Strategische Vergabe von Bauleistung und Instandhaltungsverträgen für Aufzugsanlagen
Aufzugsanlagen sind essenzielle Bestandteile der Gebäudetechnik und unterliegen strengen gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Wartung und Betrieb. Eine Fehlentscheidung bei der Vergabe kann über die gesamte Lebensdauer hinweg erhebliche Mehrkosten verursachen.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass eine separate Vergabe von Bauleistung und Wartung zu deutlich höheren Betriebskosten führt. Viele Hersteller nutzen ihre starke Stellung nach Abschluss der Bauleistung, um Wartung und Ersatzteile zu stark erhöhten Preisen anzubieten. Besonders problematisch ist die exklusive Steuerungstechnik, die oft verhindert, dass Drittanbieter günstigere Serviceleistungen übernehmen.
Optimal strategy: Construction and maintenance should be negotiated as a complete package to ensure long-term economic security, technical availability and legal compliance.
Risiken bei getrennter Vergabe von Errichtung und Wartung
Eine nachträgliche Vergabe von Wartungsleistungen führt oft zu deutlich höheren Betriebskosten, da Hersteller gezielt ihre marktbeherrschende Stellung nutzen. Die größten Risiken sind:
Lock-in-Effekt & überhöhte Wartungskosten
Viele Anbieter nutzen proprietäre Steuerungen und exklusive Ersatzteile, die nur von ihnen gewartet werden können.
Ohne vorab verhandelte Wartungskosten steigen die Preise für Serviceverträge oft um 30 % – 60 %.
Manche Anbieter bieten bewusst günstige Baupreise, um später durch überteuerte Wartungsverträge Gewinne zu maximieren („Lifecycle Pricing“).
Beispiel:
Wartungskosten bei kombinierter Vergabe: 8.000 €/Jahr
Wartungskosten bei späterer Vergabe: 11.000 – 13.000 €/Jahr (+37 % bis +62 %)