsstunden
Wartungsintervalle und Wartungshistorie (Datum, Umfang, Ergebnisse)
Kosten, Modernisierungen, Stilllegungen
Störungs- und Änderungsprotokolle.

Verantwortlich

Betreiber bzw. Facility Management (führt das Asset Book, oft als Teil des CAFM-Systems).

Praxisbezug FM

Kerninstrument des strategischen Facility Managements: unterstützt Asset-, Kosten- und Ersatzteilplanung, Nachweis bei Audits, Versicherungs- und Behördenprüfungen.

Erläuterung

Das Anlagenbuch, auch Asset-Register genannt, enthält alle Informationen zur technischen Ausstattung und Historie der Hebeplattform. Es listet Geräte mit Typ, Seriennummer, Standort und Inbetriebnahmedatum auf und dokumentiert Wartungsintervalle sowie alle Prüf- und Wartungsnachweise. Änderungen, Störungen und Ansprechpartner werden erfasst, damit Verantwortlichkeiten klar nachvollziehbar sind. Das Anlagenbuch erfüllt die Anforderungen der Betreiberpflichten und dient als zentrales Nachweisdokument bei Audits und Versicherungsprüfungen. Im Facility Management bildet es die Grundlage für Instandhaltungs- und Investitionsentscheidungen.

Anlagenregister – Überwachungsbedürftige Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenregister / Eintragung in das Anlagenkataster

Zweck & Geltungsbereich

Gesetzliche Erfassung überwachungsbedürftiger Anlagen in einer Datei führenden Stelle; stellt sicher, dass Prüf- und Überwachungsdaten zentral verfügbar sind.

Relevante Regelwerke

ÜAnlG § 11 (Anlagenkataster).

Wesentliche Inhalte

Angaben zum Standort, Namen und Kontakt des Betreibers
eindeutige Identifikation und sicherheitstechnische Beschreibung der Anlage
Meldung des Prüfstatus nach jeder Prüfung.

Verantwortlich

Bundesländer als datenführende Stellen; Meldung der Daten durch die zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) und den Betreiber.

Praxisbezug FM

Der Betreiber muss die laufende Aktualität der Registerdaten sicherstellen; das Anlagenregister ist Grundlage für behördliche Nachweise und Koordination von Prüfungen.

Erläuterung

Gemäß § 11 ÜAnlG richten die Länder zur Erfassung überwachungsbedürftiger Anlagen ein Anlagenkataster ein. Zugelassene Überwachungsstellen müssen dem Kataster Standort- und Betreiberangaben sowie nach jeder Prüfung den Prüfstatus übermitteln. Damit unterstützt das Register die Aufsichtsbehörden bei ihrer Arbeit. Für Hebeplattformen > 3 m ist die Eintragung verpflichtend; das Facility Management muss sicherstellen, dass sämtliche Änderungen, Betreiberdaten und Prüfergebnisse zeitnah gemeldet werden. Die Eintragung ist Voraussetzung für den rechtssicheren Betrieb und für die Überwachung durch Behörden.

System- und Funktionsschema

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

System- und Funktionsschema (Systemdiagramm)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der funktionalen und sicherheitstechnischen Zusammenhänge der Hebeplattform; zeigt Bewegungsabläufe, Steuerungslogik und Sicherheitsketten.

Relevante Regelwerke

VDI 6026-1 – Dokumentation in der technischen Gebäudeausrüstung; DIN EN 81-41 (Sicherheitsregeln für Personen- und Lastenaufzüge, Plattformlifte).

Wesentliche Inhalte

grafische Darstellung des Antriebs- und Hubsystems
Bewegungsabläufe und Sicherheitsketten (z. B. Endschalter, Überlastsensoren)
Steuer- und Bremssysteme
Schnittstellen zu Notruf- und Gebäudeleitsystemen.

Verantwortlich

Errichter/Installateur bzw. Fachplaner; in Abstimmung mit dem Hersteller.

Praxisbezug FM

Erleichtert Wartung, Fehlerdiagnose und Notfallmanagement; bildet die technische Referenz für Modernisierungen und Anpassungen.

Erläuterung

System- und Funktionsschemata visualisieren die Zusammenhänge von Antrieb, Steuerung und Sicherheitsfunktionen der Hebeplattform. Die VDI 6026 fordert, dass solche Diagramme Bestandteil der Planungs- und Revisionsunterlagen sind, um die Komplexität der technischen Gebäudeausrüstung beherrschbar zu machen. Für Hebeplattformen zeigt das Schema die Bewegungsabläufe, Sicherheitsketten und Steuerlogik. Im FM unterstützt es bei Wartung, Störungsdiagnosen und Notfällen – die schnelle Identifikation von Schutzeinrichtungen oder Abschaltkreisen kann im Störungsfall entscheidend sein.

Antrag auf Abweichung von der BetrSichV

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Antrag auf Abweichung von der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Zweck & Geltungsbereich

Genehmigung alternativer oder zusätzlicher Schutzmaßnahmen bei besonderen baulichen oder betrieblichen Randbedingungen.

Relevante Regelwerke

Betriebs-Sicherheitsverordnung (BetrSichV) § 19 (Ausnahmen/Abweichungen).

Wesentliche Inhalte

Begründung der Abweichung (z. B. bauliche Einschränkungen)
Beschreibung der Ersatz- oder Schutzmaßnahmen
Risikobewertung und Wirksamkeitsnachweis
ggf. Gutachten durch Sachverständige.

Verantwortlich

Arbeitgeber/Betreiber der Hebeplattform; Einreichung bei der zuständigen Behörde.

Praxisbezug FM

Ermöglicht einen rechtssicheren Sonderbetrieb, wenn Standardregelungen nicht umgesetzt werden können; FM koordiniert die Antragstellung und Umsetzung der Ersatzmaßnahmen.

Erläuterung

§ 19 BetrSichV erlaubt der zuständigen Behörde, auf schriftlichen Antrag des Arbeitgebers Ausnahmen oder Abweichungen von bestimmten Anforderungen zu genehmigen, wenn die Durchführung der Verordnung zu unverhältnismäßigen Belastungen führen würde und andere Maßnahmen den Schutz der Beschäftigten gewährleisten. Der Antrag muss die Gründe, die betroffenen Arbeitsmittel und Tätigkeiten sowie die vorgesehenen Schutzmaßnahmen enthalten; die Behörde kann die Vorlage eines Sachverständigengutachtens verlangen. Für Personen-Hebeplattformen kann dies z. B. bei räumlichen Besonderheiten oder Bestandsschutz der Fall sein. Das Facility Management sorgt dafür, dass alle Risiken bewertet, Ersatzmaßnahmen dokumentiert und die Genehmigung der Behörde eingeholt werden.

Antrag auf behördliche Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der öffentlich-rechtlichen Zulässigkeit der Installation; Voraussetzung für Bau und Inbetriebnahme der Hebeplattform.

Relevante Regelwerke

Landesbauordnung, HOAI (Leistungsphasen 4–5), Maschinenverordnung, ggf. Aufzugsverordnung und DIN EN 81-41.

Wesentliche Inhalte

Technische Unterlagen (Pläne, Berechnungen, Sicherheitsnachweise)
Lagepläne und Fundament-/Bauanschlüsse
Nachweis der Flucht- und Rettungswege
Begründung der Ausführung und Sicherheitskonzept.

Verantwortlich

Fachplaner TGA bzw. Architekt im Auftrag des Bauherrn; Abstimmung mit Behörden (Bauaufsicht, Arbeitsschutz, ggf. Denkmalschutz).

Praxisbezug FM

Die Genehmigungsunterlagen sind dauerhaft aufzubewahren und bei behördlichen Prüfungen oder ZÜS vorzulegen; FM überwacht die Einhaltung der Auflagen und die Aktualität der Dokumente.

Erläuterung

Vor Errichtung einer Personen-Hebeplattform ist eine behördliche Genehmigung erforderlich, weil Eingriffe in die Gebäudehülle, Tragwerksplanung und Sicherheitskonzepte betroffen sind. Die Genehmigungsunterlagen umfassen technische Pläne, statische Berechnungen, Brandschutz- und Rettungswegkonzepte sowie Nachweise der Einhaltung der Maschinenrichtlinie und der harmonisierten Normen (z. B. DIN EN 81-41 für Plattformlifte). Diese Unterlagen müssen gemäß HOAI und Landesbauordnung erstellt und bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Für das Facility Management sind sie dauerhaft aufzubewahren, da sie bei späteren Prüfungen und Umbauten als Referenz dienen.

Übersicht der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungs- und Fristenübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Steuerung von Mängel- und Haftungsansprüchen; dokumentiert die Verjährungsfristen je nach Vertragsgrundlage (BGB oder VOB/B).

Relevante Regelwerke

Bürgerliches Gesetzbuch § 634a (Verjährungsfristen), VOB/B § 13 (Mängelansprüche).

Wesentliche Inhalte

Verjährungsfrist BGB: 5 Jahre für Bauleistungen und Planungsleistungen
Verjährungsfrist VOB/B: 4 Jahre für Bauleistungen
Dokumentation des Abnahmedatums und der verantwortlichen Firmen
Fristen für Unterbrechungen und Hemmungen.

Verantwortlich

Fachplaner TGA und Facility Management; pflegen die Fristentabelle und überwachen Gewährleistungsansprüche.

Praxisbezug FM

Die Übersicht ermöglicht eine aktive Fristenüberwachung und rechtzeitige Mängelanzeige; bildet die Grundlage für Gewährleistungsmanagement und Nachverfolgung von Mängeln.

Erläuterung

Nach § 634a BGB verjähren Mängelansprüche bei Bauwerken und den dazugehörigen Planungsleistungen fünf Jahre nach Abnahme. Wenn die Vertragsbedingungen die VOB/B einbeziehen, beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche vier Jahre. Die Übersicht der Verjährungsfristen listet alle beauftragten Unternehmen sowie Abnahmedaten und dient dem Facility Management zur termingerechten Geltendmachung von Mängeln. Digitale Überwachungssysteme (z. B. in CAFM-Programmen) erleichtern die automatische Erinnerung an Fristabläufe und reduzieren das Risiko des Fristversäumnisses.

Aufmaß / Messungen – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß- und Messunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Mengen- und Leistungsangaben für die technische Ausrüstung; Grundlage für Abrechnung und Kostenkontrolle.

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphase 5: Ausführungsplanung), VOB/C (DIN 18382 für maschinentechnische Anlagen).

Wesentliche Inhalte

Abmessungen der Hebeplattform (Hubhöhen, Plattformmaße)
Dokumentation der eingebauten Komponenten und Mengen
Erfasste Abweichungen zwischen Planung und Ausführung
Prüfergebnisse von Messungen.

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Ingenieure und ausführende Unternehmen.

Praxisbezug FM

Dient der Plausibilisierung von Rechnungen und der Dokumentation des Ist-Zustands; Grundlage für Kostenkontrolle und Ersatzteilmanagement.

Erläuterung

Aufmaß- und Messunterlagen dokumentieren die tatsächlichen Abmessungen und Mengen der eingebauten Komponenten. Sie sind Teil der Ausführungsunterlagen nach HOAI und dienen der Abrechnung sowie der Kostenkontrolle. VOB/C verlangt normgerechte Mengenermittlungen, damit die Abrechnung transparent und nachprüfbar ist. Für das Facility Management sind diese Unterlagen wichtig, um Rechnungen zu plausibilisieren, Abweichungen zur Planung festzustellen und die Grundlage für Ersatzteilbestellungen zu schaffen. Sie unterstützen auch spätere Umbauten oder Erweiterungen, indem sie den dokumentierten Ist-Zustand bereitstellen.

Nachweise über die Überprüfung von Schutzmaßnahmen (überwachungsbedürftige Anlagen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Überprüfungsnachweise Schutzmaßnahmen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Wirksamkeit aller sicherheitstechnischen Schutzmaßnahmen

Relevante Regelwerke

ÜAnlG (Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen)

Wesentliche Inhalte

Prüfanlass
Schutzmaßnahmen
Bewertung
Abhilfemaßnahmen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Behördliche Überwachung, Haftungs- und Nachweissicherung

Erläuterung

Betreiber müssen die Wirksamkeit technischer Schutzmaßnahmen vor der ersten Inbetriebnahme und regelmäßig danach überprüfen. Die Prüfungen dokumentieren Gefährdungsbeurteilung, angewandte Schutzmaßnahmen, deren Bewertung sowie erforderliche Abhilfemaßnahmen. Sie sind Grundlage für Genehmigungen und dienen als Beleg gegenüber Behörden und Versicherern, dass die Anlage entsprechend den Vorgaben des ÜAnlG sicher errichtet und betrieben wird.

Prüfaufzeichnungen für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokolle Arbeitsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung vor Inbetriebnahme und wiederkehrend

Relevante Regelwerke

BetrSichV, TRBS 1201

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Prüfergebnis
Fristen
Maßnahmen

Verantwortlich

Zur Prüfung befähigte Person

Praxisbezug FM

Betreiberpflichten, Audit- und Versicherungsnachweis

Erläuterung

Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt für alle Arbeitsmittel, einschließlich Personen-Hebeplattformen, eine Gefährdungsbeurteilung und regelmäßige Prüfungen. Die TRBS 1201 konkretisiert die Prüfabläufe: Es sind ordnungs- und technische Prüfungen durchzuführen, in denen der Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand verglichen und Abweichungen bewertet werden. Prüfintervalle werden anhand der Gefährdungsbeurteilung festgelegt; bei überwachungsbedürftigen Anlagen gelten gesetzliche Mindestfristen, und Teile der Prüfungen müssen von zugelassenen Überwachungsstellen ausgeführt werden. Die Ergebnisse, Fristen und Maßnahmen sind in Prüfprotokollen zu dokumentieren und bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren. Bei Nutzung des Arbeitsmittels außerhalb des Betriebs ist der Nachweis mitzuführen. Diese Protokolle sind zentrale Sicherheits- und Haftungsnachweise und Grundlage für die Freigabe oder Stilllegung der Hebeplattform.

Prüfprotokolle für elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Elektrische Prüfprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit

Relevante Regelwerke

VDE 0701/0702, DGUV Vorschriften 3 und 4, DGUV-Information 203-070/203-071

Wesentliche Inhalte

Messwerte
Schutzmaßnahmen
Mängel
Prüffristen

Verantwortlich

Elektrofachkraft / Prüfer

Praxisbezug FM

Arbeitssicherheit, Versicherungsfähigkeit

Erläuterung

Die DGUV-Information 203-070 beschreibt die Durchführung und Dokumentation der wiederkehrenden Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel. Die Prüfungen umfassen Sicht- und Funktionskontrollen sowie Messungen des Schutzleiter- und Isolationswiderstands, des Schutzleiter- und Berührungsstroms und anderer sicherheitsrelevanter Werte. Das Protokoll muss Angaben zur Identifikation des Betriebsmittels, Einsatzort, Datum und Umfang der Prüfung, verwendetes Prüfgerät, Messverfahren, Messwerte, Prüfergebnis sowie Prüfer und Unterschrift enthalten. Der Nachweis kann in einer Gerätekartei, einem Prüfbuch oder elektronisch erfolgen und wird durch Prüfplaketten ergänzt. Nach jeder Prüfung ist der nächste Termin so festzulegen, dass das Betriebsmittel bis dahin sicher verwendet werden kann; die Prüffrist richtet sich nach Einsatzbedingungen und Fehlerquote und beträgt bei ortsveränderlichen Geräten in der Regel sechs Monate (auf Baustellen drei Monate) und maximal ein Jahr. Die DGUV-Information 203-071 verpflichtet den Unternehmer, elektrische Anlagen und Betriebsmittel nur in ordnungsgemäßem Zustand bereitzustellen und wiederkehrend prüfen zu lassen; sie gibt Hinweise zur Festlegung angemessener Prüffristen, zur Dokumentation und Kennzeichnung. Die Prüfungen werden von Elektrofachkräften durchgeführt und dienen dem Schutz der Beschäftigten und der Haftungssicherheit.

Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für die Vergabe

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Einbaulage
Hubhöhen
Sicherheitszonen

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Vertragsklarheit, Bewertung von Nachträgen

Erläuterung

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) gliedert die Projektbearbeitung in Leistungsphasen. In der Ausführungs- und Vergabevorbereitung werden technische Ausschreibungszeichnungen erstellt, die Einbaulagen, Hubhöhen, Sicherheitsbereiche und Anschlusspunkte der Hebeplattform enthalten. Diese Zeichnungen bilden die Grundlage für eine eindeutige Leistungsbeschreibung und ermöglichen es, Angebote zu vergleichen und Nachträge zu bewerten. Für das Facility Management dienen sie als Referenz im Vergabe- und Gewährleistungsmanagement und stellen sicher, dass alle sicherheitsrelevanten Parameter definiert sind.

Ausführungs- und Konstruktionspläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Detailpläne

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der tatsächlichen Ausführung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Abmessungen
Befestigungen
Schutzsysteme

Verantwortlich

Konstrukteur / Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Wartung, Umbauten, Störungsbeseitigung

Erläuterung

Die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 HOAI) konkretisiert die genehmigte Entwurfsplanung. Sie umfasst detailgenaue Ausführungs-, Detail- und Konstruktionspläne im Maßstab 1:50 bis 1:1 für Gebäude und 1:20 bis 1:1 für technische Anlagen. Diese Pläne enthalten exakte Angaben zu Abmessungen, Materialien, Befestigungspunkten und Schutzsystemen der Hebeplattform. Sie sind maßgebliche technische Referenzen für Montage, Wartung, Umbauten und Störungsbeseitigungen und müssen während des gesamten Lebenszyklus fortgeschrieben werden. Für das Facility Management ermöglichen sie eine sichere Instandhaltung und dienen als Grundlage für spätere bauliche Änderungen.

Betriebs- und Benutzerhandbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Benutzerhandbuch

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb und bestimmungsgemäße Nutzung

Relevante Regelwerke

VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Bedienung
Wartung
Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Errichter / Installateur

Praxisbezug FM

Unterweisungen, Betriebssicherheit

Erläuterung

Die Richtlinie VDI 6026 legt fest, welche Unterlagen in den einzelnen Projektphasen der technischen Gebäudeausrüstung erstellt werden müssen und welche inhaltliche Qualität diese Unterlagen haben müssen. Sie definiert gewerkespezifische Dokumentationstabellen und eine Phasenlogik, die sicherstellt, dass Übergabeunterlagen vollständig und prüfbar sind. Das Betriebs- und Benutzerhandbuch ist Teil dieser Dokumentation. Es enthält detaillierte Anweisungen zur Inbetriebnahme und Bedienung der Hebeplattform, Wartungsanleitungen, Prüf- und Wartungsintervalle, Sicherheitsvorkehrungen sowie Notfall- und Rettungsmaßnahmen. Für das Facility Management ist das Handbuch die zentrale Betriebsreferenz. Es dient der Schulung der Bediener, der Erstellung von Betriebsanweisungen und der Einhaltung von Arbeitsschutz- und Compliance-Anforderungen.

Bestellung befähigter Personen zur Prüfung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schriftliche Bestellung

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Organisation der Prüfpflichten

Relevante Regelwerke

VDI 4068-1, BetrSichV, TRBS 1203

Wesentliche Inhalte

Qualifikation
Aufgaben
Prüfumfang

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Organisations- und Haftungsnachweis

Erläuterung

Zur Prüfung befähigte Personen sind Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Ausbildung, Erfahrung und aktuellen beruflichen Tätigkeit die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln besitzen. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt, dass Prüfungen von befähigten Personen durchgeführt werden. Es existiert kein festes Berufsbild; die notwendige Qualifikation wird durch eine einschlägige Berufsausbildung und zusätzliche Fortbildungen erreicht. Die Richtlinie VDI 4068 liefert Qualifikationskriterien, Mindestschulungsinhalte und Anforderungen an die Bestellung sowie Muster für die formale Bestellung als befähigte Person. Die schriftliche Bestellung dokumentiert die Delegation von Prüfaufgaben, legt den Prüfungsumfang fest und ist Bestandteil der Betreiberorganisation. Sie dient als organisatorischer und haftungsrechtlicher Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern.

Benutzer- und Sicherheitsinformationen (Maschinen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Benutzer- und Sicherheitsinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung von Restrisiken und Schutzmaßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN EN ISO 12100

Wesentliche Inhalte

Restrisiken
Warnhinweise
Schutzmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutz

Erläuterung

Nach der Norm DIN EN ISO 12100 muss der Hersteller im Rahmen der Risikobeurteilung zunächst versuchen, Gefährdungen durch konstruktive Maßnahmen zu beseitigen oder Risiken so weit wie möglich zu minimieren. Nicht beseitigbare Risiken sind durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen zu mindern. Anschließend müssen die Benutzer über verbleibende Restrisiken informiert und auf mögliche Gefahren, notwendige Ausbildung oder Einarbeitung sowie auf erforderliche persönliche Schutzausrüstung hingewiesen werden. Diese Sicherheitsinformationen sind wesentlicher Bestandteil des Benutzerhandbuchs und fließen in die Gefährdungsbeurteilung des Betreibers ein. Für das Facility Management bilden sie die Grundlage für Betriebsanweisungen, Unterweisungen der Beschäftigten und die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen.

Technische Berechnung und Auslegung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Berechnungen (Entwurf)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der grundsätzlichen Machbarkeit

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Lastannahmen
Sicherheitsbeiwerte

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Genehmigungs- und Betriebssicherheit

Erläuterung

In der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 HOAI) wird die grundsätzliche Machbarkeit des Projekts untersucht. Für Personen-Hebeplattformen umfasst dies die Ermittlung von Lastannahmen, Antriebskräften, Standsicherheiten und Sicherheitsbeiwerten sowie die Prüfung der Schnittstellen zu baulichen und elektrotechnischen Anlagen. Die Entwurfsplanung visualisiert gestalterische und technische Optionen, prüft die Genehmigungsfähigkeit und dient als Entscheidungsvorlage für Bauherr und Behörden. Die technische Berechnung belegt, dass die Anlage die erforderlichen Sicherheitsreserven bietet und bildet die Grundlage für Anträge und die weitere Planung. Für das Facility Management ist diese frühe Berechnung wichtig, um spätere Betriebskosten, Wartungsanforderungen und Sicherheitsrisiken realistisch bewerten zu können.

Technische Berechnung und Auslegung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Detailberechnungen

Zweck & Geltungsbereich

Umsetzungssicherheit

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Detailnachweise
Sicherheitsreserven

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb und Wartung

Erläuterung

Die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 HOAI) stellt die detaillierte technische Umsetzung sicher. Sie baut auf dem Entwurf auf und umfasst detaillierte Berechnungen, Dimensionierungen, Stücklisten und Sicherheitsreserven. Die Berechnungen werden anhand der ausgewählten Komponenten (Hubmechanik, Steuerung, Sicherheitseinrichtungen) durchgeführt und berücksichtigen Normen und Herstellervorgaben. Für das Facility Management sind diese Detailnachweise eine zentrale Referenz bei Anpassungen, Störungen und während der gesamten Betriebsphase. Sie ermöglichen die genaue Bestimmung von Ersatzteilen, die Planung von Wartungsintervallen und die Bewertung von Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen.

Technische Berechnung und Auslegung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Berechnung und Auslegung (Vergabestand)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der beauftragten, sicherheitskonformen Auslegung

Relevante Regelwerke

DIN 18379 (VOB/C ATV), Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Wesentliche Inhalte

Lastannahmen
Sicherheitsbeiwerte
beauftragte Ausführungsvariante

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb, Wartung und Bewertung von Nachträgen

Erläuterung

Dieses Dokument enthält die verbindliche technische Auslegung der Hebeplattform und bildet die Grundlage für die Vergabe. In den Lastannahmen werden u. a. die zu hebenden Personenzahlen und Nutzlasten festgelegt; Sicherheitsbeiwerte gewährleisten, dass statische und dynamische Belastungen mit ausreichenden Reserven berücksichtigt werden. Für das Facility Management dient die technische Berechnung als Referenz bei späteren Änderungen, Störungen oder sicherheitstechnischen Bewertungen. Sie muss die einschlägigen Normen (z. B. DIN 18379 für maschinentechnische Anlagen in der Gebäudetechnik) und die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure berücksichtigen.

Lebenszykluskostenberechnung (LCC)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lebenszykluskostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche Bewertung über die gesamte Nutzungsdauer

Relevante Regelwerke

HOAI, GEFMA 220

Wesentliche Inhalte

Investitionskosten 
Betriebskosten 
Instandhaltungs- und Ersatzkosten 
Entsorgungskosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Grundlage für Investitions-, Ersatz- und Budgetentscheidungen

Erläuterung

Die Lebenszykluskostenberechnung ermittelt alle Kosten, die über die Nutzungsdauer der Hebeplattform anfallen. Gemäß der Richtlinie GEFMA 220 umfasst Teil 1 die Modellierung einer LZK-Berechnung, in der der Betrachtungszeitraum, die Systemgrenzen, Berechnungsmethoden und Parameter sowie heranzuziehende Kennzahlen festgelegt werden. Teil 2 enthält ein Anwendungsbeispiel zur Veranschaulichung, weist jedoch darauf hin, dass die Excel-Tabellen nur als Orientierung dienen und für konkrete Projekte an die individuellen Standards und Ziele angepasst werden müssen. Für das Facility Management dient die LCC-Berechnung der Bewertung der Wirtschaftlichkeit und unterstützt strategische Entscheidungen zu Modernisierung oder Stilllegung.

Beschreibung von Aufbau und Funktion (Maschinendokumentation)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Beschreibung von Aufbau und Funktion

Zweck & Geltungsbereich

Grundlegendes technisches Verständnis der Hebeplattform

Relevante Regelwerke

DGUV-Grundsatz 308-002

Wesentliche Inhalte

Baugruppen 
Funktionsprinzip
Sicherheitsbauteile

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Basis für Schulungen, Gefährdungsbeurteilung und Störungsanalyse

Erläuterung

Die Maschinendokumentation liefert detaillierte Informationen über Aufbau und Funktion der Hebeplattform, einschließlich aller Baugruppen, hydraulischen oder elektrischen Systeme und sicherheitsrelevanten Bauteile. Nach DGUV-Grundsatz 308-002 müssen Hersteller eine Risikobeurteilung durchführen und die Maschine so konstruieren, dass die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Maschinenrichtlinie erfüllt werden. Diese Dokumentation ist Grundlage für Unterweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und Störungsanalysen im Facility Management.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands- und Neuberechnungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung des Ist-Zustands und der Weiterbetriebsfähigkeit

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Bestandspläne 
festgestellte Abweichungen 
Anpassungs- und Sanierungsbedarf

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Entscheidungsgrundlage für Modernisierung, Umbau oder Nutzungsänderung

Erläuterung

Im Laufe der Nutzungszeit können Änderungen am Bauwerk oder an der Maschinentechnik erforderlich sein. Eine Bestandsaufnahme mit aktueller grafischer Darstellung ermöglicht die Bewertung des Ist-Zustands und ist Basis für Neuberechnungen der statischen und mechanischen Auslegung. Abweichungen zwischen der ursprünglich beauftragten Ausführung und dem tatsächlichen Zustand werden dokumentiert. Für das Facility Management liefert dies die Grundlage, um die Weiterbetriebsfähigkeit zu beurteilen, Modernisierungsmaßnahmen zu planen und die Einhaltung von Genehmigungsauflagen nachzuweisen.

Bestellung von Koordinatoren (Arbeitsschutz / Fremdfirmen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestellung des Koordinators für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Zweck & Geltungsbereich

Organisation von Arbeitsschutz und Koordination bei Fremdleistungen

Relevante Regelwerke

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), DGUV-Information 215-830, Gefahrstoffverordnung

Wesentliche Inhalte

Aufgabenbeschreibung 
Zuständigkeiten 
Weisungsbefugnisse

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Nachweis der Organisation und Haftungsprävention

Erläuterung

Bei Werkverträgen und der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen schreibt die DGUV-Information 215-830 vor, dass ein koordinierender Verantwortlicher bestellt werden muss, der die Arbeiten verschiedener Unternehmen hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz abstimmt. Die Bestellung ermächtigt ihn, Gefährdungen zu ermitteln, Arbeitsabläufe zu koordinieren und notwendige Maßnahmen durchzusetzen. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. die Mitwirkung bei der Planung, die Abstimmung von Arbeitsverfahren, die Organisation der gemeinsamen Nutzung von Einrichtungen und das Kontrollieren der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen. Diese Bestellung belegt, dass der Betreiber seiner Organisations- und Koordinationspflicht nachkommt und beugt Haftungsrisiken vor.

Betriebs- und Wartungsanleitung – Personen-Hebeplattformen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Wartungsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb und ordnungsgemäße Instandhaltung

Relevante Regelwerke

DGUV-Grundsatz 308-002

Wesentliche Inhalte

Bedienung 
Wartungsintervalle 
Sicherheitsmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Grundlage für Wartungsverträge und Unterweisungen

Erläuterung

Die Betriebs- und Wartungsanleitung legt fest, wie die Hebeplattform bestimmungsgemäß zu bedienen und zu warten ist. Gemäß DGUV-Grundsatz 308-002 müssen Prüfungen vor der ersten Inbetriebnahme sowie regelmäßige Prüfungen durchgeführt werden, um Gefährdungen durch Bauteilversagen oder fehlende Sicherheitseinrichtungen zu vermeiden. Die Anleitung beschreibt Bedienungsabläufe, Sicherheitsfunktionen, Wartungsintervalle und zulässige Belastungen. Sie bildet die Grundlage für Wartungsverträge, Schulungen des Bedienpersonals und die Festlegung von Prüfintervallen.

Betriebsanweisung – Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung in verbindliche Regeln

Relevante Regelwerke

Betriebssicherheitsverordnung

Wesentliche Inhalte

Gefährdungen 
Schutzmaßnahmen 
Verhalten im Notfall

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Arbeitsschutz und Unterweisungen

Erläuterung

Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet Arbeitgeber, vor Verwendung von Arbeitsmitteln eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dabei müssen alle Gefährdungen aus dem Arbeitsmittel, der Umgebung und dem Arbeitsgegenstand bewertet und die erforderlichen Schutzmaßnahmen abgeleitet und dokumentiert werden. Die Betriebsanweisung setzt diese Erkenntnisse in klare Verhaltensregeln um, beschreibt die Benutzung der Hebeplattform, persönliche Schutzausrüstung, Verhaltensweisen bei Störungen und Notfällen sowie das Vorgehen bei Wartungsarbeiten. Sie ist Grundlage für regelmäßige Unterweisungen und muss aktuell gehalten werden.

Maschinenbetriebsanleitung (Maschinenrecht)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Maschinenbetriebsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Erfüllung der maschinenrechtlichen Informationspflicht (EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG)

Relevante Regelwerke

DIN EN 12693, DIN EN ISO 12100, Richtlinie 2006/42/EG, Verordnung (EU) 2023/1230, 9. ProdSV, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Restrisiken 
Schutzmaßnahmen 
Notfunktionen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Rechtssicherer Betrieb und Haftungsprävention

Erläuterung

Die Maschinenbetriebsanleitung dient der rechtssicheren Information des Betreibers und der Nutzer. Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG verlangt, dass Hersteller eine umfassende Betriebsanleitung bereitstellen, die alle Restrisiken, Schutzmaßnahmen und Notfunktionen beschreibt. DGUV-Grundsatz 308-002 verweist darauf, dass Hebebühnen mit einer Absturzhöhe von mehr als 3 m dem Konformitätsbewertungsverfahren nach Artikel 12 der Richtlinie unterliegen. Neuere Leitlinien erlauben die Bereitstellung der Betriebsanleitung auch in digitaler Form, wie die DGUV mitteilt, vorausgesetzt, die Anforderungen der Maschinenverordnung 2023/1230 sind erfüllt. Für das Facility Management ist diese Anleitung Voraussetzung für die Inbetriebnahme, für Schulungen und als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern.

Maschinenbetriebsanleitung (gebäudebezogener Betrieb)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanleitung im Gebäudekontext

Zweck & Geltungsbereich

Integration der Maschine in die Gebäudeinfrastruktur

Relevante Regelwerke

9. ProdSV, DIN EN 809, DIN EN 1012-1, Richtlinie 2006/42/EG, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Schnittstellen zu baulichen Anlagen 
Medienanschlüsse 
Notabschaltungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Planung von Umbauten, Störungs- und Notfallmanagement

Erläuterung

Diese Betriebsanleitung ergänzt die maschinenrechtliche Anleitung um gebäudebezogene Aspekte. Sie beschreibt die Schnittstellen der Hebeplattform zur Gebäudeinfrastruktur, wie elektrische Anschlüsse, Notabschaltungen, Kommunikationsschnittstellen und notwendige Platzverhältnisse. Dabei sind insbesondere die Anforderungen der 9. Produktsicherheitsverordnung (Maschinenverordnung) und der relevanten DIN-Normen zu beachten. Für das Facility Management ist diese Dokumentation wichtig, wenn bauliche Änderungen oder Erweiterungen geplant werden, um den sicheren Anschluss und die Integration der Maschine in das Gebäude zu gewährleisten.

Betriebs- und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Elektrische Betriebs- und Sicherheitsinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit

Relevante Regelwerke

1. ProdSV (Verordnung über elektrische Betriebsmittel), Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

Wesentliche Inhalte

Schutzmaßnahmen 
Grenzwerte 
Warnhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Grundlage für elektrische Prüfungen (DGUV und VDE) und Unterweisungen

Erläuterung

Gemäß der 1. Produktsicherheitsverordnung müssen Hersteller von elektrischen Betriebsmitteln eine Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache bereitstellen. Importeuren und Händlern obliegt die Pflicht, sich von der Vollständigkeit dieser Dokumentation zu überzeugen. Die Informationen müssen Schutzmaßnahmen, zulässige Grenzwerte und Warnhinweise enthalten und sind Grundlage für regelmäßige DGUV- und VDE-Prüfungen im Facility Management.

Interdisziplinäre Betriebsanweisung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interdisziplinäre Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Gewerkeübergreifende Regelung des Anlagenbetriebs; Integration in das Brandschutz- und Arbeitsschutzkonzept

Relevante Regelwerke

HOAI, VDI 3810

Wesentliche Inhalte

• Zuständigkeiten und Schnittstellen 

 Notfallprozesse 

• Freischaltverfahren 

• Dokumentationspflichten

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Koordination von Technik, Brandschutz und Arbeitsschutz; Grundlage für die Delegation von Betreiberpflichten

Erläuterung

Diese interdisziplinäre Betriebsanweisung verknüpft die technischen, organisatorischen und rechtlichen Anforderungen der Hebeplattform mit den übrigen Gebäudefunktionen. Die HOAI verpflichtet Planer*innen in LPH 5 zur stufenweisen Erarbeitung der Ausführungsplanung unter Berücksichtigung aller Fachplanungen und zur Abstimmung der Ausführungszeichnungen. Eine solche Betriebsanweisung stellt sicher, dass diese planerischen Vorgaben in der Betriebsphase umgesetzt und Verantwortlichkeiten klar festgelegt werden. Facility-Manager nutzen sie, um Schnittstellen- und Haftungsrisiken zu vermeiden und die Anlage sicher in die Gesamtorganisation einzugliedern.

Betriebsanweisung – Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanweisung für Arbeitsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung in verbindliche Verhaltens- und Schutzregeln

Relevante Regelwerke

BetrSichV, Arbeitsschutzgesetz, DGUV Information 205-001

Wesentliche Inhalte

• Ermittelte Gefährdungen 

 Schutzmaßnahmen und persönliche Schutzausrüstung 

• Verhalten bei Störungen 

• Erste Hilfe

Verantwortlich

Arbeitgeber/Betreiber

Praxisbezug FM

Dokumentation der Unterweisung, Prüf- und Nachweisführung

Erläuterung

Die Betriebssicherheitsverordnung schreibt vor, dass Arbeitgeber vor der Verwendung von Arbeitsmitteln eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und daraus Schutzmaßnahmen ableiten müssen. Die BG RCI weist darauf hin, dass Betriebsanweisungen als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung verpflichtend sind; sie müssen verständlich formuliert sein, konkrete Hinweise zu Gefahren und Schutzmaßnahmen geben und vom Arbeitgeber datiert und unterschrieben werden. Laut DGUV Information 205-001 sind Beschäftigte vor Aufnahme der Tätigkeit und regelmäßig über Gefahren, insbesondere Brand- und Explosionsrisiken, zu unterweisen. Die Betriebsanweisung dient im Facility-Management als formaler Nachweis der Unterweisung und der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung.

Betriebstagebuch / Betriebslogbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch (Prüf-/Betriebslogbuch)

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation des Betriebs, von Störungen, Prüfungen und Wartungen

Relevante Regelwerke

VDI-MT 3810-2, BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Störungserfassung 

 Wartungen und Prüfungen 

• Außerbetriebnahmen
 Prüfbücher

Verantwortlich

Betreiber/Facility-Management

Praxisbezug FM

Nachweisführung, Ursachenanalyse, Grundlage für Optimierungen

Erläuterung

VDI 3810-2 schreibt für überwachungsbedürftige Anlagen regelmäßige Prüfungen vor und verlangt, dass Ergebnisse in einem Prüfbuch dokumentiert werden. § 17 BetrSichV verpflichtet Betreiber, alle Ergebnisse von Prüfungen aufzuzeichnen; dazu gehören Angaben zur Identifizierung der Anlage, Art und Umfang der Prüfung, Bewertung der Schutzmaßnahmen, Ergebnis, nächste Prüffrist sowie Name und Unterschrift der Prüfer. Das Betriebstagebuch ermöglicht die vollständige Historie der Hebeplattform, ist bei Behörden- oder Gerichtsverfahren Beweismittel und unterstützt Facility-Manager bei der Ursachenanalyse sowie bei der Planung von Wartungs- und Optimierungsmaßnahmen.

Betriebskostenberechnung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebskostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Prognose und Kontrolle der laufenden Kosten (Wartung, Energie, Ersatzteile, Stillstandszeiten)

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphasen 2–3)

Wesentliche Inhalte

 Wartungs- und Instandhaltungskosten 

 Energieverbrauch 

• Kosten für Ersatz- und Verschleißteile 

 Bewertung der Stillstandszeiten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Budgetplanung, Wirtschaftlichkeitsbewertung, Entscheidungsgrundlage für Modernisierung oder Weiterbetrieb

Erläuterung

Die HOAI verpflichtet Planerinnen und Planer in der Vorplanung (LPH 2) zur Kostenschätzung nach DIN 276 und in der Entwurfsplanung (LPH 3) zur Kostenberechnung und Kostenkontrolle. Diese Kostenermittlungen sind die Basis für die Betriebskostenberechnung und ermöglichen dem Facility-Management eine fundierte Budgetplanung sowie eine Wirtschaftlichkeitsbewertung der Hebeplattform über den Lebenszyklus. Die regelmäßige Gegenüberstellung von geplanten und tatsächlichen Kosten erlaubt es, Stillstandszeiten zu bewerten und Modernisierungsentscheidungen zu treffen.

Sicherheitsbewertung – Überwachungsbedürftige Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Sicherheitsbewertung / Prüfbericht

Zweck & Geltungsbereich

Beurteilung der Betriebssicherheit durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS)

Relevante Regelwerke

BetrSichV, ÜAnlG

Wesentliche Inhalte

 Prüfumfang 

 Bewertung der Sicherheit 

• Auflagen und Fristen

Verantwortlich

Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS)

Praxisbezug FM

Voraussetzung für den sicheren Weiterbetrieb; Grundlage für Fristüberwachung und Mängelbehebung

Erläuterung

Überwachungsbedürftige Anlagen wie Personen-Hebeplattformen dürfen erst nach einer Prüfung durch eine ZÜS in Betrieb genommen werden und müssen in festgelegten Intervallen überprüft werden. Die Ergebnisse müssen dokumentiert werden und können vollständig elektronisch geführt werden. Das ÜAnlG und § 3 BetrSichV verpflichten Betreiber, die Sicherheit ihrer Anlagen durch regelmäßige Prüfungen nachzuweisen. Die Sicherheitsbewertung gibt Aufschluss über Betriebsrisiken, definiert ggf. Auflagen und ist Voraussetzung für die Verlängerung der Betriebserlaubnis.

Brandschutz-/Brandfall-Steuermatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Brandfall-Steuermatrix

Zweck & Geltungsbereich

Definition des Anlagenverhaltens im Brandfall; Abstimmung zwischen Brandmelde-, Sicherheits- und Lüftungsanlagen

Relevante Regelwerke

VDI 3819-3, VDI 6010, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Abschaltlogik und Freischaltpläne 

• Evakuierungsprioritäten 

• Notfunktionen und Notstrom 

• Schnittstellen zu Brandmelde- und Lüftungsanlagen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Brandschutzplaner

Praxisbezug FM

Integration in das Brandschutzkonzept des Gebäudes; Grundlage für Übungen und Alarmierungspläne

Erläuterung

Eine Brandfall-Steuermatrix koordiniert die Ansteuerung aller brandschutzrelevanten Anlagen. Die Fachplanung muss Funktions- und Strangschemata fortschreiben und gewerkeübergreifende Brandschutzmatrizen aufstellen. In der LPH 3 werden alternative Lösungen und Schnittstellen untersucht und ein integratives Planungskonzept erstellt. Ein Fachartikel zur Brandfallsteuermatrix erklärt, dass die Matrix die Steuerung und gegenseitige Verriegelung von Brandmelde-, Lüftungs-, Rauchabzugs- und Sicherheitsanlagen basierend auf dem Brandschutzkonzept ermöglicht. Für Facility-Manager ist die Matrix ein zentrales Werkzeug zur Sicherstellung des reibungslosen Zusammenspiels und bildet die Basis für Notfall- und Evakuierungspläne.

Lösungsdarstellungen – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Lösungsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Visualisierung der geplanten technischen Umsetzung für die Hebeplattform

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 5)

Wesentliche Inhalte

• Einbaupositionen 

 Sicherheitszonen 

• Wartungszugänge 

• Strangschemata und Funktionslisten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Bewertung der Wartungsfreundlichkeit und Zugänglichkeit; Grundlage für Abnahmen und Gewährleistungsansprüche

Erläuterung

Die Ausführungsplanung nach HOAI verlangt, auf Grundlage der Entwurfs- und Genehmigungsplanung eine ausführungsreife Lösung zu erarbeiten und alle Berechnungen, Bemessungen und Darstellungen fortzuschreiben. Dazu gehört die zeichnerische Darstellung der Anlagen mit abgestimmtem Maßstab und Detaillierungsgrad sowie das Anfertigen von Schlitz- und Durchbruchsplänen. Für Facility-Manager ermöglichen diese detaillierten Pläne eine frühzeitige Beurteilung der Erreichbarkeit von Wartungspunkten, die Bewertung der Sicherheitszonen und die Vorbereitung der späteren Betriebsdokumentation.

Technische Lösungsbeschreibung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Lösungsbeschreibung (Vergabeergebnisse)

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten Ausführung; Festlegung der Systemgrenzen, Sicherheitskomponenten und Abweichungen

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 6–7), DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

• Systemgrenzen und Verantwortlichkeiten 

 Sicherheits- und Notfallkomponenten 

 Abweichungen von der Planung 

• Ergebnisse der Angebotswertung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement; Referenz für Nachträge und Mängelansprüche

Erläuterung

In der LPH 7 sieht die HOAI vor, dass Angebote eingeholt, geprüft und gewertet werden; Preisspiegel sind zu erstellen, Bietergespräche zu führen und Vergabevorschläge zu erarbeiten. Die technische Lösungsbeschreibung fasst die Ergebnisse dieser Vergabephase zusammen, definiert den verbindlichen Soll-Zustand der Hebeplattform und listet eventuelle Abweichungen zur Planung auf. Sie dient dem Facility-Management als Referenz für das Vertrags- und Gewährleistungsmanagement und erleichtert die spätere Bewertung von Nachträgen oder Mängeln.

Datenerfassung und Optimierungsprozesse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Betriebssicherheit und Effizienz durch systematische Datenerfassung, Nutzungsauswertungen und Verbesserungsvorschläge

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 1–3), VDI 3810

Wesentliche Inhalte

• Ausfallanalysen 

• Nutzungsdaten und Energiedaten 

• Benchmarking und Optimierungsmaßnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Facility-Management

Praxisbezug FM

Kontinuierliche Verbesserung der Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

Erläuterung

Die HOAI erlaubt bereits in der Grundlagenermittlung (LPH 1) die Datenerfassung, Analyse und Optimierung im Bestand als besondere Leistung. In der Vorplanung und Entwurfsplanung sind Lebenszyklus- und Wirtschaftlichkeitsnachweise sowie detaillierte Betriebskostenberechnungen vorgesehen. Solche Datenerfassungen und Analysen unterstützen Facility-Manager dabei, Ausfallursachen zu erkennen, Energieverbräuche zu optimieren und die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen. Regelmäßige Auswertungen fließen in die Aktualisierung der Betriebsanweisungen und die Entscheidung über Modernisierungen ein.

Instandhaltungsunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der dauerhaften Betriebssicherheit; Erfüllung der Betreiberverantwortung

Relevante Regelwerke

DIN EN 13460, BetrSichV, VDI 3810

Wesentliche Inhalte

 Wartungsintervalle und Prüfumfang 

• Checklisten 

• Ersatzteilvorgaben 

• Qualifikationsanforderungen

Verantwortlich

Betreiber / Instandhalter

Praxisbezug FM

Nachweis der ordnungsgemäßen Instandhaltung; Auditfähigkeit

Erläuterung

Die DIN EN 13460 legt fest, dass Instandhaltungsdokumente systematisch Informationen über Wartung, Inspektion und Reparaturen erfassen, bereitstellen und nutzen, um Kommunikation zu verbessern und Wartungsmaßnahmen planbar zu machen. VDI 3810-2 verlangt regelmäßige Prüfungen und die Führung von Prüfbüchern. Durch die Dokumentation von Wartungsintervallen, Prüfprotokollen und Ersatzteilen erfüllen Facility-Manager ihre technische Betreiberverantwortung. Diese Unterlagen sind wesentlicher Bestandteil von Audits und gewährleisten die langfristige Betriebsfähigkeit der Hebeplattform.

Dokumentation – Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Revisionsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis normgerechter Dämm- und Brandschutzmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Materialnachweise 

• Einbausituationen 

• Brandschutzklassifizierungen 

• Abschottungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen

Praxisbezug FM

Brandschutzprüfung, Umbauten, Behördennachweise

Erläuterung

Bei Personen-Hebebühnen in Schächten oder angrenzenden Technikräumen ist der vorbeugende Brandschutz besonders wichtig. Die Dokumentation gemäß DIN 18421 umfasst Materialnachweise, Einbausituationen und Klassifizierungen der Dämm- und Brandschutzmaßnahmen. Diese Unterlagen ermöglichen dem Facility Management die dauerhafte Nachweisführung der brandschutztechnischen Wirksamkeit und sind bei Umbauten oder behördlichen Prüfungen heranzuziehen.

Dokumentation der Anforderungen für das vereinfachte Verfahren

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Nachweis vereinfachtes Prüf-/Betriebsverfahren

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Anwendung vereinfachter organisatorischer Verfahren

Rechts- & Normbezug

§ 7 BetrSichV (vereinfachte Vorgehensweise)

Wesentliche Inhalte

 Begründung der Anwendbarkeit 

• Risikobewertung 

• Ersatzmaßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Behörden- und Prüfstellen-Nachweis

Erläuterung

Die vereinfachte Vorgehensweise nach § 7 BetrSichV darf nur angewendet werden, wenn die Gefährdungsbeurteilung zeigt, dass die Arbeitsmittel die marktaufsichtlichen Anforderungen erfüllen, ausschließlich bestimmungsgemäß verwendet werden, keine zusätzlichen Gefährdungen auftreten und Instandhaltung sowie Prüfungen nach den gesetzlichen Vorgaben erfolgen. Überwachungsbedürftige Anlagen sind explizit von der Vereinfachung ausgeschlossen. Für das Facility Management ist die schriftliche Begründung und Risikobewertung zentraler Haftungsnachweis. Sie muss darlegen, warum die verkürzten Prüf- und Dokumentationspflichten zulässig sind und welche Ersatzmaßnahmen ergriffen wurden.

Bauablaufdokumentation / Bautagebuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Nachvollziehbarkeit der Bau- und Montagephase

Rechts- & Normbezug

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), § 34 i.V.m. Anlage 10; § 53 HOAI

Wesentliche Inhalte

• Baufortschritt 

• Mängel 

• Abnahmen 

• Sicherheitsereignisse

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Gewährleistung, Streitfallklärung

Erläuterung

Für überwachungsbedürftige Anlagen ist eine lückenlose Bauablaufdokumentation erforderlich. Die HOAI definiert das Führen eines Bautagebuchs als Grundleistung der Objektüberwachung. Es dokumentiert den Baufortschritt, erkannte Mängel, Abnahmen und sicherheitsrelevante Ereignisse. Im Facility Management dient das Bautagebuch als Beweisgrundlage bei Gewährleistungsansprüchen und zur Klärung von Streitfällen gegenüber Sachverständigen.

Vergabedokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabe- und Wertungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Durchführung der Ausschreibung

Rechts- & Normbezug

Vergabeverordnung (VgV), Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), VOB/A 2019, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Vergabevermerk 

• Eignungsprüfung 

• Zuschlagsbegründung

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner

Praxisbezug FM

Vertrags- und Nachtragsmanagement

Erläuterung

Sicherheitskritische Anlagen erfordern eine transparente Vergabe. Die einschlägigen vergaberechtlichen Regelwerke verlangen eine lückenlose Dokumentation des gesamten Ausschreibungs- und Wertungsprozesses, einschließlich Eignungsprüfung, Angebotswertung und Zuschlagsentscheidung. Für das Facility Management bildet diese Dokumentation die Grundlage für Vertragsinhalte, Leistungsabgrenzung und das Nachtragsmanagement.

Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung (Arbeitsmittel)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung aller Absturz- und Quetschrisiken bei der Verwendung der Hebebühne

Rechts- & Normbezug

§ 3 BetrSichV (Gefährdungsbeurteilung)

Wesentliche Inhalte

• Gefährdungsanalyse 

• Schutzmaßnahmen 

• Prüffristen 

 Wirksamkeitskontrolle

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Grundlage für Betriebsanweisung und Prüfkonzept

Erläuterung

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Steuerungsinstrument des Arbeitsschutzes. Der Arbeitgeber hat vor Auswahl und Einsatz der Hebebühne alle Gefährdungen aus dem Arbeitsmittel, der Arbeitsumgebung und der Tätigkeit zu ermitteln und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Die Dokumentation muss Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen sowie die Fristen wiederkehrender Prüfungen festlegen und festhalten, wie die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen überprüft wird. Sie ist regelmäßig zu aktualisieren und dient im Facility Management als Grundlage für die Betriebsanweisung und das Prüfkonzept.

Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung – Überwachungsbedürftige Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gefährdungsdokumentation (überwachungsbedürftige Anlage)

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung systemischer Risiken der Anlage und ihrer Schnittstellen zum Gebäude

Rechts- & Normbezug

TRBS 3121 (Betrieb von Aufzugsanlagen), Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG)

Wesentliche Inhalte

• Systemanalyse 

• Prüfkonzept 

 Prüffristen 

• Zuständigkeiten

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Zusammenarbeit mit zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS), Behördennachweis

Erläuterung

Personen-Hebebühnen mit Absturzhöhen über 3 m fallen häufig unter die Kategorie der überwachungsbedürftigen Anlagen. Die TRBS 3121 verlangt, dass der Betreiber eine anlagenbezogene Gefährdungsbeurteilung frühzeitig erstellt und dabei auch die Schnittstellen zwischen Hebebühne und Gebäude berücksichtigt. Darüber hinaus sind ein Notfallplan mit Rettungskonzept, eine Notbefreiungsanleitung sowie tägliche Sicht- und Funktionskontrollen zu dokumentieren. Der Betreiber muss sicherstellen, dass Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen durchgeführt werden und dass alle erforderlichen technischen Unterlagen bei der Prüfung verfügbar sind.

Eignungsnachweis des Bauunternehmens

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eignungsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachlich geeigneter Auftragnehmer

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019 (§ 6a – Nachweise der Eignung)

Wesentliche Inhalte

• Referenzen 

• Fachpersonal 

• Zertifikate 

• finanzielle und personelle Leistungsfähigkeit

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug FM

Qualitätssicherung

Erläuterung

Der Eignungsnachweis dient dazu, Haftungsrisiken zu reduzieren und sicherzustellen, dass nur qualifizierte Fachunternehmen sicherheitsrelevante Anlagen errichten. Nach VOB/A müssen Bieter u. a. ihre technische Leistungsfähigkeit, Erfahrung mit vergleichbaren Projekten, Anzahl fachkundiger Mitarbeiter sowie die Einhaltung von Sicherheits-, Steuer- und Sozialpflichten nachweisen. Im Facility Management ermöglicht die Prüfung der Eignung eine sachkundige Auswahl und trägt zur Qualitätssicherung bei.

Einbauerklärung für unvollständige Maschinen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Einbauerklärung

Zweck & Geltungsbereich

Maschinenrechtlicher Nachweis für unvollständige Maschinen

Rechts- & Normbezug

Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie), insbesondere Artikel 13 Absatz 1 c und Anhang II Teil 1 Abschnitt B

Wesentliche Inhalte

 Beschreibung der unvollständigen Maschine 

 angewandte Richtlinien und Normen 

• Hinweise zur Integration

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Voraussetzung für die Endkonformität

Erläuterung

Bei modular aufgebauten Personen-Hebebühnen besteht oft eine unvollständige Maschine, die erst durch den Zusammenbau mit anderen Komponenten zur voll funktionsfähigen Anlage wird. Die Maschinenrichtlinie verpflichtet den Hersteller, für die unvollständige Maschine eine Einbauerklärung auszustellen. Diese Erklärung muss Angaben zum Hersteller, zur Identifikation der Maschine, zu den angewandten grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen sowie zum Umfang der mitgelieferten technischen Unterlagen enthalten. Die Einbauerklärung ist der unvollständigen Maschine bis zum Einbau beizufügen und wird anschließend Bestandteil der technischen Dokumentation der kompletten Anlage. Sie bildet die Grundlage für die spätere Gesamt-Konformität und CE-Kennzeichnung.

Festlegung der Anforderungen an befähigte Personen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Qualifikationsanforderungen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachgerechter Prüfungen

Rechts- & Normbezug

BetrSichV § 2 Absatz 6, TRBS 1203

Wesentliche Inhalte

• Fachkunde 

• Berufserfahrung 

• Fortbildung 

 Aufgabenabgrenzung

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Haftungs- und Organisationsnachweis

Erläuterung

Die Befähigung der zur Prüfung beauftragten Personen muss dokumentiert werden. Nach BetrSichV und TRBS 1203 ist eine befähigte Person durch entsprechende Berufsausbildung, praktische Erfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit gekennzeichnet. Der Arbeitgeber hat festzulegen, welche Voraussetzungen für die jeweilige Prüfaufgabe erfüllt sein müssen und diese Kriterien in der Betreiberorganisation zu hinterlegen. Für Prüfungen von Hebebühnen mit hydraulischen Komponenten ist beispielsweise mindestens ein Jahr praktische Erfahrung mit vergleichbaren Arbeitsmitteln und eine einschlägige metalltechnische Berufsausbildung erforderlich. Die befähigte Person muss regelmäßig an fachlichen Schulungen teilnehmen, um ihr Wissen aktuell zu halten. Die dokumentierte Festlegung ermöglicht eine rechtssichere Delegation der Prüfverantwortung und ist ein wesentlicher Bestandteil der Betreiberorganisation.

Festlegung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen (Arbeitsmittel)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Dokumentation der Prüfplanung

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Festlegung aller erforderlichen Prüfungen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Art der Prüfung (Erst-, wiederkehrend, anlassbezogen) 

Prüfumfang 

Prüffristen 

Prüfverantwortliche

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Prüfmanagement, Fristenüberwachung

Erläuterung

Dieses Dokument ist Kernbestandteil der Betreiberpflichten gemäß BetrSichV. Darin werden alle notwendigen Prüfungen für die Hebeplattform systematisch definiert: welche Prüfungen durchzuführen sind (z. B. Erstprüfung nach Montage, wiederkehrende Kontrollen, Prüfungen nach Änderungen oder Störfällen), welche Teile geprüft werden und in welchen zeitlichen Intervallen. Grundlage dafür ist die Gefährdungsbeurteilung, die prüfungsrelevante Merkmale festlegt; Mindestprüfintervalle finden sich zudem in den Anhängen der BetrSichV. Auch wird dokumentiert, wer jeweils für die Durchführung der Prüfung zuständig ist. Das Facility Management nutzt dieses Prüfplan-Dokument als Basis für einen detaillierten Prüfkalender und für Nachweise gegenüber Auditoren und Behörden. So wird sichergestellt, dass alle erforderlichen Prüfungen risikoorientiert geplant, terminiert und überwacht werden.

Mengenermittlung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlung

Zweck & Geltungsbereich

Quantitative Erfassung der technischen Komponenten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Stückzahlen 

Abmessungen 

Leistungsparameter

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostenkontrolle, Ersatzteilplanung

Erläuterung

Die Mengenermittlung erfasst in der Planungsphase alle relevanten technischen Komponenten der Hebeplattform in quantitativer Hinsicht. Üblicherweise erfolgt dies durch den TGA-Fachplaner im Zuge der HOAI-Leistungen. Sie enthält Angaben zu Stückzahlen, Abmessungen und Leistungsdaten der einzelnen Bauteile (z. B. Anzahl Hydraulikzylinder, Traglast der Bühne oder Leistungsparameter der Steuerung). Für das Facility Management ist diese Datenbasis besonders wichtig: Sie erlaubt eine detaillierte Kostenkontrolle und dient als Grundlage für die Ersatzteilbevorratung. Konkret kann jeder abgerechnete Posten anhand der Mengenermittlung überprüft werden. Langfristig bildet sie außerdem die Basis für die Budget- und Kostenplanung, da anhand der erfassten Komponenten der zukünftige Wartungs- und Ersatzteilbedarf abgeschätzt werden kann.

Nachweis der fachlichen Qualifikation zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Qualifikationsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachkundiger Gefährdungsbeurteilung

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Ausbildungsnachweise 

Fachkunde 

Fortbildungsnachweise

Verantwortlich

Arbeitgeber / Schulungsträger

Praxisbezug FM

Rechtssicherer Nachweis fachlicher Kompetenz

Erläuterung

Das Dokument „Nachweis der fachlichen Qualifikation“ stellt sicher, dass die für die Gefährdungsbeurteilung verantwortlichen Personen die in der BetrSichV geforderte Fachkunde besitzen. Laut BetrSichV dürfen Gefährdungsbeurteilungen nur von fachkundigem Personal durchgeführt werden, das über entsprechende Ausbildung und Erfahrung verfügt und sein Wissen durch Fortbildungen auf dem aktuellen Stand hält. In diesem Nachweis werden für jede beauftragte Person die entsprechenden Qualifikationen dokumentiert: etwa Prüfungs- oder Ausbildungszeugnisse, Zertifikate für Spezialkenntnisse und Nachweise über einschlägige Fortbildungen. Für das Facility Management dient diese Dokumentation als rechtssicherer Beleg, dass die Gefährdungsbeurteilung von kompetentem Personal mit der erforderlichen Fachkenntnis durchgeführt wurde.

Funktions- und Strangschema – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der funktionalen Grundstruktur

Relevante Regelwerke

VDI 6026-1, HOAI

Wesentliche Inhalte

Bewegungsabläufe 

Sicherheitsketten 

Lastpfade

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Bewertung von Wartungs- und Sicherheitskonzepten

Erläuterung

Im Entwurfsplanungsstadium (Leistungsphase 3) zeigt das Funktions- und Strangschema die grobe funktionale Struktur der Hebeplattform. Es veranschaulicht, wie die Hauptbewegungen und Sicherheitssysteme zusammenwirken: Beispielsweise sind die Hub- und Senkbewegung, Endlagenschalter, Notbremsen oder Überlastsensoren sowie die Lastpfade der Tragkonstruktion dargestellt. Nach der VDI-Richtlinie 6026-1 und den HOAI-Leistungsphasen gehört die Erstellung dieser Schemata zur Planungsleistung. Für das Facility Management liefert dieses Schema bereits früh wichtige Einsichten in die Sicherheitsarchitektur: Es zeigt, welche Komponenten in welcher Reihenfolge arbeiten und wo kritische Sicherheitseinrichtungen angeordnet sind. So kann schon in diesem Stadium abgeschätzt werden, wie wartungsfreundlich die Anlage voraussichtlich sein wird und wo mögliche Schwachstellen oder hohe Sicherheitsanforderungen liegen.

Funktions- und Strangschema – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Detailliertes Funktionsschema

Zweck & Geltungsbereich

Ausführungsreife technische Darstellung

Relevante Regelwerke

VDI 6026-1, HOAI

Wesentliche Inhalte

Detailverschaltung 

Sicherheitsbauteile 

Steuerlogik

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Inbetriebnahme und Wartung

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) wird das Strangschema mit allen technischen Details ausgeführt. Es enthält sämtliche Verdrahtungen, die Steuerlogik und die Sicherheitskreise der Hebeplattform in vollem Umfang. Alle Hauptkomponenten – wie Antrieb, Sensoren und Steuerung – sind mit ihrer exakten Verschaltung dargestellt; auch Notstromversorgung, Bremsen und Sicherungen sind eingezeichnet. Dieses Dokument ist für den Betrieb der Anlage von zentraler Bedeutung, da es als technische Referenz dient. Bei der Inbetriebnahme und bei Wartungsarbeiten nutzen Techniker dieses Schema als Grundlage: Es gibt exakt vor, wie alle Komponenten verbunden sind und welche Sicherheitsvorkehrungen vorgesehen sind. So kann bei Fehlern oder Prüfungen schnell nachvollzogen werden, ob die Anlage gemäß den Plänen ausgeführt wurde und ob alle Schutzfunktionen richtig eingebaut sind.

Funktions- und Strangschema – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogenes Funktionsschema

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten technischen Lösung

Relevante Regelwerke

HOAI, DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Beauftragte Komponenten 

Systemgrenzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Nach Abschluss der Vergabe wird das Funktionsschema an die tatsächlichen Lieferergebnisse angepasst. Im vergabebezogenen Schema werden alle beauftragten Komponenten (mit Hersteller- und Typenangaben) sowie die definierten Systemgrenzen dokumentiert. Es dient damit als verbindlicher „Soll-Ist“-Vergleich der geplanten Anlage. Für das Facility Management ist dieses Dokument die Referenz für Vertrags- und Gewährleistungsfragen: Es zeigt eindeutig, welche Ausführung der Anlage bestellt und installiert wurde. Bei späteren Änderungen, Ergänzungen oder Ersatzteilbestellungen kann anhand dieses Schemas nachvollzogen werden, welche Komponenten zum Lieferumfang gehörten und welchen technischen Spezifikationen sie genügen. So bildet es die Grundlage für die Abnahme und das Änderungsmanagement.

Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) – LPH 2 (Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prinzipschaltbild

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des technischen Grundkonzepts

Relevante Regelwerke

VDI 6026-1, HOAI

Wesentliche Inhalte

• Hauptkomponenten 

• Energie- und Signalfluss

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Strategische Betriebsbewertung

Erläuterung:

Im Rahmen der Vorplanung (Leistungsphase 2) wird mit dem Prinzipschaltbild das technische Grundkonzept der Hebeplattform skizziert. Es enthält nur die wesentlichen Bauteile – z. B. Antriebseinheit, Steuergerät und Hauptsicherungen – und zeigt grob deren Energieversorgung und Signalflüsse. Ziel ist es, die Systemgrenzen zu markieren und die Gesamtidee des Systems auf hohem Abstraktionsniveau darzustellen. Für das Facility Management bietet dieses vorläufige Schema eine erste Übersicht: Man kann die Komplexität sowie die Zugänglichkeit von Bauteilen abschätzen und grundsätzliche Sicherheitsaspekte erfassen. Zudem dient es als Basis für erste Kostenschätzungen und zur Abstimmung mit Behörden oder anderen Fachplanern.

Gebrauchsanweisung (Produktsicherheit)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gebrauchsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung bestimmungsgemäßer Nutzung

Relevante Regelwerke

ProdSG

Wesentliche Inhalte

• Betriebsgrenzen 

• Sicherheitshinweise 

• Restrisiken

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxisbezug FM

Grundlage für Betriebsanweisungen

Erläuterung:

Die Gebrauchsanweisung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Herstellerinformation und Bestandteil des Produkts nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Sie erläutert die bestimmungsgemäße und sichere Verwendung der Hebeplattform. In der Anleitung werden Betriebsgrenzen (z. B. maximale Hublast, zulässige Neigung), Sicherheitshinweise und verbleibende Restrisiken beschrieben. So enthält sie beispielsweise Hinweise zur Bedienung, zur erforderlichen Schutzausrüstung und zum Verhalten im Notfall. Für den Betreiber ist die Gebrauchsanweisung die Grundlage aller betrieblichen Vorgaben: Sie dient als Ausgangspunkt für interne Betriebsanweisungen und Unterweisungen des Personals. Ohne vollständige und sachgerechte Gebrauchsanweisung lässt sich die bestimmungsgemäße Nutzung und damit die Einhaltung rechtlicher Vorgaben nicht sicherstellen.

Schnittstellen- / Trade-Relationship-Matrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellenmatrix

Zweck & Geltungsbereich

Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Verantwortlichkeiten

Relevante Regelwerke

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

• Gewerkegrenzen 

• Zuständigkeiten 

• Übergabepunkte

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination, Haftungsvermeidung

Erläuterung:

Die Schnittstellenmatrix (auch Gewerkebeziehungsmatrix) veranschaulicht alle Übergabepunkte zwischen den beteiligten Gewerken und legt fest, wer wofür verantwortlich ist. Nach VDI 6039 ist sie ein bewährtes Werkzeug zur Visualisierung funktionaler Abhängigkeiten. In der Praxis werden darin die beteiligten Fachdisziplinen (z. B. Elektro-, MSR-, Mechanik-Planung) mit ihren konkreten Aufgaben und Schnittstellen aufgeführt (etwa Energieversorgung, Signalanschlüsse, bauliche Grenzpunkte). Für das Facility Management ist die Matrix unerlässlich, um Schnittstellenkonflikte und Haftungslücken zu vermeiden. Im Fehlerfall oder bei Umbauten zeigt sie sofort, welches Gewerk zuständig ist und wie die Übergabe erfolgt. Sie erleichtert damit die Koordination und klare Verantwortungsverteilung zwischen den beteiligten Parteien.

Herstellerinformationen zur Instandhaltung (Arbeitsmittel)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstellerinformationen zur Wartung

Zweck & Geltungsbereich

Vorgaben für sichere Instandhaltung

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Wartungsintervalle 

• Prüfanweisungen 

• Ersatzteile

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Wartungsverträge, Prüfplanung

Erläuterung:

Die Herstellerinformationen zur Instandhaltung fassen alle wartungsrelevanten Vorgaben des Herstellers zusammen. Typischerweise enthalten sie empfohlene Wartungsintervalle, detaillierte Prüfanweisungen für einzelne Baugruppen und eine Liste der Ersatz- und Verschleißteile. Nach § 10 BetrSichV hat der Betreiber diese Herstellervorgaben bei der Instandhaltung zu berücksichtigen, um den sicheren Zustand des Arbeitsmittels zu erhalten. Für das Facility Management bilden diese Informationen die Grundlage für Wartungsverträge und die Prüfplanung: Anhand der Herstellerangaben wird definiert, welche Wartungsmaßnahmen in welchen Abständen durchzuführen sind und welche Ersatzteile bevorratet werden sollten. So lassen sich die Instandhaltungsaufgaben rechtskonform planen und die Betriebssicherheit dauerhaft gewährleisten.

Hydraulik- oder Pneumatikplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Hydraulik-/Pneumatikplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der fluidtechnischen Energieversorgung und Sicherheitskreise

Rechts- & Normbezug

DGUV Grundsatz 308-002 (Prüfung von Hebebühnen) – technische Dokumentation muss u. a. Hydraulik- und Pneumatikpläne enthalten

Wesentliche Inhalte

• Druckkreise 

• Ventile 

• Sicherheitsventile 

• Schlauchleitungen 

• Notabsenkung und Rückschlagventile

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Unterstützung bei Wartung, Leckageanalyse, Sicherheitsprüfung sowie bei Störungen oder Notabsenkungen

Erläuterung:

Der Hydraulik- bzw. Pneumatikplan ist ein zentrales Sicherheitsdokument. DGUV Grundsatz 308-002 verlangt, dass die technischen Unterlagen für Hebebühnen Pläne der hydraulischen bzw. pneumatischen Steuerung enthalten; diese werden im Zuge der Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme überprüft. Im Facility Management ist der Plan unverzichtbar, um bei Druckverlusten, Notabsenkungsszenarien oder Reparaturen die Energieversorgung und Sicherheitskreise nachvollziehen zu können. Er ermöglicht schnelle Fehlersuche, sichert die vorschriftsmäßige Durchführung von Wartungen und ist Grundlage für die Betriebs- und Prüfungsdokumentation.

Informationen für die Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gefährdungsrelevante Hersteller- und Betreiberinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Unterstützung der arbeitsmittelbezogenen Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV

Rechts- & Normbezug

BetrSichV § 3 – der Arbeitgeber muss vor der Verwendung eines Arbeitsmittels eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, alle Gefährdungen ermitteln und Schutzmaßnahmen festlegen

Wesentliche Inhalte

• Restrisiken 

• Absturzgefahren 

• Quetschstellen 

• hydraulische/pneumatische Gefahren 

• Schutzmaßnahmen und PSA

Verantwortlich

Hersteller (Lieferung von Risikobewertung und Sicherheitsinformationen), Betreiber und Fachkundige (Anpassung der Informationen an den konkreten Einsatz)

Praxisbezug FM

Grundlage für Arbeitsschutzorganisation, Unterweisungen und Schulungen

Erläuterung:

Diese Informationen ermöglichen die systematische Bewertung aller Gefährdungen. Die BetrSichV verlangt, dass der Arbeitgeber vor der Auswahl und Nutzung des Arbeitsmittels alle Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Prüfintervalle dokumentiert. Hersteller- und Betreiberinformationen über Restrisiken, Absturz- und Quetschgefahren, hydraulische bzw. pneumatische Gefahren und erforderliche persönliche Schutzausrüstungen bilden die Basis für die Gefährdungsbeurteilung. Für das Facility Management dienen diese Unterlagen der Ableitung organisatorischer und technischer Schutzmaßnahmen sowie der Vorbereitung auf Audits und behördliche Kontrollen.

Informationen zu Notfall- und Rettungsmaßnahmen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Notfall- und Rettungsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Sicheres Verhalten bei Ausfall, Stromunterbrechung oder Absturzgefahr

Rechts- & Normbezug

BetrSichV §§ 11, 12 – bei besonderen Gefährdungen sind unverzüglich Rettungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten; der Arbeitgeber muss Rettungszugänge bereitstellen, Beschäftigte unterweisen und Notfallmaßnahmen dokumentieren

Wesentliche Inhalte

• Notabsenkverfahren 

• Rettungskonzepte 

• Evakuierungsabläufe 

• Alarmierung 

• Organisation der Ersten Hilfe

Verantwortlich

Arbeitgeber/Betreiber

Praxisbezug FM

Erstellung und Durchführung von Notfallübungen, Nachweis gegenüber Behörden und im Audit

Erläuterung:

Bei Hebebühnen mit erheblicher Absturzhöhe ist ein dokumentiertes Rettungs- und Notfallkonzept zwingend. Die BetrSichV verpflichtet den Arbeitgeber, bei Notfällen unverzüglich Rettungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen zu veranlassen, Rettungszugänge bereitzuhalten und die Beschäftigten zu unterweisen. Die Dokumentation muss Verfahren zur Notabsenkung, Rettungskonzepte, Evakuierungsabläufe, Alarmierungswege und Erste-Hilfe-Organisation enthalten. Sie dient im Facility Management als Grundlage für regelmäßige Notfallübungen und als Nachweis für Behörden und Versicherungen.

Instandhaltungsbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis durchgeführter Wartungs- und Prüfmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306 („Begriffe der Instandhaltung“) – definiert den Instandhaltungsbericht als Teil der Dokumentation über Ausfälle, Störungen, Instandhaltungsmaßnahmen, Kosten und Verfügbarkeit

Wesentliche Inhalte

• Prüfergebnisse 

• festgestellte Mängel 

• durchgeführte Reparaturen 

• Ersatzteile 

• Kosten 

• Verfügbarkeit

Verantwortlich

Instandhalter bzw. Wartungsdienstleister

Praxisbezug FM

Zustandsbewertung, Nachweis gegenüber Prüfern, Versicherern und Audits

Erläuterung:

Der Instandhaltungsbericht dokumentiert den technischen Zustand der Hebebühne. Nach DIN EN 13306 ist er Bestandteil der Instandhaltungsdokumentation und enthält alle Informationen über Störungen, Ausfälle, durchgeführte Maßnahmen, Kosten und Verfügbarkeit. Im Facility Management dient der Bericht als wichtiger Nachweis für gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen, ermöglicht die Bewertung von Mängeln und die Planung weiterer Maßnahmen und verbessert die Auditfähigkeit.

Instandhaltungsplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Strategischer Instandhaltungsplan

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Planung aller Wartungsmaßnahmen mit Berücksichtigung der Lebensdauer der Anlage

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306 und DIN EN 15331 – letztere beschreibt Kriterien für die Planung, Durchführung und Kontrolle von Instandhaltung für Gebäude und ihre technischen Anlagen

Wesentliche Inhalte

• Wartungsintervalle entsprechend Herstellervorgaben und gesetzlichen Fristen 

• Prüfumfang 

• Ressourcen- und Budgetplanung 

• Ersatzteilmanagement

Verantwortlich

Instandhalter in Abstimmung mit Facility Management

Praxisbezug FM

Sicherstellung der Verfügbarkeit und Betriebssicherheit, Minimierung von Ausfallzeiten, Budgetkontrolle

Erläuterung:

Der Instandhaltungsplan ist das zentrale Steuerungsinstrument zur Sicherstellung der Betriebssicherheit. DIN EN 15331 betont, dass die Instandhaltung von Gebäuden und technischen Anlagen aufgrund des hohen Wertes der Immobilien, der vielfältigen Nutzung und der großen Zahl beteiligter Personen komplex ist und Kriterien für Planung, Durchführung und Kontrolle definiert. Ein strukturierter Plan legt Wartungsintervalle, Prüfungsumfang, Ersatzteilmanagement und Ressourcen fest. Er ermöglicht es dem Facility Management, die Verfügbarkeit und Sicherheit der Hebebühnen zu gewährleisten und ungeplante Ausfälle und Kosten zu minimieren.

Instandhaltungszeitplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Terminplan

Zweck & Geltungsbereich

Fristgerechte Umsetzung der Instandhaltung und Einhaltung gesetzlicher Prüffristen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306 – Begriffe und Grundlagen der Instandhaltung; dient als Rahmen für die terminliche Planung

Wesentliche Inhalte

• Prüffristen und Termine 

• Zuständigkeiten 

• Dokumentationspflichten 

• Vorgabe für externe Prüfer und Wartungsfirmen

Verantwortlich

Instandhalter und Facility Management

Praxisbezug FM

Terminüberwachung, Compliance-Sicherung und Erinnerungssystem für Prüfungen und Wartungsarbeiten

Erläuterung:

Der Instandhaltungszeitplan ergänzt den strategischen Instandhaltungsplan durch konkrete Termine. Er stellt sicher, dass alle gesetzlichen Prüfungen und Wartungen fristgerecht durchgeführt werden und ordnet Verantwortlichkeiten und Dokumentationspflichten eindeutig zu. Dadurch unterstützt er das Facility Management bei der Erfüllung der Betreiberpflichten und verhindert Terminüberschreitungen.

Inventarliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen-/Inventarliste

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Erfassung aller Hebebühnen inklusive Standortangaben und Prüffristen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306 – definiert Inventarliste als Liste der Einzelposten mit ihren jeweiligen Standorten

Wesentliche Inhalte

• Standort 

• Baujahr 

• Seriennummer 

• Tragfähigkeit 

• Prüffristen und letzte Prüfung

Verantwortlich

Betreiber bzw. Facility Management

Praxisbezug FM

Grundlagendokument für Prüf- und Wartungsplanung, Budgetierung, Versicherung und Rückverfolgbarkeit

Erläuterung:

Die Inventarliste bildet die Grundlage für eine systematische Prüf- und Instandhaltungsorganisation. Nach DIN EN 13306 ist sie eine Liste der einzelnen Anlagenposten mit Angabe ihres Standorts. Im Facility Management werden zusätzliche Angaben wie Baujahr, Seriennummer, Tragfähigkeit und Prüffristen erfasst, um die Planung von Wartungs- und Prüfmaßnahmen sowie die Nachverfolgung gegenüber Behörden und Versicherern zu erleichtern.

Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Dokumentation der Aufgabenklärung

Zweck & Geltungsbereich

Definition der technischen und betrieblichen Anforderungen für die Hebebühne in der Planungsphase

Rechts- & Normbezug

HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) – Leistungsbild „Technische Ausrüstung“ umfasst Grundlagenermittlung und Objektplanung

Wesentliche Inhalte

• Nutzungsanforderungen 

• Sicherheitskonzept 

• Lastannahmen 

• Schnittstellen zu Bau und Tragwerk 

• Anforderungen an Bediener ergonomie

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Vermeidung von Fehlplanungen durch frühzeitige Einbindung von FM-Belangen; Sicherstellung der Betriebs- und Sicherheitsanforderungen

Erläuterung:

Die Aufgabenklärung ist Teil der Grundlagenermittlung nach HOAI. Sie dient dazu, die technischen und betrieblichen Anforderungen vor Planungsbeginn eindeutig zu definieren. Das Leistungsbild „Technische Ausrüstung“ der HOAI umfasst u. a. die Grundlagenermittlung und die Objektplanung für Neu-, Umbau- oder Instandsetzungsmaßnahmen. Für Hebebühnen werden Nutzungsanforderungen, Sicherheitskonzepte, Lastannahmen und die Integration in die Gebäudetechnik definiert, damit Fehlplanungen vermieden und spätere Betriebs- und Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.

EU-Konformitäts-/Leistungserklärung (Maschinen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

EU-Konformitäts- oder Leistungserklärung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Übereinstimmung mit dem europäischen Maschinenrecht; Voraussetzung für das Inverkehrbringen und die Inbetriebnahme

Rechts- & Normbezug

Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie), 9. ProdSV (nationale Umsetzung) und Verordnung (EU) 2023/1230; Hersteller müssen vor Inverkehrbringen erklären, dass ihre Maschine die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Wesentliche Inhalte

• Herstellerangaben 

• Beschreibung der Maschine 

• angewandte harmonisierte Normen 

• Erklärung der Konformität 

• CE-Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Rechtliche Grundlage für die Inbetriebnahme; Prüfungsnachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern

Erläuterung:

Die EU-Konformitätserklärung ist der rechtliche Kernnachweis für den Betrieb der Hebebühne. Nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und ihrer nationalen Umsetzung durch die 9. Produktsicherheitsverordnung muss der Hersteller vor dem Inverkehrbringen die Konformität mit den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen erklären und eine CE-Kennzeichnung anbringen. Für das Facility Management ist diese Erklärung Voraussetzung für die Inbetriebnahme sowie Bestandteil der Dokumentation bei Prüfungen und Audits.

Kostenberechnung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche Bewertung der Investition; Grundlage für die Budgetfreigabe

Rechts- & Normbezug

HOAI – in der Leistungsphase „Entwurfsplanung“ (LPH 3) ist eine detaillierte Kostenberechnung nach DIN 276 zu erstellen; sie dient als Entscheidungsgrundlage

Wesentliche Inhalte

• Investitionskosten (Anschaffungs-, Installations-, Prüfkosten) 

• Nebenkosten (Planungs- und Genehmigungskosten) 

• Annahmen zu Nutzungsdauer und Wartungsbedarf

Verantwortlich

Fachplaner TGA und Betreiber in Abstimmung

Praxisbezug FM

Grundlage für die wirtschaftliche Entscheidung, Budgetplanung und Wirtschaftlichkeitsanalysen

Erläuterung:

Die Kostenberechnung ist Bestandteil der Entwurfsplanung nach HOAI. Sie liefert eine wirtschaftliche Bewertung der Investition und ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Auftraggeber. In der HOAI-Leistungsphase 3 muss die Kostenberechnung detailliert nach DIN 276 erfolgen und bildet die Grundlage für die Budgetfreigabe. Für das Facility Management ermöglicht sie eine transparente Planung der Anschaffungs- und Betriebskosten sowie die Bewertung unterschiedlicher Beschaffungsszenarien.

Kostenfeststellung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenfeststellung

Zweck & Geltungsbereich

Ermittlung und Dokumentation der tatsächlich angefallenen Investitionskosten

Rechts- & Normbezug

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), DIN 276

Wesentliche Inhalte

• Endgültige Projektkosten
• Abweichungsanalyse (Ist–Soll-Vergleich)
• Nachträge und Mehr-/Minderkosten

Verantwortlich

Fachplaner für technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Abschlusscontrolling, Benchmarking, Grundlage für spätere Wirtschaftlichkeitsanalysen

Erläuterung:

Die Kostenfeststellung wird in der Leistungsphase 8 der HOAI durchgeführt und dient dazu, die abschließenden Baukosten gemäß DIN 276 transparent zu ermitteln. Im Rahmen der Kostenkontrolle vergleicht der Fachplaner die Rechnungsbeträge und Nachträge mit den vertraglich vereinbarten Kosten und legt Abweichungen offen. Für das Facility Management bildet diese Dokumentation eine belastbare Grundlage für Controlling und Benchmarking sowie für zukünftige Investitionsentscheidungen.

Kostenschätzung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenschätzung

Zweck & Geltungsbereich

Grobe Prognose der Kosten in frühen Planungsphasen

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 276

Wesentliche Inhalte

• Vergleichswerte aus ähnlichen Projekten
• Kostenspannen und Kennwerte
• Annahmen zu Ausführung und Mengen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Budgetplanung, Variantenvergleich und Entscheidungsgrundlage

Erläuterung:

Die Kostenschätzung wird typischerweise in der Vorplanung erstellt und basiert auf ersten Entwurfsüberlegungen, Mengenschätzungen und Erfahrungswerten. Sie dient dazu, dem Auftraggeber eine finanzielle Größenordnung zu nennen und verschiedene Systemvarianten zu vergleichen. Grundlage ist die Kostenstruktur nach DIN 276, wobei die Kosten mindestens auf der ersten Ebene der Kostengruppen ausgewiesen werden. Das Facility Management nutzt die Kostenschätzung für Budgetverhandlungen und zur Bewertung von alternativen Hubarbeitsbühnen-Konzepten.

Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mess- und Prüfprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der planungs- und vertragskonformen Funktion der Hubarbeitsbühne

Rechts- & Normbezug

HOAI, DGUV Grundsatz 308-002, BetrSichV, TRBS 2121

Wesentliche Inhalte

• Belastungsprüfungen (statische und dynamische Lasten)
• Sicherheitsfunktionen (Not-Absenkung, Überlastschutz)
• Soll-Ist-Vergleich der technischen Parameter

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Prüfsachverständiger

Praxisbezug FM

Abnahme, Sicherheitsnachweis, Basis für spätere Fehlersuche

Erläuterung:

Vor Inbetriebnahme sind Leistungs- und Sicherheitsprüfungen gesetzlich vorgeschrieben. Der DGUV-Grundsatz 308-002 verlangt, dass ein Prüfbuch vorliegt, das alle technischen Unterlagen (Konformitätserklärung, Montage- und Betriebsanleitung, Belastungsdiagramme, Schaltpläne) sowie die Ergebnisse der statischen und dynamischen Belastungsproben und der Sicherheitsfunktionsprüfungen enthält. Die Prüfprotokolle müssen von fachkundigen Prüfern erstellt, datiert und unterschrieben werden. Sie dienen als Nachweis, dass die Hubarbeitsbühne den Sicherheitsanforderungen entspricht und sind im Betrieb Grundlage für Wiederholungsprüfungen und Störungsanalysen.

Montageanleitung für unvollständige Maschinen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Montageanleitung (für unvollständige Maschinen)

Zweck & Geltungsbereich

Fachgerechte Integration der Hubarbeitsbühne oder ihrer Komponenten in das Gebäudesystem

Rechts- & Normbezug

Verordnung (EU) 2023/1230 (Maschinenverordnung), Richtlinie 2006/42/EG, DIN EN 809

Wesentliche Inhalte

• Beschreibung der Montagebedingungen und Schnittstellen
• Sicherheits- und Schutzmaßnahmen
• Schalt- und Hydraulikpläne
• Bewertung verbleibender Restrisiken und EU-Einbauerklärung

Verantwortlich

Hersteller oder Inverkehrbringer

Praxisbezug FM

Voraussetzung für CE-Konformität und sichere Inbetriebnahme

Erläuterung:

Bei unvollständigen Maschinen (z. B. bei modular aufgebauten Hubarbeitsbühnen) muss der Hersteller eine Montageanleitung gemäß Verordnung (EU) 2023/1230 bereitstellen. Diese Anleitung beschreibt die Bedingungen, unter denen die Teilmaschine in eine Gesamtheit eingefügt werden darf, enthält Schalt- und Hydraulikpläne, Angaben zu Schutzmaßnahmen sowie eine Bewertung der verbleibenden Restrisiken. Die Montageanleitung kann elektronisch zur Verfügung gestellt werden, muss jedoch in einer für das Montageteam verständlichen Sprache vorliegen und dem Anwender auf Wunsch in Papierform bereitgestellt werden. Sie enthält zudem die EU-Einbauerklärung oder einen QR-Code, der auf die Erklärung verweist. Ohne diese Unterlage darf die Maschine nicht in Betrieb genommen werden.

Bauphysikalische und statische Nachweise (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauphysikalische und statische Nachweise (Brand- und Isolationsschutz)

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der Einhaltung von bauphysikalischen (Wärme, Schall) und brandschutztechnischen Anforderungen bei Tragwerken, Befestigungen und Leitungsdurchführungen

Rechts- & Normbezug

DIN 18421 (VOB/C ATV), Landesbauordnungen, DIN 4102, DIN 4140

Wesentliche Inhalte

• Materialprüfzeugnisse und statische Berechnungen
• Nachweise für Brandabschottungen (allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen, ETA, Z-Nummern)
• Installationsprotokolle der Befestigungssysteme
• Montagefotos, Prüfberichte und ggf. Wärme-/Schallschutznachweise

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen (TGA-Installateur), Tragwerksplaner

Praxisbezug FM

Sicherheits- und Genehmigungsnachweis; Basis für spätere Umbauten und Prüfungen

Erläuterung:

Bei Hubarbeitsbühnen, die an Gebäudestrukturen befestigt oder durch Decken/Wände geführt werden, ist der Nachweis der Tragfähigkeit und des Brandschutzes unerlässlich. Die DIN 18421 verlangt, dass für alle Leitungs- und Befestigungsdurchführungen Materialprüfzeugnisse, allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen oder Europäische Technische Bewertungen (ETA) vorliegen. Installationsprotokolle dokumentieren, wie die Befestigungen und Abschottungen eingebaut wurden, und Montagefotos belegen die korrekte Ausführung. Diese Unterlagen werden von Sachverständigen bei der Abnahme geprüft und bilden für das Facility Management den rechtsverbindlichen Nachweis, dass Statik und Brandschutz eingehalten sind. Sie erleichtern zudem spätere Umbauten, da ersichtlich ist, welche Abschottungssysteme verwendet wurden und welche Lastannahmen zugrunde liegen.

Objektbegehungsbericht – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Objektbegehungsbericht (Ist-Zustandsdokumentation)

Zweck & Geltungsbereich

Erfassung des technischen Zustands, der Sicherheit und der Mängel vor oder nach Inbetriebnahme

Rechts- & Normbezug

HOAI (LPH 2-3 und 8), VDI 3810-1, BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Beschreibung aller Komponenten und Sicherheitseinrichtungen
• Dokumentation festgestellter Mängel und Abweichungen
• Foto-Nachweise
• Handlungsempfehlungen und Priorisierung von Maßnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Betreiber oder unabhängiger Sachverständiger

Praxisbezug FM

Grundlage für Risikobewertung, Instandhaltungsplanung und Budgetierung

Erläuterung:

Der Objektbegehungsbericht dient der systematischen Erfassung des tatsächlichen Zustands der Hubarbeitsbühne und ihres Umfelds. Er wird sowohl in frühen HOAI-Phasen (Bestandsaufnahme) als auch zur Abnahme erstellt. Die Prüfung umfasst sicherheitsrelevante Baugruppen, Steuerungen, Sicherungen und den baulichen Kontext. Mängel oder Abweichungen von Normen werden beschrieben und fotografisch dokumentiert, anschließend werden Handlungsempfehlungen und Prioritäten für deren Beseitigung festgelegt. Das Facility Management nutzt diese Informationen, um Risiken zu bewerten, Wartungsmaßnahmen zu planen und Budgets zu priorisieren.

Anschluss- und Medienpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschlusspläne und Medienpläne

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung aller Energie-, Steuerungs- und Sicherheitsanschlüsse sowie Medienführungen (elektrisch, hydraulisch, pneumatisch)

Rechts- & Normbezug

HOAI, VDI 6026-1, TRBS 3121

Wesentliche Inhalte

• Stromanschlüsse, Steuerleitungen, Hydraulik- und Pneumatikanschlüsse
• Sicherheitskreise und Not-Abschaltung
• Kennzeichnung und Nummerierung von Anschlusspunkten und Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Installationsfirma

Praxisbezug FM

Wartung, Fehlerdiagnose, Erweiterungen und gesetzliche Prüfungen

Erläuterung:

Anschluss- und Medienpläne zeigen in strukturierter Form alle Energie- und Informationsschnittstellen der Hubarbeitsbühne. Sie enthalten Stromlaufpläne, Steuerleitungen, Hydraulik- und Pneumatikleitungen sowie Sicherheitskreise. Die VDI 6026 fordert, dass diese Unterlagen normgerecht aufgebaut sind und Bestandteil der Revisionsdokumentation werden. Die TRBS 3121 verlangt, dass technische Dokumente (z. B. Schaltpläne, Prüfanweisungen, Handbücher) den Prüfsachverständigen zur Verfügung stehen. Für das Facility Management sind die Pläne ein unverzichtbares Werkzeug bei Störungsbehebungen und Umbauten; sie ermöglichen den sicheren Eingriff in die Anlage und helfen, Gefährdungen durch ungewollte Spannungsführungen zu vermeiden.

Planungskonzept – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Planungskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Zusammenfassende Darstellung der technischen Lösung für die Hubarbeitsbühne in der Vor- und Entwurfsplanung

Rechts- & Normbezug

HOAI (Anlage 15), DIN EN 81-20/81-50 (Sicherheit von Personenaufzügen), DIN 276, VOB/A

Wesentliche Inhalte

• Sicherheitsstrategie und Rettungskonzept
• Beschreibung der Anlage, Traglasten und Bewegungsbereiche
• Schnittstellen zu Baukörper und anderen Gewerken
• Wartungszugänglichkeit und Betriebskonzept

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Hersteller

Praxisbezug FM

Strategische Grundlage für Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen

Erläuterung:

Das Planungskonzept entsteht in den frühen HOAI-Leistungsphasen 2–3 und bildet die gesamtheitliche technische und funktionale Konzeption der Hubarbeitsbühne. Es berücksichtigt normative Anforderungen an Sicherheit, Rettung, Tragfähigkeit und Ergonomie (z. B. DIN EN 81-20/81-50 für Personenaufzüge) und integriert die Vorgaben von DIN 276 für die Kostengliederung. Im Konzept werden auch die Schnittstellen zum Bauwerk, die Anforderungen an Stromversorgung, Steuerung und Medien, die Wartungszugänglichkeit sowie das Betriebskonzept beschrieben. Für das Facility Management stellt das Dokument eine strategische Entscheidungsgrundlage dar, die zukünftige Anpassungen und Erweiterungen erleichtert.

Preisliste – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Preisliste / Leistungsverzeichnis

Zweck & Geltungsbereich

Transparente Darstellung der Kostenstruktur zur Angebotserstellung und Vergabe

Rechts- & Normbezug

HOAI (Anlage 15), DIN 276, VOB/A

Wesentliche Inhalte

• Leistungspositionen nach Kostengruppen
• Einheitspreise und Pauschalen
• Zuschläge, Ab- und Aufschläge

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostenkontrolle, Nachtragsprüfung, Lebenszykluskostenanalyse

Erläuterung:

Die Preisliste stellt die wirtschaftliche Grundlage für die Beschaffung der Hubarbeitsbühne dar. Sie ist in Leistungspositionen gegliedert und folgt der Systematik von DIN 276. Neben Einheitspreisen sind auch Zuschläge, Nachlassregelungen und eventuelle optionale Positionen aufgeführt. Während der Vergabe dient die Preisliste dem Vergleich der Angebote und der Bewertung von Nachträgen; im Betrieb wird sie zur Kontrolle von Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie zur Planung von Modernisierungen herangezogen.

Mängelbeseitigungsprotokoll aus der Abnahme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mängelbeseitigungsprotokoll (Abnahmeprotokoll)

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der ordnungsgemäßen Beseitigung von bei der Abnahme festgestellten Mängeln

Rechts- & Normbezug

HOAI (LPH 8), VOB/B § 13

Wesentliche Inhalte

• Mängelliste mit Beschreibung und Klassifizierung
• Fristen und verantwortliche Parteien
• Nachweis der Mängelbeseitigung (Abnahmevermerk, Fotos)

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Auftragnehmer, Betreiber

Praxisbezug FM

Gewährleistungsmanagement, Nachverfolgung von Mängeln

Erläuterung:

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Hubarbeitsbühne abgenommen. Festgestellte Mängel müssen innerhalb gesetzter Fristen behoben werden; das Mängelbeseitigungsprotokoll hält diese Sachverhalte revisionssicher fest. Es enthält die Liste der Mängel, verantwortliche Parteien, Termine für die Beseitigung und den Nachweis der ordnungsgemäßen Ausführung. Gemäß VOB/B beginnt mit der Abnahme die Gewährleistungsfrist. Ein sorgfältig geführtes Protokoll dient dem Facility Management als rechtliche Grundlage, um Gewährleistungsansprüche geltend zu machen, Nacharbeiten zu überwachen und im Streitfall die Einhaltung der vertraglichen Pflichten zu belegen.

Schlitz- und Durchbruchspläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Geltungsbereich

Koordination baulicher Öffnungen für Hebebühnen und Schachtkonstruktionen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Lage und Maße der Durchbrüche 

• Tragwerksbezug 

• Brandschutzdetails

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Grundlage für Ausführung, Revision und spätere Umbauten

Erläuterung:

Diese Pläne konkretisieren die in der Entwurfsplanung definierten baulichen Anforderungen und überführen sie in eine ausführungsreife Detailplanung. Sie enthalten exakte Angaben zu Lage, Abmessungen, Höhenbezug und konstruktiver Einbindung von Durchbrüchen in tragende und nichttragende Bauteile. Besondere Bedeutung kommt der Abstimmung mit dem Tragwerksplaner sowie dem Brandschutzfachplaner zu, da Eingriffe in tragende Strukturen und feuerwiderstandsfähige Bauteile einer statischen und brandschutztechnischen Bewertung bedürfen.

Für das Facility Management stellen diese Unterlagen eine unverzichtbare Grundlage für spätere Umbauten, Nachrüstungen oder Nutzungsänderungen dar, da sie Transparenz über konstruktive Eingriffe und brandschutzrelevante Ausführungen gewährleisten.

Schlitz- und Durchbruchspläne – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogene Durchbruchspläne

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten baulichen Maßnahmen

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

 

Verantwortlich

 

Praxisbezug FM

 

Erläuterung:

Im Rahmen der Vergabe werden die geplanten Durchbrüche und Schlitze verbindlich den ausführenden Unternehmen zugeordnet. Die vergabebezogenen Pläne dokumentieren eindeutig die Leistungsabgrenzung zwischen Rohbau-, Ausbau- und TGA-Gewerken. Etwaige technische oder wirtschaftliche Änderungen gegenüber der Ausführungsplanung sind nachvollziehbar darzustellen.

Für das Facility Management sind diese Dokumente von hoher Bedeutung im Hinblick auf Gewährleistungsansprüche, da sie den vertraglich geschuldeten Leistungsumfang eindeutig definieren und im Streitfall als Referenz dienen.

Schnittstellenkatalog

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interface-Katalog

Zweck & Geltungsbereich

Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Zuständigkeiten

Rechts- & Normbezug

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

• Gewerkegrenzen 

• Verantwortlichkeiten 

• Informationsflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination und Haftungsprävention

Erläuterung:

Der Schnittstellenkatalog definiert systematisch die Übergabepunkte zwischen Baukonstruktion, Elektrotechnik, Steuerung, Sicherheitsausstattung und Betreiberorganisation. Er legt fest, welche Partei welche Leistung schuldet, welche Informationen zu welchem Zeitpunkt bereitzustellen sind und wie Abstimmungsprozesse erfolgen.

Im Facility Management verhindert ein strukturierter Schnittstellenkatalog Zuständigkeitslücken und reduziert Haftungsrisiken. Er ist insbesondere bei komplexen Hebebühnenanlagen mit integrierter Sicherheits- und Steuerungstechnik essenziell.

Schutzkonzept (Arbeitsmittel)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schutz- und Sicherheitskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Definition technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

TRBS 1111, TRBS 1115

Wesentliche Inhalte

• Gefährdungsanalyse 

• Absturzsicherung 

• Notfallstrategie

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Arbeitsschutzorganisation

Erläuterung:

Das Schutzkonzept konkretisiert die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung nach Betriebssicherheitsverordnung. Es beschreibt technische Schutzmaßnahmen wie Absturzsicherungen, Verriegelungen, Not-Halt-Einrichtungen sowie organisatorische Maßnahmen wie Unterweisungen, Zugangsregelungen und Prüfintervalle.

Für das Facility Management bildet dieses Dokument die Grundlage der betrieblichen Sicherheitsorganisation. Es dient als verbindlicher Handlungsrahmen für Betrieb, Wartung und Notfallmanagement.

Stromlauf- / Schaltpläne der Hebebühne (Hersteller)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schaltpläne der Maschine

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Steuer- und Sicherheitstechnik

Rechts- & Normbezug

DGUV Grundsatz 308-002

Wesentliche Inhalte

• Sicherheitskreise 

• Not-Aus 

• Steuerlogik

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Wartung und Störungsanalyse

Erläuterung:

Die vom Hersteller bereitgestellten Stromlauf- und Schaltpläne dokumentieren die interne elektrische Struktur der Hebebühne einschließlich Sicherheitskreisen, Verriegelungen und Steuerlogiken. Sie ermöglichen eine fachgerechte Fehlersuche sowie die Bewertung sicherheitsrelevanter Eingriffe.

Im Facility Management sind diese Unterlagen zwingend erforderlich, um Wartungsarbeiten normkonform durchzuführen und bei Störungen die Ursachenanalyse nachvollziehbar zu dokumentieren.

Schaltpläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs-Schaltpläne

Zweck & Geltungsbereich

Umsetzung der elektrotechnischen Planung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Anschlusswerte 

• Schutzkonzepte 

• Energieversorgung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Umbauten

Erläuterung:

Diese Schaltpläne bilden die verbindliche Grundlage für die elektrotechnische Ausführung im Gebäude. Sie enthalten Angaben zu Einspeisung, Absicherung, Potentialausgleich, Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag sowie zur Integration in bestehende Niederspannungsanlagen.

Für das Facility Management sichern sie die transparente Einbindung der Hebebühne in die Energieversorgung und ermöglichen spätere Anpassungen oder Erweiterungen unter Beachtung der geltenden elektrotechnischen Regeln.

Übersichtsschaltplan – LPH 8 (Bestandsversion)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichtsschaltplan (As-Built)

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der realisierten elektrischen Struktur

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Endausführung 

• Kennzeichnungen 

• Funktionsübersicht

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Revisions- und Bestandsunterlage

Erläuterung:

Der Übersichtsschaltplan in der Bestandsfassung dokumentiert die tatsächlich ausgeführte elektrische Struktur einschließlich aller Änderungen während der Bauphase. Er muss eindeutig gekennzeichnet, datiert und freigegeben sein.

Für das Facility Management stellt er eine zentrale Revisionsunterlage dar und bildet die Grundlage für Prüfungen, wiederkehrende Kontrollen sowie zukünftige Modernisierungen.

Gesamtübersichtszeichnung – Hebebühne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichtszeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der mechanischen und baulichen Integration

Rechts- & Normbezug

DGUV Grundsatz 308-002

Wesentliche Inhalte

• Aufstellfläche 

• Sicherheitszonen 

• Bewegungsbereiche

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Sicherheits- und Flächenmanagement

Erläuterung:

Die Gesamtübersichtszeichnung zeigt die räumliche Einbindung der Hebebühne in das Gebäude einschließlich Aufstellfläche, Bewegungsbereich und Sicherheitsabständen. Sie ist wesentlich für die Beurteilung von Verkehrswegen, Flucht- und Rettungswegen sowie angrenzenden Nutzungsbereichen.

Im Facility Management dient sie der Koordination mit anderen Nutzungen und unterstützt die Einhaltung arbeitsschutzrechtlicher Mindestabstände.

Unfall- und Schadensbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unfall-/Schadensbericht

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation von Personen- oder Sachschäden

Rechts- & Normbezug

BetrSichV, TRBS 3151

Wesentliche Inhalte

• Ereignisbeschreibung 

• Ursachenanalyse 

• Maßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Prävention, Versicherungsnachweis

Erläuterung:

Unfall- und Schadensberichte dokumentieren systematisch Art, Ablauf und Ursachen eines Ereignisses. Sie enthalten Angaben zu beteiligten Personen, technischen Rahmenbedingungen, Sofortmaßnahmen sowie abgeleiteten Präventionsmaßnahmen.

Für das Facility Management sind sie Bestandteil der kontinuierlichen Verbesserungsprozesse und dienen zugleich als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherungen.

Herstellerunterlagen zur Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstellerinformationen zur Risikoanalyse

Zweck & Geltungsbereich

Unterstützung der Gefährdungsbeurteilung

Rechts- & Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Restrisiken 

• Schutzmaßnahmen 

• Bedienhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Arbeitsschutz und Unterweisung

Erläuterung:

Herstellerunterlagen zur Risikoanalyse enthalten Angaben zu bestimmungsgemäßer Verwendung, vorhersehbarem Fehlgebrauch, Restrisiken und erforderlichen Schutzmaßnahmen. Diese Informationen sind bei der Erstellung der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung zwingend zu berücksichtigen.

Im Facility Management bilden sie die Grundlage für Betriebsanweisungen, Unterweisungen und organisatorische Schutzmaßnahmen.

Unterlagen für behördliche Genehmigungen und Abnahmen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungs- und Abnahmeunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der bau- und arbeitsschutzrechtlichen Zulässigkeit sowie der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme

Rechts- & Normbezug

DIN 18385 (VOB/C ATV) – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Aufzug-, Fahrtreppen- und Förderanlagen

Wesentliche Inhalte

• Abnahmeprotokolle 

• Prüfbescheinigungen 

• Konformitätserklärungen 

• Freigaben

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Grundlage für rechtmäßigen Betrieb und Versicherungsdeckung

Erläuterung:

Nach Abschluss der Bau- und Installationsphase muss der Betreiber gegenüber den Behörden und Versicherern dokumentieren, dass die Hebebühne den bau- und arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen genügt. Gemäß DIN 18385 sind die allgemeinen technischen Vertragsbedingungen für Aufzüge und Förderanlagen einzuhalten. Abnahmeprotokolle, Prüf- und Konformitätsnachweise dokumentieren die ordnungsgemäße Inbetriebnahme. Im Facility Management dienen diese Unterlagen als Basis für die Betriebsfreigabe und als Nachweis gegenüber Genehmigungsbehörden und Versicherern.

Spezielle technische Unterlagen für unvollständige Maschinen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Spezielle technische Dokumentation (einschließlich Einbauerklärung)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der sicheren Integration einer unvollständigen Maschine – insbesondere bei nachträglicher Einbindung in eine Gesamtanlage

Rechts- & Normbezug

Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie); gemäß DGUV-Test-Information 14 muss der Hersteller entweder eine Konformitätserklärung oder bei unvollständigen Maschinen eine Einbauerklärung beifügen.

Wesentliche Inhalte

• Beschreibung der Baugruppe 

• Integrationshinweise 

• Restrisiken 

• Benennung einer zur Erstellung der technischen Unterlagen bevollmächtigten Person sowie Aufbewahrungspflicht

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Revisions- und Haftungsnachweis bei Nachrüstungen und Umbauten

Erläuterung:

Wird eine Hebebühne als unvollständige Maschine geliefert, muss der Hersteller eine Einbauerklärung nach Richtlinie 2006/42/EG beifügen. Die DGUV-Test-Information 14 erklärt, dass in der Einbauerklärung die Baugruppe, die verbliebenen Restrisiken sowie der Umfang der mitgelieferten Dokumentation beschrieben sein müssen. Eine bevollmächtigte Person muss benannt werden und die Unterlagen sind mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Diese Dokumentation ermöglicht es dem Betreiber, die Maschine sicher in eine Gesamtanlage zu integrieren und später die Gesamtkonformität nachzuweisen.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungs- und Leistungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Vergabe der technischen Leistung unter Einhaltung der Grundsätze der VOB/A

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019 – Abschnitt 1 regelt unterhalb der EU-Schwellenwerte die Vergabe von Bauleistungen und ermöglicht die Wahl zwischen öffentlicher und beschränkter Ausschreibung; HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) für Planungsleistungen.

Wesentliche Inhalte

• Leistungsumfang und Sicherheitsanforderungen 

• Prüfvorgaben 

• Vertragsbedingungen 

• Angaben zu Nachweisen und Fristen

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug FM

Sicherstellung eines transparenten Vergabeprozesses, Vertragsklarheit und Nachtragskontrolle

Erläuterung:

Die Ausschreibungsunterlagen definieren den Umfang der zu erbringenden Leistungen, enthalten die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Hebebühne und regeln die Prüf- und Dokumentationspflichten. Die VOB/A 2019 erlaubt für Bauleistungen unterhalb der EU-Schwellenwerte die Wahl zwischen öffentlicher und beschränkter Ausschreibung und sieht vor, dass Zuschlagskriterien transparent bekannt gemacht werden. In der Praxis dienen klare Leistungsbeschreibungen dazu, Nachträge zu vermeiden und die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsspezifikationen sicherzustellen. Bei Planungsleistungen ist zudem die Honorarvereinbarung nach HOAI § 7 schriftlich zu treffen; andernfalls gilt der Basishonorarsatz.

Vergabevorschlag

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabevorschlag

Zweck & Geltungsbereich

Fachliche und wirtschaftliche Zuschlagsempfehlung auf Grundlage der eingegangenen Angebote

Rechts- & Normbezug

HOAI (bei Planungsleistungen) – Honorarvereinbarung und Basishonorarsatz; VOB/A-Grundsätze der Transparenz und Wirtschaftlichkeit

Wesentliche Inhalte

• Angebotsvergleich 

• Bewertung der Sicherheitskonzepte 

• Wirtschaftlichkeitsanalyse 

• Empfehlung zum Zuschlag

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Dokumentation einer nachvollziehbaren Beschaffungsentscheidung unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit

Erläuterung:

Der Vergabevorschlag fasst die Ergebnisse der Angebotsprüfung und -bewertung zusammen. Neben Preis und Qualität bewertet er insbesondere die Sicherheitskonzepte der Bieter. Nach VOB/A müssen Zuschlagskriterien vorab veröffentlicht werden und die Zuschlagsentscheidung ausschließlich nach diesen Kriterien erfolgen. Bei Planungsleistungen ist die Honorarvereinbarung nach HOAI schriftlich zu treffen. Der Vergabevorschlag dokumentiert somit den transparenten Entscheidungsprozess und dient als Nachweis für interne und externe Audits.

Vermerk zur regelmäßigen Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Überprüfungsvermerk Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Aktualität und Wirksamkeit der Gefährdungsbeurteilung

Rechts- & Normbezug

BetrSichV § 3: Arbeitgeber müssen vor Verwendung von Arbeitsmitteln eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und erforderliche Schutzmaßnahmen ableiten; die Bewertung ist regelmäßig zu überprüfen und bei Änderungen zu aktualisieren.

Wesentliche Inhalte

• Prüfanlass und Datum 

• Bewertung der Gefährdungen 

• Wirksamkeitskontrolle der Maßnahmen 

• Anpassungsmaßnahmen und Termine 

• Dokumentation des Prüfers

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Erfüllung der Betreiberpflichten, Arbeitsschutz- und Auditnachweis

Erläuterung:

Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet den Arbeitgeber, vor Auswahl und Nutzung von Arbeitsmitteln eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Diese muss alle Gefährdungen durch das Arbeitsmittel, die Arbeitsumgebung und das Arbeitsverfahren berücksichtigen; sie ist vor der Beschaffung zu beginnen und regelmäßig zu überprüfen. Der Überprüfungsvermerk dokumentiert den Anlass und das Ergebnis der Überprüfung, bestätigt die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen und legt Anpassungen fest. Die Dokumentation muss vor der ersten Benutzung erstellt und bei Veränderungen oder neuen Erkenntnissen aktualisiert werden.

Verpflichtungserklärung von Lieferanten zur Einhaltung des Arbeitsschutzes

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Verpflichtungserklärung Arbeitsschutz

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der Einhaltung aller arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben durch Lieferanten und Fremdfirmen

Rechts- & Normbezug

DGUV Vorschrift 1: Der Arbeitgeber muss beauftragte Unternehmen schriftlich anweisen, Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten und sie bei der Gefährdungsbeurteilung unterstützen; bei mehreren Unternehmen ist eine Koordination erforderlich.

Wesentliche Inhalte

• Verpflichtung zur Einhaltung der einschlägigen Arbeitsschutzvorschriften 

• Nachweis von Unterweisungen 

• Koordinationspflichten bei Zusammenarbeit mehrerer Unternehmer 

• Benennung einer verantwortlichen Kontaktperson

Verantwortlich

Auftraggeber / Betreiber

Praxisbezug FM

Fremdfirmenmanagement, Haftungsprävention und Einbindung externer Dienstleister in die Arbeitsschutzorganisation

Erläuterung:

Die DGUV Vorschrift 1 verpflichtet den Arbeitgeber, bei der Vergabe von Aufträgen an externe Unternehmen sicherzustellen, dass diese die Unfallverhütungsvorschriften beachten. Er hat sie zu unterweisen und muss mit ihnen abstimmen, wer die Überwachung der Maßnahmen übernimmt. Arbeiten mehrere Unternehmer gemeinsam, müssen sie sich gegenseitig über Gefahren informieren und einen Koordinator bestimmen. Eine schriftliche Verpflichtungserklärung dokumentiert diese Pflichten und reduziert das Haftungsrisiko des Betreibers insbesondere bei Arbeiten in großer Höhe.

Wartungsanweisungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsanweisungen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung eines ordnungsgemäßen und sicheren Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Wartungsumfänge 

• Intervalle 

• Sicherheitsmaßnahmen 

• Prüfpunkte

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Grundlage für Wartungsverträge und Prüfkonzepte

Erläuterung:

Die Wartungsanweisungen konkretisieren die technischen Mindestanforderungen für Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Personen-Hebeplattform. Gemäß VDI 6026-1 sind Wartungsumfänge systematisch zu beschreiben und auf die sicherheitsrelevanten Komponenten – insbesondere Tragmittel, Hubmechanismen, Führungseinrichtungen, Steuerungen und Sicherheitseinrichtungen – auszurichten.

Für das Facility Management bilden diese Anweisungen die verbindliche Grundlage für Wartungsverträge und die Definition von Leistungsinhalten gegenüber Dienstleistern. Sie ermöglichen eine klare Abgrenzung von Betreiber- und Dienstleisterpflichten und dienen zugleich als Referenz bei Leistungsstörungen oder Gewährleistungsfragen. Darüber hinaus sind sie maßgeblich für die Sicherstellung der dauerhaften Funktions- und Betriebssicherheit im Sinne der Betreiberverantwortung.

Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierter Nachweis aller Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

VDMA 24186-0

Wesentliche Inhalte

• durchgeführte Arbeiten 

• Befunde 

• Mängel 

• Empfehlungen

Verantwortlich

Instandhalter / Wartungsingenieur

Praxisbezug FM

Betreiberpflichten, Audit- und Versicherungsnachweis

Erläuterung:

Die Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186 stellt eine systematische Erfassung aller durchgeführten Maßnahmen sicher. Sie umfasst neben Datum und Art der Tätigkeit insbesondere Zustandsbewertungen, festgestellte Abweichungen, sicherheitsrelevante Befunde sowie Handlungsempfehlungen.

Im Facility Management dient diese Dokumentation als belastbarer Nachweis der ordnungsgemäßen Erfüllung der Betreiberpflichten. Sie ist wesentlich für interne und externe Audits, behördliche Prüfungen sowie für versicherungsrechtliche Fragestellungen im Schadensfall. Gleichzeitig bildet sie die Datengrundlage für zustandsorientierte und präventive Instandhaltungsstrategien und ermöglicht eine nachvollziehbare Lebenszyklusbetrachtung der Anlage.

Instandhaltungsplanung und -organisation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungs- und Organisationskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Organisation aller Instandhaltungsprozesse

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Zuständigkeiten 

• Wartungsstrategie 

• Ressourcenplanung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Sicherstellung der Betriebssicherheit und Verfügbarkeit

Erläuterung:

Das Instandhaltungs- und Organisationskonzept beschreibt die strategische und operative Ausgestaltung sämtlicher Instandhaltungsprozesse. Es legt Verantwortlichkeiten, Eskalationswege, Qualifikationsanforderungen sowie die gewählte Wartungsstrategie (präventiv, zustandsorientiert oder ereignisgesteuert) fest.

Für das Facility Management stellt dieses Dokument die organisatorische Grundlage dar, um Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Personen-Hebeplattform langfristig sicherzustellen. Es verknüpft technische Anforderungen mit Budget- und Ressourcenplanung und schafft Transparenz hinsichtlich Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnissen.

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung von Investitions- und Betriebskosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Investitionskosten 

• Betriebskosten 

• Lebenszyklusbetrachtung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Investitions- und Ersatzentscheidungen

Erläuterung:

Der Wirtschaftlichkeitsnachweis analysiert Investitionskosten, laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie potenzielle Modernisierungs- oder Ersatzszenarien über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Er dient als Entscheidungsgrundlage für Neubeschaffungen, technische Anpassungen oder umfassende Sanierungen.

Im Facility Management ermöglicht diese Betrachtung eine transparente Priorisierung von Investitionen und eine fundierte Budgetplanung. Sie unterstützt strategische Entscheidungen unter Berücksichtigung von Sicherheitsanforderungen, Restnutzungsdauer und Betriebskostenentwicklung.

Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Entwurfszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des geplanten technischen Konzepts

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Systemlayout 

• Sicherheitsbereiche 

• Platzbedarf

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Bewertung von Sicherheits- und Wartungsanforderungen

Erläuterung:

Die Entwurfszeichnungen visualisieren das technische Gesamtkonzept der Hebeplattform einschließlich Aufstellort, Zugangsbereichen, Rettungswegen und sicherheitsrelevanten Zonen. Sie ermöglichen eine frühzeitige Prüfung der Wartungszugänglichkeit, der Flächenbedarfe sowie der Integration in bestehende Gebäudestrukturen.

Für das Facility Management sind diese Unterlagen entscheidend, um bereits in der Planungsphase betriebliche Anforderungen einzubringen und spätere Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der technischen Umsetzung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Detailmaße 

• Befestigungen 

• Sicherheitseinrichtungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Montage, Wartung und Umbauten

Erläuterung:

Die Ausführungsplanung enthält sämtliche Detailinformationen zur konstruktiven und technischen Umsetzung. Sie bildet die verbindliche Grundlage für Montage, Abnahme und spätere Eingriffe in die Anlage.

Im Betrieb dient sie dem Facility Management als technische Referenz bei Umbauten, Reparaturen oder Modernisierungen. Sie gewährleistet, dass Eingriffe fachgerecht und unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Details erfolgen.

Grafische Darstellung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogene Ausführungsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten technischen Lösung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

• beauftragte Systemvariante 

• Abweichungen 

• Leistungsgrenzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung:

Die vergabebezogene Ausführungsdarstellung dokumentiert die tatsächlich beauftragte Systemvariante einschließlich etwaiger Abweichungen vom ursprünglichen Planungskonzept. Sie definiert Leistungsgrenzen, Schnittstellen und vertraglich vereinbarte Ausführungsdetails.

Für das Facility Management ist dieses Dokument zentral für das Vertrags- und Gewährleistungsmanagement. Es dient als Referenz bei Mängelansprüchen, Nachträgen oder Leistungsbewertungen und stellt die verbindliche Grundlage für spätere Prüf- und Instandhaltungsmaßnahmen dar.