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Verbände als Impulsgeber im Aufzugswesen

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Aufzugsmanagement KI Grafik digitale Aufzugsprozesse visualisiert

Verbände für Aufzugsmanagement

Das Aufzugsmanagement ist im Facility Management ein zentrales Thema, da Aufzugsanlagen in Gebäuden Sicherheit, Zuverlässigkeit und gesetzliche Compliance gewährleisten müssen. Für Betreiber und FM-Abteilungen stellen die Einhaltung strenger Vorschriften, regelmäßige Prüfungen und effiziente Instandhaltung von Aufzügen große Herausforderungen dar. Branchenverbände spielen hierbei eine essenzielle Rolle: Sie bieten Orientierungshilfen, schulen Fachpersonal und vertreten die Interessen der Betreiber und Dienstleister im Aufzugswesen. Durch das Expertenwissen und die Standards dieser Verbände können Facility-Management-Abteilungen ihr Aufzugsmanagement professionell und zukunftssicher gestalten.

VFA-Interlift e.V. – Verband für Aufzugstechnik

Der VFA-Interlift e.V. ist seit 1987 die Stimme der mittelständischen Aufzugsbranche in Deutschland. Mit über 240 Mitgliedsunternehmen aus dem In- und Ausland fördert der Verband Innovationen, Normung, Messen und den fachlichen Austausch in der Aufzugstechnik. Mitglieder erhalten exklusives Branchenwissen, vergünstigte Weiterbildungen und die Möglichkeit, die Zukunft der Aufzugstechnik aktiv mitzugestalten. Als Organisator und Sponsor der Leitmesse interlift und Betreiber der VFA-Akademie ist der Verband zudem zentral in der Weiterbildung und Vernetzung der Branche engagiert. Darüber hinaus wirkt der VFA in nationalen und internationalen Gremien an der Gesetzgebung und Normung für Aufzüge mit, was maßgeblich zur Verbesserung von Sicherheitsstandards beiträgt.

  • Relevanz für das Aufzugsmanagement: FM-Abteilungen profitieren vom VFA durch aktuelles Fachwissen und Best Practices der Aufzugsindustrie. Der Verband sorgt dafür, dass Betreiber über neueste technische Entwicklungen und Normen informiert sind, um Aufzugsanlagen sicher, effizient und regelkonform zu betreiben.

  • Bietet branchenspezifische Schulungen und Seminare über die VFA-Akademie, um technisches Know-how und Sicherheit im Aufzugsbetrieb zu erhöhen.

  • Erarbeitet technische Leitlinien und beteiligt sich an Normungsprozessen, sodass FM-Verantwortliche klare Vorgaben und Richtwerte für Wartung und Modernisierung von Aufzügen erhalten.

  • Networking in der Aufzugsbranche: Durch Messen und Veranstaltungen (z. B. die interlift-Fachmesse) schafft der VFA Kontakte zwischen Aufzugsherstellern, Servicefirmen und Facility Managern, wovon alle Seiten bei der Lösungsfindung profitieren.

  • Offizieller Weblink: vfa-interlift.de

VDMA-Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen

Im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt der Fachverband „Aufzüge und Fahrtreppen“ die Interessen der deutschen Aufzugsindustrie. Etwa 90 Unternehmen – rund 90 % des deutschen Aufzugs- und Fahrtreppenmarktes – gehören ihm an. Schwerpunkte sind die politische Interessenvertretung sowie die Mitarbeit an Normen und Richtlinien auf nationaler und internationaler Ebene. Der Fachverband bündelt zudem Informationen zu technischen Regelwerken, Markttrends und Ausbildung für seine Mitglieder, um Innovation und wirtschaftliche Entwicklung in der Branche zu fördern. Durch diesen Wissenstransfer trägt der VDMA wesentlich dazu bei, einheitliche Standards und ein hohes Sicherheitsniveau im Betrieb von Aufzugsanlagen zu etablieren.

  • Relevanz für das Aufzugsmanagement: Durch die Mitgestaltung von Vorschriften und Normen stellt der VDMA sicher, dass Betreiber von Aufzügen klare und aktuelle Regelwerke für Sicherheit und Betrieb haben. Facility Manager können sich an diesen brancheneinheitlichen Standards orientieren, was die Planung und Instandhaltung von Aufzügen vereinfacht.

  • Zentraler Ansprechpartner für Standards: Der VDMA stellt technische Regelwerke und Normen bereit (u. a. über Online-Portale) und informiert über neue Richtlinien, damit FM-Teams jederzeit rechtskonform agieren können.

  • Veröffentlicht Branchenindikatoren wie den VDMA-Aufzugsindex, der die Geschäftslage der Aufzugsbranche abbildet und FM-Abteilungen Hinweise auf Marktentwicklungen und Wartungsbedarf liefert.

  • Fördert die Weiterbildung und Best Practices im technischen Gebäudemanagement, indem er Informationen zu Aus- und Weiterbildungsangeboten sowie neue Technologien (Digitalisierung, IoT) im Aufzugswesen an seine Mitglieder weitergibt.

  • Offizieller Weblink: vdma.org

Vereinigung mittelständischer Aufzugsunternehmen (VmA) e.V.

Die VmA e.V. ist ein Zusammenschluss von über 70 unabhängigen Aufzugsfirmen in Deutschland, überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen. Ihr zentrales Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Betriebe zu stärken und einen fairen, offenen Markt im Aufzugsgeschäft zu erhalten. Alle VmA-Mitglieder setzen auf offene Systeme und frei verfügbare Qualitätskomponenten, sodass Kunden nicht an bestimmte Hersteller gebunden sind und ihr Wartungsunternehmen frei wählen können. Die VmA fungiert als effektive Kommunikationsplattform: In Arbeitskreisen und einem digitalen Wissenspool tauschen die Mitgliedsunternehmen Erfahrungen, technische Lösungen und Dokumentationen aus, um gemeinsam Herausforderungen zu bewältigen. Dieses Netzwerk schafft Synergien – jeder Betrieb profitiert vom kollektiven Know-how, was letztlich in höherer Servicequalität und Innovation bei Aufzugwartung und -modernisierung mündet.

  • Relevanz für das Aufzugsmanagement: Die VmA garantiert Facility Managern einen wettbewerbsintensiven Service-Markt für Aufzüge. Dank offener Technologien und fairer Vertragsbedingungen der VmA-Betriebe bleiben Betreiber flexibel und vermeiden Abhängigkeiten von Großkonzernen.

  • Bundesweites Netzwerk unabhängiger Aufzugspartner: Über die VmA finden FM-Abteilungen schnell qualifizierte mittelständische Aufzugsfirmen in ihrer Region, die persönliche Betreuung und maßgeschneiderte Lösungen bieten.

  • Wissensaustausch und Problemlösungen: Die Mitglieder der VmA teilen über digitale Plattformen bewährte Verfahren, technische Anleitungen und Lösungsansätze, sodass auch komplexe Wartungs- oder Störungsfälle effizient gemeistert werden können.

  • Weiterbildung und Qualitätsstandards: Durch Fachvorträge, Arbeitskreise und gemeinsame Schulungen sorgt die VmA dafür, dass Techniker und Betriebe stets auf dem neuesten Stand der Technik sind und ein hohes Qualitätsniveau bei Wartung und Instandhaltung einhalten.

  • Offizieller Weblink: vma.de

TÜV-Verband (VdTÜV) – Verband der TÜV e.V.

Der TÜV-Verband ist der Dachverband der Technischen Überwachungs-Vereine (TÜVs) in Deutschland und maßgeblich für die Sicherheit von Aufzugsanlagen verantwortlich. Er koordiniert das System der zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS), die jede Aufzugsanlage regelmäßig prüfen – in der Regel jährlich mit abwechselnder Haupt- und Zwischenprüfung. Um Betreiber bei der Einhaltung der komplexen Vorschriften zu unterstützen, veröffentlicht der TÜV-Verband praxisnahe Leitfäden und Informationen zu aktuellen Sicherheitsthemen. Beispielsweise wurden Empfehlungen zur sicheren Nutzung von Personenaufzügen und zu neuen Prüfvorgaben (z. B. für Zweiwege-Notrufsysteme) erarbeitet und als Anwendungshilfen bereitgestellt. Zudem gibt der Verband jährlich den Anlagensicherheitsreport heraus, der Statistiken über den Zustand von Aufzügen in Deutschland enthält und aufzeigt, wo Handlungsbedarf besteht (etwa wenn Aufzüge Prüfungen versäumen oder sicherheitsrelevante Mängel häufen).

  • Relevanz für das Aufzugsmanagement: Durch die Vorgaben und Kontrollen des TÜV-Verbands müssen Facility Manager strenge Sicherheitsstandards für ihre Aufzüge einhalten. Der Verband stellt sicher, dass Aufzüge nur mit gültiger Prüfung betrieben werden – seit 2015 signalisiert dies z. B. die Prüfplakette im Aufzugschacht. Werden Mängel festgestellt, müssen diese zeitnah behoben werden, was unmittelbar die Sicherheit der Nutzer schützt.

  • Regelwerks- und Praxisleitfäden: Der TÜV-Verband publiziert leicht verständliche Fragenkataloge und Merkblätter zu neuen Vorschriften (z. B. zur Nachrüstung von Notrufeinrichtungen), damit Betreiber genau wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. So wird die Umsetzung gesetzlicher Änderungen – wie der novellierten Betriebssicherheitsverordnung – in der Praxis erleichtert.

  • Transparente Sicherheitsstatistiken: Im jährlichen Anlagensicherheitsreport werden Prüfergebnisse aller überwachten Anlagen ausgewertet. Laut Report 2015 waren z. B. rund 13 % der geprüften Aufzüge mit erheblichen Mängeln behaftet – solche Daten helfen FM-Abteilungen, die eigene Aufzugsperformance einzuordnen und Schwachstellen gezielt anzugehen.

  • Proaktive Hinweise zu neuen Risiken: Der TÜV-Verband warnt frühzeitig vor aufkommenden Gefährdungen wie Cyberangriffen auf Aufzüge. Durch solche Informationen können Facility Manager ihre Aufzugsanlagen auch gegenüber modernen Bedrohungen (z. B. Hacking von Steuerungen) absichern und Notfallkonzepte anpassen.

  • Offizieller Weblink: tuev-verband.de