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Anlagenverzeichnis Aufzugstechnik

Facility Management: Aufzugsmanagement » Ausschreibung » Anlagenverzeichnis

Gefährdungen im Aufzugsbetrieb erkennen und sicher bewerten

Aufzugsanlagen: Technische Anlagenliste

Eine vollständige technische Anlagenliste ist die Basis für den sicheren und rechtskonformen Betrieb aller Aufzugsanlagen. Pro Anlage werden die wichtigsten Stammdaten erfasst (Standort/Schacht, Anlagen-ID, Hersteller/Typ, Baujahr, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit, Haltestellen, Antriebsart, Steuerung/Softwarestand) sowie die sicherheitsrelevanten Baugruppen (Fahrkorb, Türen inkl. Verriegelungen, Antrieb, Seile/Gurte bzw. Hydraulik, Bremsen, Geschwindigkeitsbegrenzer, Fangvorrichtung, Puffer, Schachtgrube/Inspektionseinrichtungen, Notbetrieb, Notbeleuchtung, Notruf/Zweiwege-Kommunikation nach DIN EN 81-28 und Notfallplan). Die Liste verknüpft jede Anlage mit den erforderlichen Betreiberleistungen: Gefährdungsbeurteilung, regelmäßige Sicht-/Funktionskontrollen, Wartung und Instandsetzung durch Aufzugsfachfirma, Störungs- und Befreiungsmanagement (24/7-Bereitschaft, definierte Reaktions- und Befreiungszeiten), Dokumentenführung (Prüfberichte, Wartungsnachweise, Änderungsdokumentation) sowie wiederkehrende Prüfungen durch eine ZÜS nach ÜAnlG/BetrSichV und TRBS 1201 Teil 4/TRBS 3121 (Hauptprüfung i. d. R. alle 2 Jahre, Zwischenprüfung nach 1 Jahr bzw. zur Halbzeit). Damit sind Verfügbarkeit, Sicherheit und Auditfähigkeit im CAFM/CMMS klar und nachvollziehbar steuerbar.

Anlagenbestandsliste (Muster; wird mit den Originaldaten ersetzt)

Technische Anlagenliste (Baujahr 2026)

No.

Anlagentyp

Nenntragfähigkeit [kg]

Nenngeschwindigkeit [m/s]

Haltestellen / Förderhöhe [Anz./m]

Ausführung / Antriebsart

Prüfintervall (ZÜS; BetrSichV/TRBS)

Standort/Bereich

Besondere Ausstattung

Baujahr

1

Personenaufzug A (Hauptfoyer)

1000

1,6

8/24

Seilaufzug, maschinenraumlos (MRL), Frequenzumrichter (FU)

ZÜS: Hauptprüfung (HP) spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung (ZP) nach 1 Jahr; zusätzlich vor Inbetriebnahme sowie nach prüfpflichtigen Änderungen

Schacht A – EG bis 7. OG

Wartung nach DIN EN 13015; Notruf/Zweiwegekommunikation nach DIN EN 81-28 (24/7 Leitstelle); barrierefrei nach DIN EN 81-70; automatisches Notbefreiungssystem (ARD); Türlichtgitter; definierter Notfallplan/Befreiungsanweisung am Betriebsort; Störmeldung an FM/GLT

2026

2

Personenaufzug B (Nebeneingang)

1000

1,6

8/24

Seilaufzug, maschinenraumlos (MRL), Frequenzumrichter (FU)

ZÜS: Hauptprüfung (HP) spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung (ZP) nach 1 Jahr; zusätzlich vor Inbetriebnahme sowie nach prüfpflichtigen Änderungen

Schacht B – EG bis 7. OG

Wartung nach DIN EN 13015; Notruf/Zweiwegekommunikation nach DIN EN 81-28 (24/7 Leitstelle); ARD; Etagenfreigabe/Zutrittssteuerung (Schlüsselschalter/Kartenleser); Türlichtgitter; Notfallplan/Befreiungsanweisung am Betriebsort; Störmeldung an FM/GLT

2026

3

Service-/Lastenaufzug (Back-of-house)

1600

1,0

6/18

Seilaufzug, Maschinenraum, Frequenzumrichter (FU)

ZÜS: Hauptprüfung (HP) spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung (ZP) nach 1 Jahr; zusätzlich vor Inbetriebnahme sowie nach prüfpflichtigen Änderungen

Versorgungsbereich – UG bis 4. OG

Wartung nach DIN EN 13015; Notruf/Zweiwegekommunikation nach DIN EN 81-28 (24/7 Leitstelle); robuster Kabinenausbau (Prallschutz); Türlichtgitter; Inspektionsbetrieb/Schachtzugang nach Betreiberregelung; Störmeldung an FM/GLT

2026

4

Lastenaufzug (Anlieferung)

2500

0,63

4/12

Hydraulikaufzug, Hydraulikaggregat im Technikbereich

ZÜS: Hauptprüfung (HP) spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung (ZP) nach 1 Jahr; zusätzlich vor Inbetriebnahme sowie nach prüfpflichtigen Änderungen

Anlieferzone – UG bis 2. OG

Wartung nach DIN EN 13015; Notruf/Zweiwegekommunikation nach DIN EN 81-28 (24/7 Leitstelle); Notablass/Handabsenkung; Öl-/Leckage-Rückhaltung (Auffangwanne/Schutzkonzept); Türschutz (Lichtgitter); Störmeldung an FM/GLT

2026

5

Betten-/Großraumaufzug (sofern erforderlich)

2000

1,0

6/18

Seilaufzug, maschinenraumlos (MRL), Frequenzumrichter (FU)

ZÜS: Hauptprüfung (HP) spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung (ZP) nach 1 Jahr; zusätzlich vor Inbetriebnahme sowie nach prüfpflichtigen Änderungen

Hauptkern – EG bis 5. OG

Wartung nach DIN EN 13015; Notruf/Zweiwegekommunikation nach DIN EN 81-28 (24/7 Leitstelle); ARD; Durchlader (gegenüberliegende Türen); Prioritäts-/Sonderfahrtsteuerung; barrierefreie Bedienung nach DIN EN 81-70; Störmeldung an FM/GLT

2026

6

Feuerwehraufzug (falls vorhanden)

1600

1,0

10/30

Seilaufzug, geschützter Betrieb, Frequenzumrichter (FU)

ZÜS: Hauptprüfung (HP) spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung (ZP) nach 1 Jahr; zusätzlich vor Inbetriebnahme sowie nach prüfpflichtigen Änderungen

Kern C – UG bis 8. OG

Feuerwehraufzug nach DIN EN 81-72 (wenn so ausgeführt); Brandfallsteuerung nach DIN EN 81-73; Wartung nach DIN EN 13015; Notruf nach DIN EN 81-28 (Leitstelle); Notstrom-/Ersatzstromversorgung gemäß Betreiberkonzept; definierte Feuerwehr-Bedienung und Kennzeichnung; Störmeldung an FM/GLT

2026

7

Aufzugs-Notrufsystem (Zweiwegekommunikation)

Nicht zutreffend (Sicherheitskomponente)

Nicht zutreffend (Sicherheitskomponente)

Nicht zutreffend (Sicherheitskomponente)

IP-/GSM/LTE-Notrufgerät, batteriegepuffert, leitstellenfähig

Funktionsprüfung gemäß DIN EN 81-28 und Herstellervorgaben; Nachweisführung im Anlagenbuch; Einbindung in ZÜS-Prüfumfang als sicherheitsrelevante Funktion

Je Aufzug: Fahrkorb + Steuerung/Schaltschrank

24/7 Leitstelle; automatische System-/Verbindungsüberwachung; eindeutige Standort-/Anlagenkennung; definierter Notfallplan/Befreiungsanweisung am Betriebsort; Stör- und Statusmeldungen an FM/GLT (sofern vorgesehen)

2026

8

Automatisches Notbefreiungssystem (ARD) / Rettungsfahrtmodul

Nicht zutreffend (Rettungskomponente)

Nicht zutreffend (Rettungskomponente)

Nicht zutreffend (Rettungskomponente)

Batteriegestütztes Rettungssystem, Ansteuerung über Aufzugssteuerung

Funktionsprüfung im Wartungsplan nach Herstellervorgaben; Nachweisführung im Anlagenbuch; Bestandteil sicherheitsrelevanter Funktionsprüfung

Je Aufzug: Steuerung/Antrieb

Automatische Fahrt zur nächsten Haltestelle bei Netzausfall; kontrollierte Türöffnung im Rettungsbetrieb; Batteriezustandsüberwachung/Alarm; Störmeldung an FM/GLT (sofern vorgesehen)

2026

9

Fernüberwachung / Störmeldesystem (Gateway)

Nicht zutreffend (Monitoring-Komponente)

Nicht zutreffend (Monitoring-Komponente)

Nicht zutreffend (Monitoring-Komponente)

Gateway/Modem, gesicherte Datenverbindung, Protokollierung

Betriebsüberwachung gemäß Betreiberkonzept (24/7); Funktionsprüfung/Wartung nach Herstellervorgaben; dokumentierte Meldungs- und Eskalationskette

Schaltschrank/Serverraum bzw. je Aufzug

Störmeldungen an FM/GLT; Zustandsdaten (Fahrten/Fehlercodes); Trend- und Ausfallanalyse; Service-Reporting; definierte Reaktionszeiten im Wartungs-/Notdienstvertrag

2026

10

Zutritts- und Sondersteuerungen (Etagenfreigabe)

Nicht zutreffend (Steuerungskomponente)

Nicht zutreffend (Steuerungskomponente)

Nicht zutreffend (Steuerungskomponente)

Schlüsselschalter/Kartenleser, Steuerungsmodul, parametrierte Fahrberechtigungen

Funktionsprüfung im Betreiber-/Wartungsplan; dokumentierte Berechtigungskonzepte; Änderungen nur kontrolliert und nachvollziehbar (Änderungsnachweis im Anlagenbuch)

Haltestellen/Foyer + Schaltschrank

Etagenfreigabe, Sperrzeiten, Sonderfahrten; definierte Bedienberechtigungen (Sicherheit/FM); Schnittstelle zu Zutrittskontrolle/Empfang (sofern vorgesehen); Störmeldung an FM/GLT

2026

Stammdatenblatt je Aufzugsanlage (Struktur)

  • Anlagennummer, Standort, Einsatzumgebung (innen/außen, Witterungseinfluss, öffentlich/gesichert), Aufzugsart nach DIN EN 81 (z. B. Personenaufzug, Lasten-/Serviceaufzug, Bettenaufzug, Plattformlift, Feuerwehraufzug), sowie versorgte Nutzungseinheiten (Büros, öffentliche Bereiche, Logistik/Anlieferung, Sanitär-/Servicebereiche, medizinische Bereiche).

  • Hersteller/Typ, Serien-Nr., CE-Kennzeichnung, Baujahr, Nenntragfähigkeit, Nenngeschwindigkeit, Haltestellen/Förderhöhe, Antriebsart (Seil/Hydraulik), Steuerung/Softwarestand, Türsystem (Schacht-/Fahrkorbtüren, Verriegelungen, Türantrieb), elektrische Anschlussdaten (Netzform/Absicherung, Antriebsleistung, Notstrom/USV/ARD), sicherheitsrelevante Baugruppen (Geschwindigkeitsbegrenzer, Fangvorrichtung, Bremsen, Puffer, Sicherheitsstromkreis) sowie Mess-, Überwachungs- und Meldeeinrichtungen inkl. Notruf/Zweiwegekommunikation nach DIN EN 81-28 und MSR-/GLT-/CAFM-Anbindung (Störmeldungen, Betriebsdaten).

  • Gerätedaten: Brems- und Sicherheitsfunktionen (Sicherheitskreis, Bremsprobe nach Hersteller, Notstopps/Schalter), Nivelliergenauigkeit, Türschutz (Lichtgitter/Schließkraftbegrenzung), Rettungsbetrieb (automatische Notbefreiung/ARD, Notfahrbetrieb, manuelle Notabsenkung bei Hydraulik), Antriebs- und Tragmittelparameter (Seile/Gurte: Typ/Anzahl/Abmessung, Hydraulik: Betriebsdruck/Öltyp), zulässige Betriebsarten (Normal-, Inspektions- und ggf. Brandfallbetrieb) sowie Dokumentation prüfpflichtiger Änderungen/Modernisierungen gemäß BetrSichV/ÜAnlG und DIN EN 81-20/-50.

  • Anlagen-/Schachtkonfiguration: Übersicht über Schacht, Schachtgrube und Maschinenraum/Triebwerksraum (Zugänge, Beleuchtung, Steckdosen, Leiter, Not-Aus/Schalter, Schachtkopfarbeiten), Haltestellentüren und Zugangsbereiche (Sicherheitskennzeichnung, Zugangskontrolle), Rettungs- und Befreiungseinrichtungen (Befreiungsanleitung, Schlüssel/Entriegelungswerkzeug, Kommunikationswege), Feuer-/Rauchschnittstellen (Brandfallsteuerung nach DIN EN 81-73; bei Feuerwehraufzug DIN EN 81-72) sowie Ereignisspeicher/Diagnoseprotokolle und vorhandene Datenlogger (z. B. Fahrten, Fehlercodes, Türzyklen).

  • Klassifizierung: Aufzugsart und Verwendungszweck (Personen, Lasten, Barrierefreiheit), Einstufung als überwachungsbedürftige Anlage (ÜAnlG/BetrSichV), Nutzungsprofil (Betriebszeiten, Verkehrsaufkommen, Spitzenlasten), Betriebsart (Dauerbetrieb, Intervallbetrieb, Standby, Stilllegung), wesentliche energetische Kennwerte (Standby-Verbrauch, Fahrenergie, Rückspeisung sofern vorhanden) und grobe Einschätzung von Restlebensdauer, Ersatzteilverfügbarkeit/Obsoleszenz und Modernisierungsbedarf (z. B. Steuerung, Türen, Notruftechnik).

  • Prüf- und Instandhaltungsfristen (siehe Abschnitt C), Verweis auf Anlagenbuch/Prüfbuch, maßgebliche Regeln (BetrSichV, ÜAnlG, TRBS 3121, TRBS 1201 Teil 4, TRBS 1111, DIN EN 81-20/-50, DIN EN 81-28, DIN EN 81-70, DIN EN 81-73, DIN EN 13015, DGUV Vorschrift 3); Festlegung der Intervalle für ZÜS-Prüfungen (Hauptprüfung spätestens alle 2 Jahre, Zwischenprüfung nach 1 Jahr), Betreiber-Sicht-/Funktionskontrollen (z. B. Türen, Beleuchtung, Notrufanzeige), Wartung/Instandsetzung durch Aufzugsfachfirma, Prüfungen sicherheitsrelevanter Funktionen (Notrufverbindung, ARD/Notfahrbetrieb, Türschutz, Brems-/Sicherheitskreis) sowie Auswertung von Störungs-, Diagnose- und GLT-/CAFM-Daten zur zustandsorientierten Instandhaltung und Verfügbarkeitssteuerung.

Rollen, Nachweise, Dokumentation

  • Gefährdungsbeurteilung & Prüfkonzept: Arbeitgeber/Betreiber legt auf Basis von BetrSichV § 3, § 14 sowie TRBS 1111, TRBS 1201 Teil 4 und TRBS 3121 Art, Umfang und Fristen der Prüfungen, Kontrollen und Wartungen je Aufzugsanlage fest; Fokus auf Personen- und Arbeitssicherheit (Einschlussrisiko, Türsicherheit, Absturz-/Quetschgefahren im Schacht, elektrische Gefährdungen, Rettung/Befreiung, Zugangskontrolle, sichere Arbeitsfreigaben/Schaltberechtigungen) sowie auf prüfpflichtige Änderungen und Notfallorganisation.

  • Wiederkehrende Prüfungen in festgelegten Intervallen durch ZÜS sowie Wartung/Instandsetzung durch Aufzugsfachfirmen nach DIN EN 13015; Funktionsprüfungen der Notrufanlage nach DIN EN 81-28, der Türschutzsysteme, der Rettungsfunktionen (ARD/Notbetrieb) und der sicherheitsrelevanten Komponenten (Begrenzer, Fang, Bremsen, Puffer) gemäß Herstellerangaben und Betreiberkonzept; elektrische Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3; besondere Prüfungen vor Erstinbetriebnahme, nach prüfpflichtigen Änderungen, nach Unfällen/Schadensereignissen sowie geregelte Wiederinbetriebnahme nach längeren Stillständen inkl. dokumentierter Befreiungsorganisation (geschulte Personen, Erreichbarkeiten, Ablaufpläne).

  • Anlagenbuch/Prüfbuch je Aufzugsanlage führen und zur Einsicht bereithalten (Dokumentation gemäß BetrSichV/ÜAnlG, TRBS 1201 Teil 4, TRBS 3121 und DIN EN 13015); enthält u. a. Stammdaten, technische Unterlagen (Schaltpläne, Sicherheitsbauteile, Konformität), Gefährdungsbeurteilung/Prüfkonzept, ZÜS-Prüfberichte, Wartungs- und Instandsetzungsnachweise, Nachweise DGUV V3, Notruf-/ARD-Testprotokolle, Störungs- und Reparaturhistorie, Änderungs-/Modernisierungsdokumentation sowie Notfallplan/Befreiungsanweisung und Nachweise zu Schulungen/Befreiungsübungen.