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Betriebsanweisung: Plattformaufzüge

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Betriebsanweisung: Plattformaufzüge

Sicherer Betrieb von Plattformaufzügen

In dieser Betriebsanweisung sind die wesentlichen Abläufe und Verantwortlichkeiten für den sachgerechten Betrieb von Plattformaufzügen zusammengefasst. Die Dokumentation unterstützt Betreiber dabei, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Plattformaufzüge (insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen)- Zweck und Geltungsbereich

  • Senkrecht-/Schräg-Plattformaufzüge mit geringer Geschwindigkeit, meist im Bestand, zur Überwindung weniger Geschosse/Etagen.

Rollen und Verantwortlichkeiten

  • Betreiber (oft Eigentümer/Gemeinschaft): Sichtkontrollen, Zugangskontrolle (Schlüsselbetrieb).

  • Nutzer: Unterwiesene Verwendung, Begleitung von Kindern/Schutzbedürftigen.

  • Instandhaltung: Spezialisierter Service wegen abweichender Normgrundlage.

Betriebsregeln

  • Betrieb häufig nach Maschinenrecht (z. B. begrenzte Geschwindigkeit ≤ 0,15 m/s): Halten-tippen oder Totmannsteuerung beachten.

  • Tritt- und Quetschstellen freihalten: keine Übersteigung der Nennlast (inkl. Rollstuhl/Assistent).

  • Türen/Tore verriegelt halten: Plattform nur mit geschlossenen Absperrungen fahren.

Gefährdungen und Schutzmaßnahmen

  • Scher-/Quetschstellen an Plattformkanten: Schutzleisten, Kontaktleisten, Lichtschranken funktional halten.

  • Absturzgefahr: Geländer-/Brüstungshöhen einhalten; Zugang nur mit Schlüssel.

  • Unbeaufsichtigte Nutzung: Zugangskontrolle, automatische Rückstellung in Parkposition.

Notfall- und Störungsmanagement

  • Notablass/Handabsenkung dokumentieren: Anleitung sichtbar anbringen.

  • Kommunikation: Mobilfunk- oder Hausnotruflösung bereitstellen, wenn kein integrierter Aufzugsnotruf vorhanden.

  • Selbstbefreiung vermeiden: Hilfe über definierte Kontaktkette holen.

Prüfung, Wartung, Unterweisung, Dokumentation

  • Wartung gemäß Hersteller: Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen (Kontaktleisten, Fangvorrichtung).

  • Nutzerunterweisung schriftlich bestätigen: Barrierearme Notfallanweisungen (leicht verständlich).

Spezifische Zusatzregeln

  • Maschinenrechtliche Pflichten (Konformität, CE, Betriebsanleitung) beachten: ggf. nationale Prüfpflichten für wiederkehrende Kontrollen.

  • Barrierefreiheitsanforderungen (Bedienhöhen, taktile Elemente) sicherstellen.

Besonderheiten

  • Häufig exponierte Lage: Witterungsschutz (Außenanlagen), Rutschhemmung, regelmäßige Reinigung.