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ESG im Aufzugsmanagement: Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Unternehmensführung

ESG im Aufzugsmanagement: Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Unternehmensführung

Die Einhaltung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) spielt im Aufzugsmanagement eine immer bedeutendere Rolle. Betreiber von Aufzügen und Fahrtreppen müssen nicht nur die Betriebseffizienz sicherstellen, sondern auch Nachhaltigkeitsziele verfolgen, das Wohlbefinden der Nutzer berücksichtigen und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung gewährleisten.

Die Integration von ESG-Kriterien im Aufzugsmanagement bietet eine umfassende Möglichkeit, Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und verantwortungsvolle Unternehmensführung in Einklang zu bringen. Betreiber, die auf ESG setzen, schaffen nicht nur Mehrwert für ihre Kunden und Nutzer, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Förderung von Inklusion und Sicherheit. Mit den richtigen Technologien und Strategien wird ESG zum zentralen Erfolgsfaktor im modernen Aufzugsmanagement.

Warum ESG wichtig ist:

  • Wirtschaftlicher Nutzen: Nachhaltige Aufzugsanlagen sparen Kosten durch geringeren Energieverbrauch und reduzieren die Betriebskosten.

  • Reputation und Wettbewerbsvorteil: ESG-konforme Betreiber gewinnen das Vertrauen von Mietern, Investoren und Nutzern.

  • Zukunftssicherheit: Die Einhaltung von ESG-Kriterien sichert die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und erfüllt wachsende gesetzliche Anforderungen.

Betreiber von Aufzugsanlagen können durch gezielte Modernisierungen und digitale Technologien signifikante Optimierungspotenziale erschließen

Aufzugsanlagen bieten ein erhebliches Optimierungspotenzial zur CO₂-Reduktion, mit Einsparungen von bis zu 10.000 kg CO₂ pro Jahr durch Modernisierungen und digitale Lösungen. Dabei spielen Predictive Maintenance und digitale Monitoring-Systeme eine zentrale Rolle, da sie Daten über den Zustand und die Nutzung der Aufzüge sammeln und so Ausfälle und unnötige Wartungseinsätze reduzieren.

Zusätzlich können durch Nachrüstungen wie Schachtentrauchungsanlagen jährlich bis zu 5.000 kg CO₂ eingespart werden. Mit einem professionellen Liftmanagement können Betreiber nicht nur ökologische Ziele erreichen, sondern auch Einkaufs- und Vergaberichtlinien einhalten und wirtschaftliche Vorteile erzielen.

CO₂-Reduktion durch Digitalisierung:

  • Mit IIoT-gestütztem Monitoring und Predictive Maintenance können Betreiber den CO₂-Ausstoß pro Anlage bereits reduzieren.

  • Die Nachrüstung von Schachtentrauchungsanlagen ermöglicht erhebliche Einsparungen jährlich.

Energieeffizienz durch Modernisierung:

  • Durch den Einsatz energieeffizienter Antriebe, Regelungen und Steuerungen können Betreiber den Energieverbrauch um bis zu 60 % senken.

  • Alte Anlagen, die noch viel Energie verbrauchen, sollten modernisiert werden, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Hygiene und Komfort:

  • Der Einbau von Luftreinigern in Aufzugskabinen reduziert das Infektionsrisiko und verbessert die Luftqualität.

  • Spiegel in den Kabinen erhöhen das Sicherheitsgefühl, besonders für allein reisende Personen oder Rollstuhlfahrende.

Barrierefreiheit:

  • Moderne Aufzüge bieten barrierefreien Zugang und unterstützen die soziale Inklusion.

Notrufsysteme:

  • Regelmäßig getestete Notrufsysteme gewährleisten die Sicherheit der Nutzer und schaffen Vertrauen.

Cybersecurity:

  • Seit 2023 müssen Betreiber Maßnahmen umsetzen, um Aufzüge gegen Cyberangriffe zu schützen. Dies umfasst regelmäßige Software-Updates und Sicherheitsprüfungen.

  • Systeme wie der LIFT GUARDIAN arbeiten unabhängig von der Aufzugssteuerung, um Angriffe zu verhindern.

Compliance und Transparenz:

  • Ein professionelles Liftmanagement stellt sicher, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten und Einkaufsvorteile genutzt werden.

  • ESG-Checks und Energieeffizienzanalysen helfen, Optimierungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen.

Herausforderungen bei der Umsetzung von ESG

  • Bewusstseinsmangel: Drei Viertel der Betreiber haben ihre Anlagen noch nie auf ESG-Kriterien geprüft.

  • Kostenintensive Maßnahmen: Nachrüstungen und Modernisierungen erfordern oft hohe Investitionen, die durch langfristige Einsparungen kompensiert werden können.

  • Regulatorischer Druck: EU-Taxonomien und Reporting-Pflichten wie die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) zwingen Unternehmen, umfassender über ihre ESG-Maßnahmen zu berichten.