Die Service-Performance von Aufzugsunternehmen spielt eine zentrale Rolle, um die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Anlagen zu gewährleisten
Die Service-Performance ist ein zentraler Faktor für die erfolgreiche Verwaltung und den Betrieb von Aufzugsanlagen. Betreiber, die auf moderne Technologien, professionelles Liftmanagement und eine proaktive Kundenbetreuung setzen, profitieren von reduzierten Störungen und Ausfällen, niedrigeren Wartungs- und Betriebskosten und höherer Sicherheit und Zufriedenheit der Nutzer.
Die konsequente Optimierung der Service-Performance stellt eine Win-Win-Situation für Betreiber, Dienstleister und Nutzer dar und trägt langfristig zur Wertsteigerung der Immobilien bei.
Service-Performance von Aufzugsunternehmen: Aktuelle Herausforderungen und Optimierungsmöglichkeiten
Das steigende Durchschnittsalter der deutschen Aufzugsanlagen (aktuell 33,1 Jahre) trägt zu einer höheren Störungsanfälligkeit bei.
Durchschnittlich verzeichnet eine Anlage 2,1 Störungen pro Jahr (2023), eine Steigerung gegenüber 1,9 Störungen im Jahr 2021.
Wartungsqualität:
Die Erfüllung der Wartungsintervalle liegt nur bei 78 %, ein Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.
20 % der Anlagen weisen kritische Wartungsmängel auf, was erhebliche Sicherheitsrisiken birgt.
Betreiber klagen über unzureichende Wartungsberichte und Verzögerungen bei notwendigen Reparaturen.
Kundendienstprobleme:
Im Kundenservice zeigt die Studie deutliche Schwächen: Nahezu jede Anfrage (Wartungstermin, Reparaturen, Angebote) erfordert eine Erinnerung durch die Betreiber, um bearbeitet zu werden.
Diese mangelnde Verlässlichkeit erhöht den administrativen Aufwand für die Betreiber erheblich.
ZÜS-Mängel und Prüfungen:
Die Zahl der sicherheitsrelevanten Mängel, die von Zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) festgestellt werden, hat sich verdoppelt. Pro Anlage wurden im Durchschnitt 1,6 Mängel verzeichnet.
Betreiber sind verpflichtet, erhebliche Mängel innerhalb von drei Monaten und gefährliche Mängel umgehend zu beheben. Doch häufig fehlt es an einer schnellen Umsetzung.
Konsequenzen für Betreiber und Nutzer:
Sicherheitsrisiken: Unzureichender Service und schlechte Wartungsqualität erhöhen das Risiko von Ausfällen und gefährlichen Situationen für die Nutzer.
Hohe Betriebskosten: Mängel in der Service-Performance führen zu höheren Wartungs- und Reparaturkosten, insbesondere durch wiederholte Einsätze und ineffiziente Abläufe.
Reputationsverlust: Betreiber, die häufige Störungen und schlechte Wartungsberichte aufweisen, verlieren das Vertrauen von Mietern und Nutzern.
Einsatz digitaler Technologien:
Predictive Maintenance: Mithilfe von IoT-gestützten Lösungen wie dem LIFT GUARDIAN können Anlagenzustände in Echtzeit überwacht werden. Dies ermöglicht frühzeitige Erkennung von Defekten und eine bedarfsgerechte Wartungsplanung.
Kundenspezifische Dashboards: Transparente Informationen über Wartungsstatus und Störungsberichte verbessern die Kommunikation zwischen Betreibern und Dienstleistern.
Professionelles Liftmanagement:
Der Einsatz von herstellerunabhängigen Liftmanagement-Dienstleistern optimiert die Wartung und sorgt für Einhaltung der Serviceverträge.
Externe Anbieter übernehmen die Kontrolle über Wartungsintervalle und koordinieren effizient die Einsätze von Servicetechnikern.
Verbesserung des Kundenservices:
Einführung von automatisierten Erinnerungsfunktionen für Serviceanfragen.
Schulungen für Serviceteams, um schneller und kompetenter auf Kundenanfragen zu reagieren.
Regelmäßige Audits und Schulungen:
Betreiber und Dienstleister sollten regelmäßige Qualitätsprüfungen durchführen, um Schwachstellen im Service zu identifizieren.
Fortbildungen für technisches und kaufmännisches Personal steigern die Kompetenz im Umgang mit komplexen Anlagen.
Strategische Modernisierungen:
Das Alter vieler Anlagen erfordert gezielte Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen, um die Störungsanfälligkeit zu verringern und langfristige Betriebskosten zu senken.