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Checklisten für sicheren Betrieb

Facility Management: Aufzugsmanagement » Betrieb » Betriebskonzept » Checklisten

Checklisten, Muster und Formulare

Checklisten, Muster und Formulare

Praxistaugliche Checklisten, textbasierte Flussdiagramme und Musteraushänge unterstützen, um Notbefreiungen sowie Außerbetriebnahmen und Wiederinbetriebnahmen technischer Anlagen (z. B. Aufzüge, Förder- und Produktionsanlagen) systematisch, rechtskonform und sicher durchzuführen. Die Vorlagen sind so gestaltet, dass sie vor Ort eingesetzt, dokumentiert und revisionssicher archiviert werden können. Sie unterstützen die Erfüllung der Pflichten aus ArbSchG, BetrSichV, TRBS und herstellerspezifischen Vorgaben.

Standard-Vorlagen für Checklisten und Formulare

Allgemeine Hinweise zur Anwendung

  • Verantwortlichkeiten vorab schriftlich festlegen (Anlagenverantwortliche/r, Durchführende, Sicherungsposten).

  • Herstellerinformationen und Betriebsanweisungen vorrangig beachten.

  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA) nach Gefährdungsbeurteilung tragen.

  • Kommunikation sicherstellen (Betriebsleitwarte, Notruf, Sicherungsposten).

  • Alle Schritte dokumentieren, Abweichungen begründen, Unterschriften einholen.

Checkliste Notbefreiung (z. B. aus Aufzug oder eingeschlossener Bereich)- Anwendungszweck

Sichere Befreiung eingeschlossener Personen durch unterwiesenes und freigegebenes Personal.

Voraussetzungen und Freigabe

  • Befähigung/Unterweisung für Notbefreiung nachgewiesen

  • Freigabe durch Anlagenverantwortliche/n eingeholt

  • Herstelleranleitung für Notbefreiung verfügbar

  • Kommunikationsweg gesichert (Funk/Telefon); Notrufnummern bekannt

  • PSA getragen (z. B. Handschuhe, Schutzschuhe); ggf. Absturzsicherung

Sicherung und Gefahrenkontrolle

  • Anlage spannungsfrei geschaltet oder Notbetrieb gemäß Anleitung

  • Gegen unbeabsichtigten Wiederanlauf gesichert (LOTO: Lockout/Tagout)

  • Gefahrenquellen beurteilt (Energieformen: elektrisch, mechanisch, hydraulisch)

  • Zutritt abgesperrt; Sicherungsposten benannt

Kommunikation mit Eingeschlossenen

  • Kontakt hergestellt: Beruhigung und Information über Vorgehen

  • Medizinische Lage abgefragt: Notarzt bei Bedarf verständigt

  • Anweisung: Ruhig bleiben, keine Selbstbefreiung

Durchführung der Befreiung

  • Zugang zur Befreiungsstelle hergestellt (z. B. Triebwerksraum, Türen)

  • Mechanische Entriegelung/Handbetrieb gemäß Anleitung betätigt

  • Kabine/Schachtbereich gegen Bewegung gesichert

  • Türöffnung nur bei stillgesetzter und gesicherter Anlage

  • Personen geordnet und gesichert ins sichere Umfeld führen

  • Erste Hilfe bei Bedarf leisten

Rücksetzen und Nachsorge

  • Anlage gesichtet: offensichtliche Schäden dokumentiert

  • Anlage nicht in Betrieb nehmen, bevor Freigabe durch Befugte erfolgt

  • Ereignis dokumentiert (Uhrzeit, Beteiligte, Ursache, Maßnahmen)

  • Betroffene Personen betreut: Meldung an Betreiber/Behörde nach Vorgabe

Dokumentation und Unterschriften

  • Datum/Uhrzeit: __________ Ort/Anlage: __________________

  • Beteiligte (Namen, Funktionen): __________________________

  • Kurzbeschreibung Ablauf/Ursache: ________________________

  • Durchführende Person: __________ Unterschrift: ____________

  • Sicherungsposten: _____________ Unterschrift: ____________

  • Verantwortliche Führungskraft: ______ Unterschrift: _________

Checkliste Außerbetriebnahme (geplant oder ungeplant)- Ziel

Sichere Stillsetzung einer Anlage, Vermeidung von Schäden und Risiken, klare Kennzeichnung.

Vorbereitung

  • Grund und Umfang geklärt; Arbeitsfreigabe erteilt

  • Gefährdungsbeurteilung aktualisiert; Schutzmaßnahmen festgelegt

  • Unterlagen verfügbar (Schaltpläne, Betriebsanweisung)

  • Beteiligte informiert (Produktion, Instandhaltung, Fremdfirmen)

Stillsetzen und Sichern (LOTO)

  • Anlage geordnet heruntergefahren (Betriebsverfahren)

  • Energiequellen identifiziert (elektrisch, pneumatisch, hydraulisch, thermisch)

  • Energie isoliert und Restenergien abgebaut/gesichert

  • Verriegelungen/Schlösser angebracht; Anhängekennzeichnung (Tag) ausgefüllt

  • Funktionsprüfung der Wirksamkeit der Isolierung durchgeführt

  • Absperrungen/Schilder „Außer Betrieb – kein Einschalten“ angebracht

Umwelt- und Arbeitsschutz

  • Medien sicher abgelassen/entsorgt (z. B. Druckluft, Chemikalien)

  • Brand-/Explosionsschutz berücksichtigt

  • Zugänge gesichert; Beleuchtung/Fluchtwege gewährleistet

Dokumentation und Unterschriften

  • Grund der Außerbetriebnahme: ___________________________

  • Beginn: //______ um ______ Uhr

  • Verantwortliche/r: __________ Unterschrift: __________

  • LOTO-Punkte (Nr./Ort): _________________________________

  • Wirksamkeitsprüfung durch: ______ Unterschrift: _________

Checkliste Wiederinbetriebnahme- Ziel

Regelkonforme, sichere Rückkehr in den Betrieb nach Stillstand, Wartung oder Störung.

Vorabkontrollen

  • Arbeiten abgeschlossen; Arbeitsstelle gereinigt, alle Werkzeuge entfernt

  • Alle Abdeckungen/Schutzvorrichtungen wieder montiert

  • Prüfnachweise/Wartungsprotokolle vollständig

  • Gefährdungsbeurteilung/Änderungsdokumentation aktualisiert

Rücknahme von LOTO

  • Bereich freigegeben; Beteiligte informiert und in sicherem Abstand

  • Verriegelungen/Anhänger nur durch Anbringende entfernt

  • Energiezufuhr schrittweise wiederhergestellt; Dichtheit/Leckage geprüft

Funktion und Sicherheit

  • Sicherheitsfunktionen (z. B. Not-Halt, Zuhaltungen, Lichtgitter) geprüft

  • Leerlauftest im sicheren Modus durchgeführt

  • Probebetrieb unter Aufsicht; Parameter validiert

  • Abweichungen dokumentiert und behoben

Freigabe und Übergabe

  • Formale Betriebsfreigabe erteilt

  • Betreiberpersonal informiert/unterwiesen

  • Start der regulären Produktion/Benutzung freigegeben

Dokumentation und Unterschriften

  • Datum/Uhr: __________ Anlage: __________________________

  • Prüfungen durchgeführt von: _______ Unterschrift: ________

  • Freigabe durch (Verantwortliche/r): ____ Unterschrift: _____

  • Besondere Auflagen/Hinweise: ___________________________

Flussdiagramme (textbasiert)- Notbefreiung – Entscheidungs- und Maßnahmenfolge

  • Start

  • Eingeschlossene Person gemeldet?

  • Ja: Kommunikation herstellen

  • Akute medizinische Not?

  • Ja: Notruf 112, Ersthelfer alarmieren

  • Nein: Fortfahren

  • Unterweisung/Kompetenz vorhanden?

  • Nein: Externe Fachstelle/Service rufen

  • Ja: Freigabe einholen

  • Anlage sichern (LOTO) und Befreiungsweg prüfen

  • Risiko vertretbar?

  • Nein: Warten auf Fachpersonal

  • Ja: Befreiung gemäß Anleitung durchführen

  • Person befreit?

  • Ja: Nachsorge, Dokumentation, Anlage gesperrt lassen bis Freigabe

  • Nein: Einsatz eskalieren (Hersteller/Behörde)

  • Nein: Ende

Wiederinbetriebnahme – Freigabeprozess

  • Start

  • Arbeiten abgeschlossen?

  • Nein: Rückmeldung an Instandhaltung

  • Ja: Sichtprüfung Arbeitsplatz/Schutzeinrichtungen

  • LOTO-Rücknahme vorbereitet?

  • Nein: LOTO-Plan prüfen

  • Ja: Beteiligte informieren

  • Sicherheitsfunktionen geprüft?

  • Nein: Prüfplan abarbeiten

  • Ja: Leerlauftest

  • Störungen vorhanden?

  • Ja: Fehler beheben, erneut testen

  • Nein: Betriebsfreigabe dokumentieren -> Ende

Muster-Aushänge mit Piktogrammen- Aushang: Notbefreiung – Verhalten im Ereignisfall

  • Ruhe bewahren. Nicht ruckartig handeln.

  • Notruf/Leitwarte informieren: Tel. __________

  • Notbefreiung nur durch unterwiesenes Personal!

  • Anlage gegen Wiederanlauf sichern (LOTO).

  • Türen nur bei gesicherter Anlage öffnen.

  • Erste Hilfe leisten, bei Bedarf 112.

  • Ereignis dokumentieren und an Vorgesetzte melden.

Kontakt:

  • Verantwortliche/r vor Ort: __________________ Tel. ________

  • Service/Hersteller: _________________________ Tel. ________

Aushang: Anlage außer Betrieb

  • Anlage gesperrt – Kein Einschalten!

  • Verriegelung/Tag angebracht (LOTO).

  • Wartung/Instandsetzung im Gange.

  • Von: //______ Bis: //______

  • Verantwortliche/r: __________________ Tel. ________

  • Achtung Restenergien! Nur Befugte haben Zutritt.

Aushang: Wiederinbetriebnahme – Prüfpunkte

  • Schutzvorrichtungen montiert

  • Sicherheitsfunktionen getestet

  • Leerlauf/Probebetrieb durchgeführt

  • Freigabe dokumentiert

  • Beteiligte informiert

Hinweis

Aushänge gut sichtbar platzieren; Datum und Verantwortliche regelmäßig aktualisieren.

Formulare mit Unterschriftsfeldern- Formblatt: Notbefreiung – Protokoll

  • Anlage/Ort: __________________________________________

  • Datum/Uhrzeit Meldung: __________ Befreiung: __________

  • Beteiligte (Namen/Funktionen): _________________________

  • Kurzbeschreibung des Ereignisses und der Ursache:

  • Getroffene Maßnahmen:

  • Medizinische/psychologische Betreuung erforderlich? Ja [ ] Nein [ ]

  • Anlage freigegeben? Ja [ ] Nein [ ] Durch wen: __________

  • Unterschriften: Durchführende Person: ____________ Datum: //______ Unterschrift: __________

  • Sicherungsposten: ________________ Datum: //______ Unterschrift: __________

  • Verantwortliche Führungskraft: ____ Datum: //______ Unterschrift: __________

Formblatt: Außerbetriebnahme/Wiederinbetriebnahme – Check- und Freigabeschein

  • Anlage/ID: _______________________ Standort: _____________

  • Anlass: Wartung [ ] Störung [ ] Umbau [ ] Sonstiges [ ]

  • Außerbetriebnahme Freigabe Nr.: __________ Datum/Uhrzeit: __________

  • LOTO-Punkte (Liste/Skizze anbei) geprüft: Ja [ ] Nein [ ]

  • Restenergien abgebaut: Ja [ ] Nein [ ] Bemerkung: _______

  • Kennzeichnung angebracht: Ja [ ] Nein [ ]

  • Unterschrift Verantwortliche/r: ________________________

Wiederinbetriebnahme Schutzvorrichtungen vollständig: Ja [ ] Nein [ ]

  • Sicherheitsfunktionen getestet: Ja [ ] Nein [ ] Protokoll-Nr.: ______

  • Probebetrieb erfolgt: Ja [ ] Nein [ ] Dauer: __________

  • Abweichungen/Restrisiken: _____________________________

  • Betriebsfreigabe erteilt durch: __________________ Datum: //______

  • Unterschrift Anlagenverantwortliche/r: ________________

Archivierung

  • Ablageort/DMS-Link: ____________________________________

  • Aufbewahrungsfrist bis: //______ Verantwortliche/r: ________

Diese Vorlagen sind anlagenspezifisch anzupassen. Änderungen versionieren und kenntlich machen.